Das Material richtet sich nach dem Untergrund. Lackierte Türen aus Holzwerkstoff brauchen einen Haftgrund, danach einen Decklack. Naturholztüren verlangen einen passenden Grund, sonst schlagen Inhaltsstoffe durch. Für eine saubere Kante klebt man die Zarge mit Kreppband ab, deckt Griffe und Beschläge ab und arbeitet mit einer kleinen Schaumstoffrolle plus einem Pinsel für die Profile. Ein häufiger Fehler ist zu viel Farbe auf der Rolle: Läufer und Nasen entstehen, wenn die Schicht zu dick ist. Besser zwei dünne Anstriche als einer, der tropft. Zwischen den Anstrichen muss die Farbe wirklich durchtrocknen, sonst zieht die zweite Schicht die erste wieder an.
Untergrund vorbereiten: Der häufigste Grund für misslungene Fugen Alte Silikonreste lassen sich mit einem Fugenmesser oder einem scharfen Cutter entfernen. Danach die Fugenflanken mit einem Silikonentferner behandeln, damit keine Fettreste bleiben. Besonders wichtig: Der Untergrund muss absolut trocken sein. Wer auf feuchten Fliesen oder in eine noch nasse Wanne silikoniert, bekommt keine Haftung. Die Fuge vor dem Neuziehen mit einem Heißluftfön oder einem trockenen Tuch vollständig trocknen lassen. In Ecken und an der Wannenkante sitzt oft Restfeuchte, die erst nach Stunden verdunstet.
In der Mietwohnung geht es zusätzlich um die Erlaubnis. Ein Anstrich in einer neutralen Farbe, der den ursprünglichen Zustand erhält, ist meist unproblematisch. Auffällige Farben, ein kompletter Farbwechsel oder das Überstreichen von Echtholz können dagegen als Veränderung gelten und beim Auszug Ärger machen. Wer unsicher ist, klärt das vorher schriftlich mit der Verwaltung. Ein Foto des Zustands vor der Arbeit hilft später, den Unterschied zu belegen.
Wie man die Natur als tägliche Gesundheitsquelle nut
Nach dem Aushärten – je nach Produkt und Schichtdicke mehrere Stunden bis ein Tag – die Fuge nicht sofort belasten. Erst wenn das Silikon vollständig durchgehärtet ist, wieder duschen oder baden. Bei stark beanspruchten Fugen in der Dusche lohnt es sich, alle ein bis zwei Jahre nachzusehen. Kleine Risse oder abgelöste Stellen lassen sich frühzeitig erneuern, bevor Wasser dahinter läuft.
Das Malerkrepp erst abziehen, wenn das Silikon leicht angetrocknet ist, aber noch nicht vollständig ausgehärtet. Zu früh abgezogen, verläuft die Kante; zu spät abgezogen, reißt ein Grat mit. Danach mindestens vierundzwanzig Stunden nicht mit Wasser in Berührung bringen. In dieser Zeit nicht duschen, nicht baden, nicht putzen. Typische Fehler: zu wenig Silikon in die Tiefe drücken, sodass nur eine dünne Haut entsteht, oder die Fuge mit einem Schwamm statt mit einem Glätter bearbeiten. Beides führt dazu, dass sich das Material an den Rändern löst.
Wer in einer Mietwohnung Innentüren streichen will, steht vor zwei Fragen: Was kostet das, und darf ich das überhaupt? Beide lassen sich mit einfacher Rechnung beantworten, wenn man die Fläche kennt und den Zustand der Türen realistisch einschätzt. Zuerst zählt man alle Türblätter samt Zargen und Falzen. Ein normales Türblatt hat rund zwei Quadratmeter pro Seite, dazu kommen die Kanten und die Zarge mit etwa einem laufenden Meter pro Seite. Wer nur die Blätter streicht, rechnet anders als jemand, der auch Zargen und Rahmen auffrischt. Diese Fläche multipliziert man mit der Zahl der Anstriche, meist zwei bei einem deckenden Neuanstrich, oft drei, wenn ein dunkler Ton unter einem hellen verschwindet.
Ein weiterer Kostenfaktor ist die Entsorgung. Farbreste, Pinsel und Schleifstaub gehören nicht in den Ausguss. Wer die Türen ausgebaut hat, braucht Platz zum Trocknen und eine Unterlage, damit nichts auf den Boden läuft. Blechdosen und gebrauchte Rollen sammelt man getrennt und gibt sie bei der nächsten Schadstoffsammelstelle ab. Rechnet man Material, Zeit und Entsorgung zusammen, ist der Aufwand selten geringer als erwartet. Genau deshalb lohnt die Vorabkalkulation: Sie verhindert, dass aus einem Wochenendprojekt eine Woche wird.
Wer regelmäßig nach dem Duschen abzieht und die Fugen trocken lässt, verlängert die Lebensdauer deutlich. Bei kleinen Rissen nicht sofort komplett erneuern, sondern nur die betroffene Stelle ausschneiden, reinigen und nachziehen. Zeigt sich der Schimmel immer wieder an derselben Stelle, liegt meist ein tieferes Problem vor: undichte Anschlüsse, eine undichte Silikonfuge an der Wannenkante oder Feuchtigkeit in der Wand. Dann hilft kein neues Silikon, sondern nur die Sanierung der Ursache.
Zonen statt Möbelstüc
Sanitärsilikon mit Schimmelschutz verwenden, aber nicht das billigste Produkt. Die Kartusche aufrecht halten, die Spitze schräg abschneiden und mit gleichmäßigem Druck eine durchgehende Raupe ziehen. Nicht in kurzen Stücken arbeiten, sonst entstehen Ansätze, die später aufplatzen. Nach dem Auftragen die Fuge mit einem Fugenglätter oder dem Finger, angefeuchtet mit Spülmittelwasser, in einem Zug glattziehen. Den Finger zwischendurch immer wieder abwischen, sonst zieht man Silikon über die saubere Kante.