Beleuchtung gehört an ein Kopfteil, aber sparsam. Indirektes Licht hinter dem Polster, also ein LED-Band an der Rückseite der Trägerplatte, erzeugt einen weichen Rand und blendet nicht. Leselampen seitlich sollten verstellbar sein und mindestens vierzig Zentimeter über der Matratze sitzen. Kabel immer in Kanälen oder Schlitzen führen, nicht offen über das Polster. Wer die Beleuchtung vergisst, ärgert sich später über provisorische Steckdosenleisten unterm Bett.
Die Aufhängeschiene sitzt selten von allein richtig Die Aufhängeschiene wird waagerecht an der Wand befestigt und nimmt die Schrankaufhänger auf. Sie muss exakt in der Waage sitzen, sonst hängen die Schränke schief und die Türen schließen nicht. Eine Wasserwaage reicht nicht, wenn die Schiene auf einer unebenen Wand aufliegt: Unterlegscheiben oder Distanzstücke gleichen Unebenheiten aus. Die Schiene wird an jedem Befestigungspunkt verschraubt, nicht nur an den Enden. Bei kurzen Schränken kann eine durchgehende Schiene entfallen, dann werden die Aufhänger direkt an der Wand befestigt. Wichtig ist, dass die Schrauben in der Lage sind, das Gewicht der Schränke samt Inhalt zu tragen.
Bevor der Schrank geplant wird, sollte klar sein, was hinein soll. Kleidung, Bettwäsche, Koffer oder saisonale Schuhe brauchen unterschiedliche Höhen. Wer Regalböden fest einplant, verliert Flexibilität. Besser sind verstellbare Böden und eine Kombination aus Schubladen und offenen Fächern. Die Schiebetür läuft auf einer Schiene, die entweder oben oder unten montiert wird. Eine obere Schiene ist bodenfreundlich, eine untere läuft ruhiger. Bei der Nischentiefe gilt: Mindestens 60 Zentimeter für Kleiderbügel, eher mehr, wenn die Tür noch davor gleiten soll. Sonst bleibt zwischen Tür und Inhalt kein Platz zum Greifen.
Vor dem Bohren steht das Aufmaß. Gemessen wird nicht nur die Wandbreite, sondern auch die Höhe der Arbeitsplatte, die Unterkante der geplanten Schränke und der Abstand zu Fensterlaibungen, Steckdosen und Dunstabzug. Ein häufiger Fehler: Es wird nur die Schrankbreite gemessen, aber nicht die lichte Weite zwischen zwei bereits hängenden Schränken. Wer nachrüstet, sollte außerdem prüfen, ob die neuen Türen in geöffnetem Zustand gegen benachbarte Griffe oder Armaturen stoßen. Ein Aufmaß mit Bleistift an der Wand, nicht nur auf dem Zettel, verhindert spätere Überraschungen.
Die Montage beginnt mit dem Zuschnitt der Trägerplatte. Löcher für die Wandbefestigung vor dem Beziehen bohren, sonst beschädigt der Bohrer später den Stoff. Befestigt wird entweder direkt an der Wand mit Dübeln und Schrauben oder am Bettgestell mit Metallwinkeln. Bei Mietwohnungen sind Wandmontagen mit großen Dübeln kritisch; hier ist eine Klemm- oder Stecklösung am Bettrahmen sinnvoller. Ein typischer Fehler ist das Vergessen von Abstandshaltern: Liegt das Kopfteil direkt auf der Wand, schimmelt es bei schlechter Luftzirkulation. Zwei Zentimeter Abstand genügen.
Vor dem endgültigen Anhängen der Schränke werden die Aufhänger an der Schrankrückseite montiert. Die Höhe wird an der Schiene justiert, danach werden die Schränke eingehängt und ausgerichtet. Erst wenn alle Schränke hängen und die Türen sauber schließen, werden die Aufhänger endgültig festgezogen. Wer die Schränke vorher belädt, riskiert, dass die Schiene nachgibt oder die Dübel ausreißen. Nach dem Ausrichten folgt die Verbindung der Schränke untereinander mit Verbindungsschrauben, damit die Zeile stabil bleibt.
Die Höhe wird oft falsch gewählt. Die Oberkante der Platte sollte bei entspannt sitzender Person etwa auf Höhe der Ellenbogen liegen, üblich sind 72 bis 75 Zentimeter. Wer eine fertige Küchenplatte nutzt, kann die Höhe nur über das Untergestell korrigieren. Achtung bei der Dicke: Eine 38-Millimeter-Platte wirkt massiv, schluckt aber Sitzhöhe. Wird die Platte auf ein verstellbares Gestell geschraubt, muss die Schraubenlänge zur Plattenstärke passen; zu lange Schrauben durchstoßen die Oberseite. Vor dem Bohren immer die Positionen der Streben und Kabelkanäle markieren.
Untergestell: was trägt, was wackelt Das Untergestell bestimmt, ob der Tisch ruhig steht oder bei jedem Tastendruck wippt. Zwei Kufen aus Vierkantrohr, verschraubt mit der Platte, sind die stabilste Lösung, kosten aber Stellfläche an den Seiten. Ein Gestell aus zwei seitlichen Wangen aus Multiplex oder Massivholz ist einfacher zu bauen und optisch ruhiger; die Wangen sollten mindestens 60 Zentimeter tief und 15 Millimeter stark sein. Höhenverstellbare Gestelle mit elektrischem Antrieb gibt es in passenden Breiten, doch die Aufnahmeplatten sind oft schmaler als die Küchenplatte – dann muss die Platte überstehen oder zusätzlich unterfüttert werden. Ein häufiger Fehler: Die Platte wird nur an den äußeren Kanten verschraubt, in der Mitte fehlt die Auflage. Bei Spannweiten über 1,60 Meter biegt sich die Platte durch. Abhilfe schafft eine dritte Stütze oder eine durchgehende Traverse.