Eine Duschabtrennung im Mietbad muss vor allem eines leisten: Sie darf keine bleibenden Schäden hinterlassen. Wer nicht bohren darf oder will, steht vor der Frage, wie sich Spritzwasser zuverlässig eindämmen lässt, ohne die Kaution zu gefährden. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere erprobte Wege, die sich ohne Werkzeug und ohne Eingriff in die Bausubstanz umsetzen lassen. Entscheidend ist, die eigene Duschsituation genau zu erfassen, bevor man etwas kauft.
Ein häufiger Fehler ist das Bohren ohne vorherige Prüfung der Profillage. Trifft der Dübel nur die Luft zwischen zwei Profilen, hält er nicht. Ein weiterer Fehler: zu wenige Befestigungspunkte. Die Schiene wirkt dann instabil und kann sich bei Erwärmung verziehen. Auch das Anziehen der Schrauben mit zu hohem Drehmoment beschädigt die Gipskartonplatte. Schrauben nur so fest anziehen, dass die Schiene satt anliegt, ohne die Oberfläche einzudrücken.
Vertikale Lösungen statt neuer Stellfläc
Die erste und wirksamste Option ist ein Wandklapptisch. Er wird mit zwei stabilen Konsolen an der Wand verschraubt und lässt sich nach der Arbeit herunterklappen. Entscheidend ist die Wahl der Dübel: In einer normalen Gipskartonwand halten gewöhnliche Dübel keinen belasteten Tisch. Hier braucht es geeignete Hohlraumdübel oder besser eine Befestigung in der Massivwand. Wer den Tisch täglich ein- und ausklappt, sollte auf ein Scharniersystem mit Arretierung achten, sonst sackt die Platte mit der Zeit ab. Typischer Fehler: Der Tisch wird so hoch montiert, dass der Stuhl beim Herunterklappen im Weg steht. Mindestens 70 Zentimeter Freiraum unter der Platte einplanen.
Zunächst gilt es, die Duschwanne oder den Bodenablauf zu vermessen. Notieren Sie die Breite der Duschfläche, die Höhe der Fliesenkante und den Abstand zur gegenüberliegenden Wand. Prüfen Sie außerdem, ob die Wände gefliest oder verputzt sind, denn davon hängt ab, welche Befestigung überhaupt hält. Ein häufiger Fehler ist der Kauf einer Standardlösung, die dann zwei Zentimeter zu kurz oder zu breit ist. Messen Sie an mehreren Stellen, weil Wannen und Fliesen selten exakt im Winkel verlaufen.
Vor dem ersten Loch muss klar sein, wie die Decke aufgebaut ist. Bei einer abgehängten Decke mit sichtbaren Tragprofilen lassen sich diese direkt nutzen. Bei einer geschlossenen Beplankung, etwa aus Gipskarton, hilft nur der Blick hinter die Platte oder in vorhandene Revisionsöffnungen. Ein Blick in die Bauunterlagen oder ein kurzes Abtasten mit einem dünnen Draht durch eine Probebohrung zeigt, wo die Profile verlaufen. Wer hier rät, bohrt im schlechtesten Fall nur in die Beplankung und nicht in die Unterkonstruktion.