Fugen und Übergänge werden zum Schluss mit Acryl in Wandfarbe oder mit einem zur Leiste passenden Fugendichtstoff verschlossen. Acryl lässt sich mit einem feuchten Schwamm glattziehen, bevor es eine Haut bildet. Silikon ist hier fehl am Platz, weil es nicht überstrichen werden kann. Typische Fehler sind zu viel Kleber, der seitlich herausquillt, zu große Abstände zwischen den Schrauben und das Versäumen, die Leiste vor dem endgültigen Anbringen trocken zu fixieren. Wer diese Punkte beachtet, bekommt auch im Altbau einen Abschluss, der sauber wirkt und dauerhaft hält.
Welche Materialien und Abstände verhindern Feuchtigkeit? Für die Blende eignen sich offenporige oder zumindest luftdurchlässige Materialien. Massivholz, Metallgitter oder gelochte Platten geben Wärme besser ab als geschlossene Spanplatten mit lackierter Oberfläche. Wichtig ist der Abstand zur Wand: Mindestens fünf Zentimeter, besser zehn, damit die aufsteigende Warmluft nicht direkt an die kalte Außenwand trifft. Genau dort entsteht sonst Kondenswasser. Eine Dampfsperre hinter der Verkleidung ist kontraproduktiv, weil sie die Feuchtigkeit in der Nische einschließt. Wer unsicher ist, kann mit einem einfachen Hygrometer die Luftfeuchtigkeit im Raum beobachten: Steigt sie nach dem Einbau dauerhaft über etwa sechzig Prozent, ist die Blende zu dicht.

Der häufigste Fehler ist der Griff zu einem Standard-Regal. Ein 40 Zentimeter tiefes Regal passt zwar an die hohe Rückwand, ragt aber im
vorderen Bereich unter die Stufen und blockiert den Zugang. Besser ist es, die Höhe an drei Punkten zu messen: an der
niedrigsten Stelle (meist nahe der ersten Stufe), in der Mitte und an der höchsten Stelle. Notieren Sie diese Werte und suchen Sie Module, die sich darin stapeln lassen – etwa offene Würfelregale, die einzeln aufeinandergesetzt werden. So entsteht eine treppenförmige Anordnung, die sich der Schräge anpasst, ohne dass etwas zugeschnitten werden muss.
Zum Schluss die Kontrolle. Nach zwei bis drei Wochen erneut messen. Bleibt die Feuchte im einen Raum hoch, während der andere trocken ist, stimmt die Richtung nicht. Dann den Luftweg umdrehen, nicht die Leistung erhöhen. Ein BCR ohne Schwelle ist kein Klimagerät. Er ist ein Kanal, der nur so gut funktioniert wie die Planung dahinter.
Ein häufiger Fehler ist die Montage direkt auf dem Boden. Dadurch wird der untere Lufteinlass verschlossen, und die Wärme staut sich im Hohlraum. Besser ist ein Abstand von mehreren Zentimetern zum Boden oder ein Sockel mit Lüftungsschlitzen. Ebenfalls problematisch: Regale oder
Platzsparende Möbel, die direkt über der Verkleidung stehen. Sie blockieren den Warmluftstrom nach oben. Wer die Blende streichen möchte, sollte auf lösemittelarme, dampfdurchlässige Farben achten und dünn auftragen, damit die Oberfläche nicht versiegelt wird.
Stöße auf gerader Strecke werden nicht mit Gehrung, sondern mit einem geraden Schnitt und einer Verbindungshülse oder einem dahinterliegenden Verbindungsstück ausgeführt. Das ist unauffälliger und verzeiht kleine Maßtoleranzen. Bei Außenecken gibt es fertige Eckverbinder, die aufgeschoben oder eingeklebt werden; sie decken kleine Ungenauigkeiten ab und sind gerade bei nachträglicher Montage die sauberere Lösung. Wer dennoch auf Gehrung besteht, sollte die Schnittflächen vor dem Zusammenfügen mit Holzleim bestreichen und leicht verpressen.
Ein häufiger Fehler ist die zu große Öffnung. Sie sieht großzügig aus, führt aber zu unkontrolliertem Kurzschlussstrom: Luft geht direkt wieder hinaus, ohne zu wirken. Besser ist eine definierte Überströmfläche, die sich bei Bedarf mit einer verstellbaren Leiste oder einem Schieberegister reduzieren lässt. Wer ganz ohne Schwelle baut, sollte außerdem an den Trittschall denken. Ein offener Durchgang leitet Geräusche
genauso gut wie Luft. Eine schallabsorbierende Laibung oder ein absorbierender Kanal über der Öffnung löst das, ohne den Luftweg zu blockieren.
Eine Heizkörperverkleidung kann in einer Mietwohnung sinnvoll sein: Sie kaschiert unschöne Rippenheizkörper, schützt Kinderhände vor heißen Flächen und lässt den Raum aufgeräumter wirken. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass die Verkleidung die Wärmeabgabe nicht behindert und keine Feuchtigkeit staut. Genau hier entstehen die typischen Probleme, die später als Schimmel an der Außenwand oder in der Nische sichtbar werden. Wer die Verkleidung selbst baut oder eine fertige Blende anpasst, sollte die folgenden Punkte kennen, bevor gebohrt oder geschraubt wird.
Beim Anbringen entscheidet die Befestigungsart über das Ergebnis. Auf Fliesen oder glattem Estrich haftet Montagekleber zuverlässig, sofern die Leiste mit einem Anschlag fixiert wird, bis der Kleber abbindet. Auf Putz oder Gipskarton sind Schrauben mit Dübeln die haltbarere Wahl. Dabei wird vorgebohrt, damit der Putz nicht ausbricht. In Altbauten mit Hohlraumdämmung oder Schilfrohr helfen spezielle Hohlraumdübel. Wichtig ist, die Leiste nicht zu stark anzupressen, sonst entstehen Wellen zwischen den Befestigungspunkten.