Wer die Arbeit selbst macht, braucht realistisch gesehen zwei volle Tage für drei bis vier Türen inklusive Trockenzeiten. Trockenzeit heißt: Türen bleiben offen, Räume gut lüften, keine Feuchtigkeit. Ein häufiger Fehler ist, den zweiten Anstrich zu früh aufzutragen. Dann löst der frische Lack die erste Schicht an, und das Ergebnis wird fleckig. Besser ist es, die angegebene Mindestzeit zu verdoppeln, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Bei älteren Türen mit mehreren alten Lackschichten lohnt sich vorher ein Test an einer unauffälligen Stelle: Blättert der alte Lack ab, muss großflächig abgeschliffen werden, was den Aufwand deutlich erhöht.
Für kleine Löcher bis etwa fünf Millimeter Durchmesser genügt Fertigspachtel aus der Tube. Größere Vertiefungen werden in zwei Schritten gefüllt: zuerst eine Grundfüllung, die leicht unterhalb der Wandoberfläche bleibt, danach nach dem Trocknen eine dünne Deckfüllung, die bündig mit dem Untergrund abgezogen wird. Ein häufiger Fehler ist, zu viel Material in einem Arbeitsgang aufzutragen. Die Masse trocknet dann nur oberflächlich, reißt auf und sitzt später als harter Buckel in der Wand.
Die Deko auf dem Regal entscheidet, ob es wirkt oder nur vollgestellt aussieht. Drei bis fünf Objekte pro Meter reichen. Stelle hohe Gegenstände nicht neben hohe, sondern wechsle die Höhen ab. Lege Bücher nicht alle aufrecht, sondern mische liegende Stapel dazwischen. Lasse bewusst Flächen frei. Ein Regal, das zu zwei Dritteln gefüllt ist, wirkt leichter als eines, das bis zum Rand bepackt ist. Schwere Gegenstände gehören auf die untere Ebene, leichte nach oben. Das gilt auch optisch: Ein massiver Kasten oben drückt das Regal nach unten.
Zuerst wird das fertige Maß ermittelt. Gemessen wird nicht die Fensterbreite, sondern der Abstand zwischen den beiden Trägern plus der Überstand, der links und rechts über die Träger hinausragen soll. Bei mittig sitzenden Trägern reicht meist ein Überstand von fünf bis zehn Zentimetern pro Seite. Wer auf beiden Seiten gleich viel Überstand will, zieht von der Gesamtlänge zweimal denselben Betrag ab. Das endgültige Maß wird mit einem Bleistift auf der Stange markiert, und zwar rundherum, nicht nur als einzelner Strich. Ein umlaufender Streifen aus Kreppband verhindert, dass die Säge verrutscht.
Ein Loch in der Wand entsteht schnell: durch einen Dübel, der ausgerissen ist, einen versehentlichen Hammerschlag oder eine alte Befestigung. Bevor gespachtelt wird, muss die Öffnung sauber vorbereitet werden. Lose Putzreste und Staub werden mit einem Spachtel entfernt, die Ränder leicht angefeuchtet. Bei tiefen Löchern in Hohlwänden reicht einfacher Füllspachtel nicht aus, weil er beim Trocknen schrumpft und Risse bildet. Hier ist ein passender Reparaturmörtel oder ein zähelastischer Spachtel auf Acryl- oder Dispersionsbasis die bessere Wahl.
Vor dem Überstreichen ist eine Grundierung sinnvoll. Sie sorgt dafür, dass der Spachtel nicht übermäßig Farbe aufsaugt und der Farbton gleichmäßig deckt. Besonders bei stark saugenden Untergründen wie Kalkputz oder Gipskarton ohne Anstrich verhindert eine Grundierung, dass die reparierte Stelle später heller oder dunkler erscheint als die Umgebung. Bei größeren Flächen empfiehlt es sich, die gesamte Wand zu streichen, weil selbst perfekt gespachtelte Stellen bei streifendem Licht als Schatten sichtbar bleiben können.
Realistisch betrachtet lässt sich der Trittschall um etwa zehn bis zwanzig Dezibel senken, wenn Masse, Entkopplung und Hohlraumbedämpfung zusammenwirken. Ein einzelner Eingriff reicht selten. Wer nur den Boden neu aufbaut, aber die Decke darunter unverändert lässt, wird eine Verbesserung hören, aber kein Schweigen erreichen. Umgekehrt bringt eine abgehängte Decke allein wenig, wenn oben weiterhin jeder Schritt direkt auf die Balken trifft. Die Kombination aus einem entkoppelten Bodenaufbau und einer schwingungsentkoppelten Unterdecke ist bei Holzbalkendecken der einzige Weg, der dauerhaft funktioniert.
Wie die gespachtelte Stelle nach dem Trocknen wirklich unsichtbar wird Nach dem Aushärten wird die Fläche mit feinem Schleifpapier oder einem Schleifschwamm geglättet. Dabei nicht nur die Spachtelstelle bearbeiten, sondern einige Zentimeter darüber hinaus, damit kein Rand entsteht. Anschließend den Staub gründlich absaugen oder mit einem feuchten Tuch abnehmen. Wird direkt auf staubigen Untergrund gestrichen, haftet die Farbe schlecht und die Stelle bleibt als matter Fleck sichtbar.
Wer die Trocknungszeiten des Spachtels einhält und nicht zu früh streicht, vermeidet Blasen und Risse. Ein weiterer typischer Fehler ist, mit der Rolle nur über die gespachtelte Stelle zu gehen, ohne die umliegende Wand einzubeziehen. Das Ergebnis ist ein sichtbarer Fleck, der stärker glänzt oder anders deckt. Sauberes Arbeiten mit Geduld an jedem Schritt führt zu einer Wand, an der die Reparatur nicht mehr zu erkennen ist.