Ein weiterer typischer Fehler ist die Planung nur nach Quadratmetern. Ein Raum mit 15 Quadratmetern kann ein größeres Sofa vertragen, wenn die Fläche lang und schmal ist. Umgekehrt wirkt ein kleineres Sofa in einem quadratischen Raum mit wenig Wandfläche schnell verloren. Zeichne die Möbel auf Millimeterpapier oder mit Kreppband auf dem Boden auf. So siehst du sofort, ob genug Platz für Beine, Türen und Schubladen bleibt.
Die Verlegung selbst habe ich einem erfahrenen Handwerker überlassen, was richtig war. Trotzdem gab es Probleme mit den Dehnungsfugen an den Wänden. Weil der Raum groß ist, hätten zusätzliche Bewegungsfugen eingeplant werden müssen. Nach dem ersten Sommer zeigten sich an einer Stelle kleine Risse in den Fugen. Ein zweiter Handwerker erklärte mir, dass der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet war. Wer Fliesen verlegt, sollte den Untergrund vorher exakt prüfen lassen – Unebenheiten führen später zu Hohlräumen und Bruchstellen. Auch die Wahl des Klebers ist entscheidend: Ein flexibler Kleber ist bei großen Formaten Pflicht.
In Mietwohnungen ist das Schlafzimmer meist der Raum mit den wenigsten Steckdosen. Wer dort Deckenlicht, Nachttischlampen und Ladegeräte gleichzeitig betreiben will, stößt schnell an Grenzen. Viele Mieter greifen dann zu Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabeln, ohne die Belastbarkeit zu prüfen. Genau hier entstehen die typischen Fehler: überlastete Leitungen, provisorische Kabelquerungen und eine Beleuchtung, die entweder blendet oder zu schwach ist.
Alte Löcher lassen sich mit Holzkitt in Frontfarbe, mit kurzen Holzstäbchen und Leim oder mit passenden Abdeckkappen verschließen. Wichtig ist, dass der Verschluss bündig abschließt und nicht übersteht. Bei Küchen mit sichtbarer Holzmaserung wirkt ein farblich abweichender Kitt sofort als Fehler. Hier besser ein Stäbchen aus demselben Holz verwenden und die Oberfläche nach dem Trocknen leicht anschleifen.
Bevor überhaupt Werkzeug in die Hand genommen wird, sollten alle Fronten abmontiert und nummeriert werden. Beschläge, Griffe und Scharniere kommen separat in eine Kiste, damit später nichts verwechselt wird. Die Türen werden flach auf eine Unterlage gelegt, idealerweise auf Styropor oder dickem Karton, damit die Kanten nicht ausbrechen. Beim Schleifen gilt: Zwischen Korn 120 und Korn 180 wechseln, nicht mit grobem Papier beginnen, wenn nur eine dünne Lackschicht abgetragen werden soll. Furnier braucht besondere Vorsicht, denn ein durchgeschliffener Furnierrand lässt sich nicht mehr kaschieren.
Ein Sofa, das den Raum beherrscht, lässt jede Wohnung kleiner wirken. Bevor du kaufst oder umstellst, miss den Raum an der breitesten und der längsten Stelle aus und notiere beide Werte. Miss außerdem die Wand, an der das Sofa stehen soll, sowie alle Türen, Heizkörper und Fensterbänke, die den Stellplatz einschränken. Erst wenn diese Zahlen auf dem Papier stehen, lässt sich beurteilen, welche Größe überhaupt infrage kommt.
Zuerst sollte geprüft werden, welche Stromkreise im Schlafzimmer vorhanden sind. Ein Blick in den Sicherungskasten zeigt, ob Licht und Steckdosen getrennt abgesichert sind. Wer eine Deckenleuchte nachrüsten will, braucht entweder einen vorhandenen Deckenauslass oder muss auf eine Pendelleuchte mit Kabel zur nächsten Steckdose zurückgreifen. Bei Mietwohnungen ist der Eingriff in die Elektroinstallation ohne Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters nicht erlaubt. Einfacher ist es, mit indirektem Licht zu arbeiten: LED-Leisten hinter dem Bett oder Stehlampen mit warmweißem Licht lösen das Problem ohne Bohren und ohne neue Leitungen.
Zum Schluss geht es um Licht und Farbe, denn beides beeinflusst, wie eng der Raum wahrgenommen wird. Helle, matte Wände und ein Boden in ähnlichem Ton lassen die Grenzen verschwimmen. Vermeide dunkle Möbel vor hellen Wänden, wenn der Raum schmal ist – der Kontrast betont die Tiefe und lässt ihn noch enger erscheinen. Eine Deckenleuchte allein reicht oft nicht; setze zusätzlich eine Wandlampe neben das Bett, damit der Raum abends nicht in einer einzigen harten Lichtzone liegt. Vorhänge sollten bis zum Boden reichen und nicht zu viel Stoff vor dem Fenster bündeln.
Kabelwege richtig planen, statt sie später zu verstecken Viele Mieter verlegen Kabel erst dann, wenn alle Möbel stehen. Besser ist die umgekehrte Reihenfolge: zuerst den Nachttisch positionieren, dann die Leuchte auswählen, erst danach das Kabel führen. Flache Kabelkanäle lassen sich mit Klebepads an der Wand oder am Fußboden befestigen und sind rückstandsfrei entfernbar. Wer Kabel unter dem Teppich verlegt, riskiert Scheuerstellen und Wärmestau. Lose Kabel hinter dem Bett sind dagegen eine Stolperfalle. Ein häufiger Fehler ist außerdem, mehrere Verbraucher über eine einzige Mehrfachsteckdose zu betreiben – vor allem, wenn dort noch ein Heizlüfter oder ein elektrischer Wecker mit Netzteil hängt.
Beim Bohren in Mietwohnungen ist besondere Vorsicht geboten. Vor dem Setzen eines Dübels muss klar sein, wo Leitungen verlaufen. Ein Leitungssuchgerät schafft hier Sicherheit. Für schwere Lampen eignen sich spezielle Hohlraumdübel, für leichte Leisten reichen Klebebefestigungen. Nach dem Auszug müssen Dübellöcher fachgerecht verschlossen werden, sonst drohen Abzüge von der Kaution. Wer sich unsicher ist, sollte lieber auf Steckdosenlösungen setzen und die Decke unangetastet lassen.