Der Abstand der Schrauben vom Plattenrand beträgt etwa 10 bis 15 Millimeter, damit der Plattenkern nicht ausbricht. In der Fläche werden die Schrauben im Abstand von rund 25 Zentimetern gesetzt, an den Stößen enger. Der Bit muss rechtwinklig zur Platte stehen, sonst reißt das Papier auf. Eingedreht wird, bis der Kopf knapp unter der Oberfläche liegt und eine kleine Mulde entsteht, ohne das Papier zu durchstoßen. Ein zu tiefes Versenken zerstört den Kern, ein zu flaches Sitzen verhindert das Verspachteln.
Bei empfindlichen oder antiken Stücken ist chemische Behandlung oft die letzte Option. Mittel auf Basis von Boraten dringen in das Holz ein und machen es für Larven ungenießbar. Wichtig ist, dass die Flüssigkeit in die Fraßgänge gelangt, nicht nur auf die Oberfläche. Dafür eignen sich Spritzen mit dünner Kanüle. Ein häufiger Fehler ist, nur die sichtbaren Löcher zu behandeln. Die Larven sitzen oft tiefer im Holz, und ihre Gänge verlaufen in alle Richtungen. Wer oberflächlich arbeitet, bekämpft das Problem nicht, sondern verdeckt es nur.
Klemmträger arbeiten mit Federspannung und klemmen sich zwischen Fensterflügel und Rahmen bzw. in die Glasfalz. Sie funktionieren nur, wenn der Rahmen eine glatte, ausreichend breite Auflagefläche bietet und der Flügel sich noch schließen lässt. Vor dem Kauf den Abstand zwischen Glas und Rahmen messen und prüfen, ob das Fenster überhaupt einen Falz hat. Typischer Fehler: zu viel Spannung eingestellt, wodurch der Rahmen auf Dauer verformt oder das Plissee schief sitzt. Klemmträger sind die schonendste Variante, aber nicht für jedes Fensterprofil geeignet, etwa bei sehr schmalen Rahmen oder Dachfenstern ohne Falz.
Was wirklich gegen die Larven wirkt Wer einen aktiven Befall bestätigt hat, sollte das Möbelstück sofort isolieren. Einzelne befallene Teile lassen sich in einen luftdichten Beutel oder eine verschließbare Kiste legen. Kälte ist ein bewährtes Mittel: Temperaturen unter minus zwanzig Grad über mehrere Tage töten Larven und Eier zuverlässig ab. Hitze funktioniert ähnlich, allerdings verträgt nicht jedes Holz und jeder Lack hohe Temperaturen. Wer sich dafür entscheidet, sollte das Möbelstück langsam erwärmen und langsam wieder abkühlen lassen, sonst entstehen Spannungsrisse.
Für Metallprofile gehören Schnellbauschrauben mit feinem Gewinde und einer Spitze, die das Blech durchdringt, ohne es aufzureißen. Grobgewinde-Schrauben für Holzunterkonstruktionen sind hier falsch: Sie finden im dünnen Blech kaum Halt und drehen durch. Die Schraubenlänge richtet sich nach der Plattendicke plus der Profilwandstärke. Als Faustregel gilt: Die Schraube muss das Blech vollständig durchdringen und auf der Rückseite sichtbar austreten, ohne die Plattenoberfläche zu beschädigen.
Die Wahl hängt also von drei Faktoren ab: Gewicht und Breite des Plissees, Beschaffenheit des Fensters und der Frage, ob gebohrt werden darf. Leichte Plissees bis etwa einem Meter Breite lassen sich meist mit Klemmträgern oder einer Klebeleiste montieren. Schwere oder sehr breite Modelle gehören verschraubt. Wer unsicher ist, testet die Klemm- oder Klebevariante zunächst ohne Endmontage und beobachtet einige Tage, ob sich etwas löst.
Nach der Behandlung sollte man das Möbelstück mehrere Wochen beobachten. Legt man weißes Papier darunter, sieht man sofort, ob neues Bohrmehl herausfällt. Bleibt das Papier sauber, war die Maßnahme erfolgreich. Tritt erneut Mehl aus, muss die Behandlung wiederholt werden. Vorbeugend hilft trockene, gut belüftete Lagerung. Feuchte Räume und stickige Ecken begünstigen den Befall. Wer seine Möbel regelmäßig kontrolliert, besonders an unauffälligen Stellen wie Rückwänden und Unterseiten, erkennt einen neuen Befall früh genug, um eingreifen zu können.
Montage: worauf es wirklich ankommt Die Befestigung entscheidet über die Funktion. Der Bimetallstreifen muss dort sitzen, wo er die Sonnenwärme tatsächlich abbekommt – also außen oder unmittelbar am Glas, nicht hinter einem bereits geschlossenen Vorhang. Wird der Sensor im Schatten montiert, reagiert das System zu spät oder gar nicht. Ebenso wichtig ist die Ausrichtung: Zeigt der Streifen nach Norden, während die Sonne von Süden kommt, bleibt die Bewegung aus. Vor der Montage prüfen, zu welcher Tageszeit die stärkste Einstrahlung auf das Fenster trifft und ob der gewählte Platz diese Wärme abbekommt.
Der erste Schritt ist eine Trockenprüfung. Man entfernt den Ablaufrost und den Haarsieb und schaut in den Abfluss. Mit einer Taschenlampe lässt sich erkennen, ob sich direkt am Ablauf ein Pfropfen aus Haaren, Seife und Kalk gebildet hat. Ein solcher Pfropfen staut das Wasser zurück, obwohl das Gefälle völlig in Ordnung ist. Lässt sich der Ablauf mit einer Saugglocke oder einer mechanischen Spirale nicht frei bekommen, ist ein Profi mit Hochdruckreiniger nötig. Erst danach ist eine sinnvolle Gefälleprüfung möglich.
Nach der Korrektur genügt eine jährliche Kontrolle. Ablaufrost abnehmen, Haare entfernen, mit heißem Wasser nachspülen und prüfen, ob das Wasser noch zügig verschwindet. Bleibt es wieder stehen, ist meist nur der Ablauf verstopft. Wer diese Routine einhält, vermeidet teure Sanierungen und hält die Dusche dauerhaft trocken.