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Wie beide Materialien nach dem Waschen reagieren Leinen schrumpft beim ersten Waschen je nach Vorbehandlung um drei bis acht Prozent, Baumwolle um zwei bis fünf Prozent. Rechnen Sie die Breite der Bahnen deshalb großzügig: Lieber zehn Zentimeter Zugabe pro Bahn als später einen Spalt am Rand. Waschen Sie beide Stoffe vor dem Nähen einmal bei der Temperatur, die später üblich ist. Wer das überspringt, näht auf Maß und wundert sich nach dem ersten Waschgang über zu kurze Vorhänge. Ein typischer Fehler ist auch, Leinen heiß zu bügeln: Die Faser vergilbt und wird spröde. Bügeln Sie feucht und mittel, Baumwolle verträgt mehr Hitze.

imageFür Mietwohnungen sind Rollos ideal, weil sie ohne Bohren mit Klemmträgern am Fensterflügel befestigt werden können. Allerdings halten Klemmträger nur bei glatten, festen Rahmen zuverlässig. Bei alten Holzpfenstern oder unebenen Kunststoffprofilen rutschen sie heraus. Hier empfiehlt sich eine Montage mit Schrauben – sofern der Vermieter zustimmt.

Die Deko auf dem Regal entscheidet, ob es wirkt oder nur vollgestellt aussieht. Drei bis fünf Objekte pro Meter reichen. Stelle hohe Gegenstände nicht neben hohe, sondern wechsle die Höhen ab. Lege Bücher nicht alle aufrecht, sondern mische liegende Stapel dazwischen. Lasse bewusst Flächen frei. Ein Regal, das zu zwei Dritteln gefüllt ist, wirkt leichter als eines, das bis zum Rand bepackt ist. Schwere Gegenstände gehören auf die untere Ebene, leichte nach oben. Das gilt auch optisch: Ein massiver Kasten oben drückt das Regal nach unten.

Lose Teppichfliesen lassen sich einzeln austauschen. Das ist ihr größter Vorteil. Hebe die beschädigte Fliese an einer Ecke mit einem flachen Spachtel an. Ziehe sie nicht nach oben, sondern schiebe den Spachtel unter die Fliese und löse sie langsam. Bei verklebten Fliesen bleibt Kleber am Rücken und am Untergrund. Lose verlegte Fliesen kommen sauber heraus. Achte darauf, dass die Ersatzfliese dieselbe Chargennummer hat. Unterschiedliche Produktionschargen weichen in Farbton und Florhöhe ab. Wer das ignoriert, sieht den Austausch als hellen oder dunklen Fleck.

Leinen und Baumwolle wirken beide natürlich und lassen Tageslicht herein. Der Unterschied liegt nicht im Aussehen, sondern im Verhalten der Faser: Leinen ist ein Bastfasergewebe, Baumwolle eine Samenfasergewebe. Leinen quillt bei Feuchtigkeit auf, wird steifer und dichter, Baumwolle gibt nach und bleibt weich. Wer Vorhänge für hellen Sichtschutz sucht, muss das vor dem Kauf wissen, sonst hängen die Bahnen nach dem ersten Waschen anders als geplant.

Schimmel an Silikonfugen entsteht nicht, weil das Silikon schlecht ist, sondern weil es dauerhaft feucht bleibt. Silikon ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht gegen Wasserdampf. Diffundiert Feuchtigkeit durch die Fuge in den Untergrund und kann nicht zurücktrocknen, bildet sich hinter dem Silikon ein feuchter Film. Darauf wachsen Schimmelpilze, die nach einiger Zeit als schwarze Punkte sichtbar werden. Wer das verhindern will, muss also nicht das Silikon bekämpfen, sondern die Feuchtigkeit.

Nach dem Duschen hilft Lüften mehr als jedes Mittel. Stoßlüften für einige Minuten und die Tür der Dusche offen lassen, damit die Luft zirkulieren kann. Ein Abzieher, mit dem man nach dem Duschen die Fliesen und die Fugen abzieht, entfernt einen Großteil des Wassers, bevor es verdunstet. Wer eine Duschtür hat, sollte sie nicht geschlossen halten. Ein Handtuch über der Tür oder ein Lüfter mit Feuchtesteuerung unterstützt die Trocknung. Reicht das nicht, ist die Ursache meist eine fehlende Entwässerung oder ein zu dichter Anschluss – nicht das Silikon selbst.

Die wichtigste Maßnahme ist die Entwässerung der Fuge. Eine Silikonfuge in der Dusche muss so ausgeführt sein, dass Wasser abläuft und nicht stehen bleibt. Das erreicht man mit einer konkaven Fase: Die Fuge wird nicht bündig gefüllt, sondern leicht eingezogen, sodass die Oberfläche zum Ablauf hin geneigt ist. Eine zu dicke oder zu flache Fuge bildet eine Pfütze, die nie trocknet. Beim Erneuern sollte man die Fuge deshalb nicht breiter als nötig ziehen und mit einem Fugenglätter oder einem angefeuchteten Finger eine saubere Hohlkehle formen.

Für Räume mit viel Sonne ist Baumwolle die pflegeleichtere Wahl, weil sie weniger steif wird und seltener bricht. Leinen wiederum hält länger und nimmt Feuchtigkeit besser auf, was in Küche und Bad ein Vorteil ist. In trockenen, beheizten Wohnräumen knittert Baumwolle stärker. Wer glatte Flächen will, greift zu einer Mischung aus beiden Fasern. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Stoff vorgewaschen und einlaufbehandelt ist. Fehlt dieser Hinweis, behandeln Sie ihn wie rohe Ware und rechnen mit Schrumpf.

Beim Aufhängen entscheidet der Faltenwurf über die Lichtwirkung. Leinen steht von selbst und bildet klare, schmale Falten, Baumwolle fällt weicher und braucht mehr Stoff für dieselbe Fülle. Als Faustregel gilt: Die Stoffbreite sollte das Eineinhalbfache bis Doppelte der Schienenbreite betragen. Hängen Sie die Bahnen zwei bis drei Tage aus, bevor Sie kürzen. Beide Fasern längen sich unter Eigengewicht nach.
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