Ein häufiger Fehler ist das Verlegen ohne Randabstand. Dehnungsfugen an Wänden und Türrahmen sind Pflicht, sonst wölbt sich der Boden bei Wärme. Ebenso falsch: Fliesen als dauerhaft feuchtigkeitsdichten Untergrund behandeln, ohne vorher zu prüfen, ob Feuchtigkeit von unten aufsteigt. Wer unsicher ist, verlegt zunächst eine kleine Probefläche und beobachtet sie einige Wochen. So zeigt sich früh, ob der gewählte Belag zur alten Fliese passt.
Klickvinyl ist der robusteste Kandidat für alte Fliesen. Die starre Klickverbindung hält Zug und Druck aus, die Oberfläche verträgt Feuchtigkeit und lässt sich in Küche und Flur bedenkenlos einsetzen. Laminat wirkt wärmer und natürlicher, reagiert aber empfindlich auf Wasser, das durch Fugen oder Undichtigkeiten eindringt. In Bädern und Waschküchen ist Laminat deshalb die falsche Wahl, auch wenn es optisch verlockend wirkt.
Regelmäßiges Kontrollieren verlängert die Lebensdauer. Alle paar Wochen sollte geprüft werden, ob der Teppich noch gerade liegt. Kleine Verschiebungen lassen sich sofort korrigieren, bevor daraus Falten werden. Wer diese Routine einmal aufbaut, spart sich später das mühsame Zurückziehen unter schweren Möbeln und vermeidet teure Schäden an Teppich und Boden.
Teppichfliesen sind die schnellste Lösung. Sie werden mit Klebepunkten oder Haftfixierung direkt auf die Fliesen gelegt, dämmen Trittschall und sind bei kleinen beschädigten Stellen einzeln austauschbar. Der Nachteil: Feuchtigkeit und verschüttete Flüssigkeiten saugen sich fest, und in stark frequentierten Bereichen verschieben sich die Fliesen ohne vollflächige Verklebung. Für Schlafzimmer und Arbeitszimmer funktionieren sie gut, für Flur und Küche weniger.
Der wichtigste Punkt ist der Beutel beziehungsweise der Staubbehälter. Bei einem beutelbasierten Gerät sollte der Beutel gewechselt werden, sobald er etwa zu zwei Dritteln gefüllt ist — nicht erst, wenn er randvoll ist. Ein überfüllter Beutel blockiert den Luftstrom, der Motor wird heißer und die Saugleistung sinkt. Bei einem beutellosen Modell wird der Behälter nach jedem Einsatz entleert, am besten draußen über einem Mülleimer. Wer den Behälter nur alle paar Wochen leert, riskiert, dass feiner Staub die Dichtungen angreift und sich im Motorbereich absetzt.
Die Kompaktplatte besteht aus Schichtstoff mit durchgefärbtem Kern. Sie ist wasserfest, unempfindlich gegen Kratzer und braucht keine Kantenversiegelung, weil das Material durchgehend homogen ist. Dadurch eignet sie sich besonders für Bereiche um die Spüle und für Haushalte, in denen viel und oft gekocht wird. Der Nachteil: Sie ist schwer, lässt sich nur mit geeignetem Werkzeug zuschneiden und wirkt optisch kühler als Holz. Beim Einbau muss die Platte vollflächig aufliegen, sonst können Spannungen entstehen. Ausschnitte für Spüle und Kochfeld sollten mit einer Schablone und einer Führungsschiene gesägt werden, damit die Kanten sauber bleiben.
Alte Fliesen im Wohnraum sind oft stabil, eben und fest verklebt. Genau deshalb lassen sich viele Bodenbeläge schwimmend darauf verlegen, ohne die Fliesen herauszustemmen. Entscheidend sind drei Dinge: die Ebenheit, die Höhe der Türblätter und die Frage, ob der neue Belag Feuchtigkeit verträgt. Wer diese Punkte vorher prüft, spart sich teure Überraschungen.
Am Ende zählt weniger das Material als die Passform. Eine günstige Acrylwand, millimetergenau eingebaut, hält dichter als eine teure Glaswand mit schlecht sitzender Schiene. Wer vor der Entscheidung die Nische genau ausmisst, die Bewegungsrichtung der Tür prüft und den Reinigungsaufwand ehrlich einschätzt, trifft die Wahl, die auch nach Jahren noch funktioniert.
Ein häufiger Fehler ist, den Teppich nur an einer Seite zu fixieren. Das hält kurzfristig, aber nach einigen Tagen wandert die andere Seite wieder. Besser ist es, den Teppich an allen vier Ecken oder zumindest an den zwei gegenüberliegenden Seiten zu sichern. Dafür gibt es doppelseitiges Klebeband für Teppiche, das sich rückstandslos entfernen lässt. Normales Klebeband hinterlässt Klebereste und beschädigt die Rückseite.
Zuerst wird die Fläche kontrolliert. Eine lange Wasserwaage oder Richtlatte zeigt, ob Unebenheiten über zwei Millimeter auf einen Meter hinausgehen. Fugen und abgeplatzte Stellen werden mit Spachtelmasse gefüllt, lose Fliesen zuvor entfernt. Danach folgt eine Feuchtigkeitsmessung, vor allem in Bädern und Küchen. Ohne diese Vorarbeit drückt sich jeder Belag später durch, und Fugen werden sichtbar.

Laminat ist eine Platte aus Holzwerkstoff mit einer Dekorschicht. Sie ist günstig, leicht zu reinigen und in vielen Optiken erhältlich. Der Schwachpunkt liegt an den Schnittkanten: Dringt dort Wasser ein, quillt der Kern auf. Deshalb müssen alle offenen Kanten vor dem Einbau mit geeignetem Kantenband oder Dichtstoff verschlossen werden. Ein weiterer typischer Fehler ist das Auflegen heiße Töpfe direkt auf die Oberfläche, was die Dekorschicht dauerhaft beschädigt. Unterschränke müssen vor dem Einbau exakt ausgerichtet sein, damit die Platte nicht spannt.