Typische Fehler betreffen meist die Reihenfolge. Viele kürzen zuerst und messen danach, oder sie vergessen, dass Endstücke und Träger eigene Maße haben. Ein weiterer Fehler ist das Kürzen nur auf einer Seite, obwohl die Stange mittig sitzen soll; dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt, und die Träger stehen nicht mehr symmetrisch. Bei zweiteiligen Teleskopstangen wird oft das innere Rohr gekürzt, obwohl das äußere die sichtbare Länge bestimmt. Und schließlich: Nie ohne Schutzbrille sägen, denn Metallspäne fliegen weiter, als man denkt.
Bevor irgendetwas gekauft oder gebohrt wird, sollte die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden. Das gilt besonders, wenn in die Fassade gebohrt oder der Fensterrahmen verändert werden soll. Ein Aufsatzrollladen, der auf dem Rahmen sitzt, ist meist unproblematisch. Ein Vorsatzsystem in der Laibung kann dagegen den Putz beschädigen. Klären Sie außerdem, ob die Anlage bei Auszug zurückgebaut werden muss. Wer das vorher schriftlich festhält, vermeidet Streit. Ein weiterer Punkt: Die Montage darf die Funktion des Fensters nicht beeinträchtigen. Lüftungsöffnungen und Entwässerungsschlitze müssen frei bleiben.
Vor kurzem ein beliebter Fehler: Paneele an der Wand hinter den Lautsprechern anbringen und hoffen, dass der Raum dadurch ruhiger wird. Der Schall wird dort erzeugt, nicht reflektiert. Besser sind die gegenüberliegende Wand, die Seitenwände in Ohrhöhe und die Decke. Ebenfalls häufig: zu dünne Elemente kaufen, weil sie günstig und optisch ansprechend sind. Ein zwei Zentimeter dünnes Paneel absorbiert vor allem hohe Töne, der Raum klingt danach dumpf, aber nicht trockener.
Beim Anschluss gilt: Zulaufschlauch nur handfest anziehen, Dichtung nicht vergessen. Ein zu fest angezogener Anschluss reißt das Gewinde aus. Den Abflussschlauch mit einem Bogen führen, damit kein Wasser zurückläuft. Steckdose und Wasserhahn sollten nicht hinter der Maschine eingeklemmt werden, sondern seitlich erreichbar bleiben. Wenn möglich, installieren Sie einen kleinen Absperrhahn direkt am Zulauf, damit Sie bei einem Defekt schnell reagieren können. Ein Fehlerstrom-Schutzschalter ist in Feuchträumen ohnehin vorgeschrieben.
Ein häufiger Fehler ist der Griff zu einem dichten Futterstoff, obwohl nur diffuses Licht gewünscht war. Dann bleibt der Raum dunkel und der Vorteil beider Naturfasern ist verloren. Besser: erst mit einem kleinen Stoffstück am Fenster testen, dann die passende Webdichte bestellen. Leinen und Baumwolle altern gut, sie werden mit jeder Wäsche weicher, verlieren aber an Festigkeit, wenn sie in der Sonne trocknen. Im Schatten trocknen hält beide Stoffe länger.
Beide Stoffe lassen Tageslicht herein und verbergen dennoch, was dahinter liegt. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn das Licht schräg durch den Stoff fällt: Leinen wirkt dann lebendiger, Baumwolle ruhiger. Wer den Vorhang vor dem Kauf gegen eine Lampe hält, erkennt sofort, ob die Webdichte zum gewünschten Sichtschutz passt.
Vorhang: günstig, flexibel, aber mit klaren Grenzen Ein schwerer, dicht gewebter Vorhang kann Sprache deutlich dämpfen, wenn er Falten wirft und nicht flach an der Wand hängt. Der Stoff sollte möglichst schwer sein, etwa aus Baumwolle, Wolle oder einem dichten Mischgewebe. Entscheidend ist der Abstand zur Wand: Hängt der Vorhang zehn bis fünfzehn Zentimeter davor, wirkt er besser als direkt anliegend. Wer den Vorhang nur dekorativ seitlich rafft, wird kaum eine Veränderung hören. Auch hier gilt: Fläche zählt. Ein schmaler Vorhang vor einem Fenster dämpft wenig, eine raumhohe, breite Bahn über eine ganze Wand deutlich mehr.
Die Kombination bringt meist den besten Erfolg. Zuerst die Erstreflexionen mit Paneelen bedämpfen, danach mit einem schweren Vorhang den Rest kontrollieren. Wer nur eine Maßnahme umsetzen kann, sollte nach dem Klatschtest entscheiden: Klingt der Raum hell und hallig, hilft ein Vorhang bereits spürbar. Dröhnt er tief und lange, führen an ausreichend dicken Absorbern kaum Wege vorbei. In beiden Fällen gilt: Erst messen oder hören, dann kaufen. Wer die Ursache kennt, gibt weniger Geld für Material aus, das im eigenen Raum nichts bewirkt.
Bevor die Waschmaschine in die Wohnung kommt, steht die Frage nach dem geeigneten Platz. In vielen Mietwohnungen sind Anschlüsse nur im Badezimmer oder in der Küche vorhanden. Prüfen Sie zuerst, wo Kaltwasserzulauf, Abfluss und eine Steckdose mit Schutzleiter in Reichweite liegen. Der Zulauf braucht einen Kaltwasserhahn mit 3/4-Zoll-Gewinde, der Abfluss einen Siphon oder einen Geruchsverschluss mit Abzweig. Fehlt der Abzweig, lässt er sich oft nachrüsten, aber das ist Vermietersache. Ohne schriftliche Zustimmung darf keine Wand durchbohrt oder ein Anschluss verlegt werden.
Wie sich beide Stoffe im Alltag verhalten Baumwolle ist gleichmäßiger gewebt und fällt meist dichter. Bei gleicher Fadenzahl schirmt sie mehr Blicke ab als Leinen. Dafür knittern Baumwollvorhänge stärker und nehmen Gerüche aus der Küche auf. Ein Baumwollvorhang im Wohnzimmer sollte alle zwei bis drei Monate gewaschen werden, ein Leinenvorhang reicht einmal im Jahr, weil Leinen Schmutz weniger annimmt und schneller trocknet. Beide Stoffe vertragen keine heiße Trommel: bei vierzig Grad waschen, niedrig schleudern, feucht aufhängen.