Beginnen Sie mit der Standortfrage. Ein Regal direkt neben der Kellertür steht im Weg, eines an der feuchtesten Wand fault schneller. Prüfen Sie die Wand mit einem Feuchtigkeitsmessgerät oder legen Sie testweise ein Stück Folie an. Bildet sich nach zwei Tagen Kondenswasser darunter, gehört dort kein Holzregal hin. Ebenso wichtig: der Abstand zum Boden. Steht das Regal auf einem Sockel oder auf Kunststofffüßen, bleibt es bei einem Wasserschaden trocken. Direkt auf dem Betonboden verziehen sich die Träger.
Was wirklich gegen den Geruch hilft Nimm alle Textilien heraus und wasche sie, sofern das Pflegeetikett es erlaubt, bei der angegebenen Temperatur. Bei empfindlichen Stücken reicht oft ein Aufhängen an der frischen Luft für zwei bis drei Tage im Schatten. Lass den Schrank anschließend bei weit geöffneter Tür mindestens 24 Stunden trocknen, am besten mit Durchzug im Raum. Stelle einen Ventilator davor, wenn kein Wind geht. Erst wenn die Innenflächen trocken sind, kommen die Sachen zurück. Ein Schälchen mit Natron oder Kaffeesatz bindet Gerüche nur kurzfristig und ersetzt keine Trocknung.
Kompaktplatte besteht aus vielen harzgetränkten Papierschichten, die unter Druck verpresst werden. Sie ist durchgehend wasserfest, auch an der Schnittkante. Das macht sie zur besten Wahl für Spülbereiche und für Küchen, in denen viel gekocht und wenig geputzt wird. Sie ist schwer und hart, lässt sich aber mit dem richtigen Sägeblatt schneiden. Der Nachteil: Sie ist kalt und hart, Teller können beim Abstellen zerspringen. Wer eine ruhige Optik will, wählt sie in einer matten Ausführung; glänzende Oberflächen zeigen jeden Fingerabdruck. Beim Zuschnitt sollte man langsam arbeiten und die Schutzfolie erst nach dem Einbau abziehen, sonst entstehen Kratzer.
Vierte Position: die Anschlüsse. Genau hier entstehen die meisten Streitfälle. Dämmung endet nicht an der Nischenkante, sondern muss an Fensterlaibungen, Heizungsrohren und angrenzenden Wänden luftdicht anschließen. Jede Fuge, die offen bleibt, wird zur Konvektionsbrücke. Kalte Luft strömt durch den Spalt, Wasser schlägt sich nieder, Schimmel ist programmiert. Abdichten mit Kompriband oder dauerelastischem Kitt ist unspektakulär, aber entscheidend. Wer diesen Schritt überspringt, zahlt später doppelt.
Fünfte Position: die Heizungsrohre in der Nische. Liegen sie frei, heizen sie die Nische und täuschen eine warme Wand vor. Wer die Rohre mitdämmt, verändert die Wärmeverteilung. Das kann gewollt sein, erfordert aber eine Anpassung der Heizlast. Wird das ignoriert, bleibt ein Raum kalt, während der Rest überheizt. Ein hydraulischer Abgleich vor der Dämmung ist keine Kür, sondern Pflicht.
Der erste Schritt ist immer die Ursachensuche. Prüfe die Rückwand des Schranks, die Ecken und den Boden auf dunkle Flecken oder Verformungen. Rieche an einzelnen Kleidungsstücken: Riecht nur die Wollmütze, liegt es am Material. Riecht alles, liegt es am Schrank oder am Raum. Ein häufiger Fehler ist, den Schrank direkt an eine Außenwand zu stellen, die im Winter kalt wird. Dort schlägt Feuchtigkeit aus der warmen Zimmerluft als Kondenswasser nieder, und die Wand bleibt dauerhaft klamm.
Typische Fehler beim Entkalken und Reinigen sind: zu heißes Wasser bei der Entkalkung (über 90 Grad kann Kunststoffe verformen), die Verwendung von Chlorbleiche (greift Gummi an) und das Ignorieren des Flusensiebs, bis die Maschine nicht mehr abpumpt. Ein weiterer Fehler ist, das Sieb nach dem Reinigen nicht richtig festzudrehen – dann tropft Wasser aus. Prüfen Sie nach jeder Reinigung, ob die Trommel frei von Kalkresten ist und ob die Türdichtung sauber ist. Ein feuchter Lappen mit etwas Spülmittel entfernt hier Ablagerungen und beugt Schimmel vor.
Für die dauerhafte Vorbeugung zählt der Luftaustausch. Ein Schrank, der ständig geschlossen ist, bekommt keine Frischluft. Lass die Türen oder Schubladen deshalb regelmäßig für einige Stunden offen, zumindest einmal pro Woche. Zwischen den Kleidungsstücken sollte ein Finger breit Platz bleiben, damit die Luft zirkulieren kann. Vollgestopfte Fächer sind der häufigste Grund, warum sich Geruch hält. Hänge nichts feucht in den Schrank, auch nicht nach dem Bügeln mit Dampf. Und lege keine Kleidung übereinander, die noch Restwärme hat.
Laminat ist die günstigste und am einfachsten zu verarbeitende Variante. Der Träger besteht aus Holzwerkstoff, die Oberfläche aus gepresstem Dekorpapier mit Harz. Vorteil: geringes Gewicht, unempfindlich gegen Flecken, leicht zu reinigen. Nachteil: Die Schnittkanten sind offenporig und quellen auf, wenn Wasser eindringt. Wer Laminat wählt, muss alle Zuschnitte sofort mit Kantenleim oder einem passenden Profil versiegeln, sonst ist die Platte nach einem Wasserschaden an der Spüle hinüber. Ein häufiger Fehler ist, heißes Kochgeschirr direkt abzustellen; die Harzschicht bekommt Brandflecken, die sich nicht entfernen lassen. Für Mietwohnungen und selten genutzte Küchen ist Laminat trotzdem eine vernünftige Wahl.