Die dritte Möglichkeit ist der Betrieb ohne Strom. Dann kommen Schränke mit Batterie- oder Akkuleuchte infrage oder Modelle, die über einen berührungsempfindlichen Schalter am Rahmen geschaltet werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: keine Elektroarbeiten, keine Genehmigung, kein Eingriff in die Wand. Nachteil ist die begrenzte Leuchtleistung und der Wartungsaufwand für die Batterien. Wer diese Variante wählt, sollte auf eine ausreichende Lichtausbeute achten und darauf, dass die Leuchte nicht direkt hinter dem Spiegel sitzt, sondern als indirekte Beleuchtung nach oben oder unten strahlt. Ein verbreiteter Fehler ist, die Batterieleuchte so zu montieren, dass der Wechsel später nur mit abgenommenem Schrank möglich ist.
Bei alten, diffusionsoffenen Wänden aus Vollziegel oder Kalkputz ist ein belüfteter Spalt fast immer die bessere Wahl. Bei modernen Wänden mit Wärmedämmverbundsystem darf die Platte nicht in die Dämmebene eindringen, weil sonst Wärmebrücken entstehen. Konstruktionen mit Metallständern sollten thermisch getrennt werden, sonst zieht Kälte über die Schrauben nach innen und dort kondensiert die Luft. Wer sich unsicher ist, lässt die Wand vorab bewerten, statt nachträglich Schimmel zu bekämpfen.
Nach der Montage lohnt eine Kontrolle nach einigen Tagen. Setzt sich der Dämpfer, muss die Neigung leicht nachgestellt werden. Wer sauber arbeitet, hört danach nur noch ein leises Klicken statt eines Schlags. Das spart Nerven und schont auf Dauer sowohl die Tür als auch den Korpus.
Eine Verdunkelungsplatte direkt auf die Außenwand zu schrauben ist verlockend: schnell montiert, günstig, wirksam gegen Licht. Das Problem entsteht nicht an der Platte selbst, sondern in dem Hohlraum, den sie hinterlässt. Zwischen Wand und Plattenrückseite bildet sich ein abgeschlossener Zwischenraum, in dem Feuchtigkeit aus der Raumluft und aus dem Mauerwerk kaum abtrocknen kann. Kühlt die Wand in der Nacht ab, schlägt sich Wasser an der kältesten Fläche nieder – meist an der Wandinnenseite oder auf der Plattenrückseite. Die Folge sind Schimmel, abblätternde Farbe und langfristig feuchtes Mauerwerk.
Stöße von Platten immer auf einem Profil, nie frei schwebend. Bei horizontaler Beplankung Stoßfuge um mindestens 40 cm versetzen. Fugen zwischen Platten nicht press aneinander stoßen, sondern 2–3 mm Luft lassen. Diese Fuge wird später mit Spachtelmasse und Bewehrungsstreifen geschlossen. Wer Platten ohne Fuge verlegt, bekommt beim Austrocknen Beulen oder Risse. Auch die Plattenkanten nicht auf die Profilkante legen, sondern immer mittig auf dem Profilsteg.
Entscheidend ist deshalb nicht die Platte, sondern was mit der Feuchtigkeit im Zwischenraum passiert. Wird die Platte vollflächig verklebt oder rundum abgedichtet, ist der Hohlraum eine Falle. Wird sie dagegen mit einem belüfteten Spalt montiert, kann die Wand atmen und Feuchtigkeit abführen. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer Montage, die hält, und einer, die nach zwei Jahren saniert werden muss.
Phasenwechselmaterialien (PCM) speichern Wärme nicht durch Temperaturanstieg, sondern durch das Schmelzen und Erstarren eines eingekapselten Stoffes. In einem Sideboard, einem Bettrahmen oder einem Regal verbaut, nehmen sie tagsüber Wärme auf und geben sie nachts wieder ab. Der Effekt ist real, aber er hängt an drei Dingen: der Masse des PCM, der Einbindung in den Werkstoff und der Luftzirkulation. Wer eines dieser Elemente ignoriert, baut einen teuren Hohlraum ohne Funktion.
Die Wartung ist gering, aber nicht null. PCM-Platten verlieren ihre Funktion nicht durch Alterung, doch die Kapseln können bei mechanischer Belastung brechen. Schwere Gegenstände direkt auf eine PCM-Einlegeplatte zu stellen, ist riskant. Besser ist eine dünne Deckschicht aus Holz oder eine Montage an der Rückwand. Wer das Möbel streicht, sollte lösemittelarme Farben verwenden, weil manche Lösemittel die Kapselhülle angreifen. Bei fachgerechtem Einbau hält der Effekt viele Jahre, ohne dass nachgefüllt oder nachjustiert werden muss.
Die Einbindung entscheidet, nicht das Material PCM darf nicht einfach in einen Hohlraum geschüttet werden. Es muss flächig an der Oberfläche anliegen, die Wärme aufnimmt, sonst entsteht ein Luftspalt, der isoliert statt leitet. Bewährt haben sich Platten, in denen das PCM in Mikrokapseln in Gipsfaser oder Holzwerkstoff eingebettet ist. Diese Platten werden wie normale Einlegeböden oder Rückwände verbaut, mit direktem Kontakt zur Außenfläche. Ein weiterer Fehler: das Möbel wird an allen Seiten geschlossen. Ohne Luftaustausch an der Rückseite oder Unterseite staut sich die Wärme, und das PCM lädt sich nicht vollständig auf.
Belüfteter Spalt oder Dampfbremse – was gehört an die Wand? Für die meisten Außenwände ist ein hinterlüfteter Spalt von mindestens zwei Zentimetern Tiefe die sicherste Lösung. Die Platte wird auf Abstandshaltern aus nicht saugfähigem Material befestigt, oben und unten bleibt ein Luftweg offen, damit ein Kamineffekt entsteht. Warme, feuchte Luft steigt ab und zieht nach oben ab; der Spalt trocknet die Wand. Wer die Platte dagegen direkt an die Wand drückt, muss mit einer Dampfbremse arbeiten – und zwar auf der warmen Seite, also innen. Eine Folie hinter der Platte ohne Anschluss an die Wandflächen bringt nichts, weil die Feuchtigkeit an den Rändern vorbeizieht.