Bei den Materialien zählt Ruhe statt Vielfalt. Große Fliesen mit wenigen Fugen lassen den Raum größer wirken und sind leichter zu reinigen. Matte Oberflächen am Boden sind rutschhemmender als polierte. Für die Wände eignen sich helle Töne, während eine dunkle Akzentwand Spannung bringt. Wer auf Naturstein setzt, sollte ihn regelmäßig imprägnieren. Kalkflecken auf glänzenden Armaturen sind ein häufiges Ärgernis, deshalb lohnt sich eine Abziehklinge nach dem Duschen.
Wer in einer Wohnung mit veralteter Elektroinstallation lebt, kennt das Problem: Einzelne Leitungen liegen offen an der Wand, Lautsprecherkabel queren den Flur, oder ein neuer Anschluss für die Wandlampe fehlt. Sockelleisten mit integriertem Kabelkanal lassen sich nachträglich montieren, ohne die Wände aufzustemmen. Entscheidend ist weniger das Produkt als die vorherige Planung und eine saubere Verarbeitung an Ecken, Türen und Übergängen.

Arbeite vom festen Bezugspunkt aus, meist einer Raumecke oder einer Türzarge. Miss jede Wand einzeln, denn selten sind gegenüberliegende Wände exakt parallel. Schneide die Leisten mit einer Gehrungssäge oder einer feinen Handsäge; bei sichtbarem Kunststoff lohnen sich scharfe Blätter, sonst franst die Schnittkante aus. Für Innenecken gibt es fertige Verbindungsstücke, für Außenecken ebenfalls. Wer Gehrungen selbst schneidet, sollte an einem Reststück üben – 45 Grad klingen einfach, sitzen aber selten auf Anhieb.
Bevor die erste Leuchte gekauft wird, steht die Aufteilung der Fläche. Eine Terrasse hat meist drei funktionale Bereiche: den Essplatz, den Sitzbereich und den Weg zur Tür oder in den Garten. Jeder Bereich braucht eine eigene Lichtqualität. Über dem Tisch ist helles, gerichtetes Licht sinnvoll, damit Essen und Gespräche funktionieren. Die Sitzecke verträgt warmes, indirektes Licht aus niedriger Höhe. Wege brauchen Orientierung, keine Ausleuchtung. Wer alle drei Zonen mit derselben Leuchte bedient, bekommt entweder Blendung am Tisch oder ein zu dunkles Eck. Ein einfacher Grundriss mit eingezeichneten Zonen verhindert diesen Fehler, bevor die erste Bohrung sitzt.
Ein Bad von vier bis sechs Quadratmetern wirkt schnell vollgestellt. Wer bodengleiche Dusche, Stauraum und gutes Licht unter einen Hut bringen will, muss zuerst die Fläche prüfen. Messen Sie Wand zu Wand und ziehen Sie Fliesenstärke sowie Putz ab. Entscheidend ist die Position der Abflussleitung: Eine bodengleiche Dusche braucht ein Gefälle von etwa zwei Prozent zum Ablauf. Liegt der Abfluss ungünstig, ist ein flacher Duschkanal mit geringer Aufbauhöhe oft die einzige Lösung ohne den Estrich komplett zu öffnen.
Für die Sicherheit gilt: Nach dem Austausch muss der Kasten berührungssicher sein, also mit einer Abdeckung versehen, die nur mit Werkzeug zu öffnen ist. Die Hauptsicherungen müssen den Nennstrom der Zuleitung absichern. Ein Überspannungsschutz ist nicht überall Pflicht, aber dringend zu empfehlen, wenn empfindliche Geräte im Haus betrieben werden. Wer den Kasten erneuern lässt, sollte außerdem prüfen lassen, ob der Potentialausgleich im Haus vollständig ist. Fehlt er, kann der Netzbetreiber den Anschluss trotz neuem Kasten nicht abnehmen. Die Kosten trägt der Eigentümer, da der Kasten zur Hausinstallation gehört und nicht zum Versorgungsnetz.
Die eigentliche Montage verläuft in drei Schritten. Zuerst werden die Halterungen oder der Kanalboden im Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern angeschraubt, an Ecken und Stoßstellen enger. Dann legst du die Kabel ein, ohne sie zu quetschen, und achtest auf ausreichende Biegeradien. Erst danach rastest du die Abdeckung auf. Typische Fehler sind zu straff gezogene Kabel, die an der Innenseite der Abdeckung scheuern, und vergessene Dehnungsfugen bei langen Leistenstücken – bei Temperaturschwankungen arbeiten Kunststoffprofile, und starrer Einbau führt zu Rissen.
Wandbeschaffenheit entscheidet über die Befestigung Nicht jede Wand nimmt jede Leiste auf. Auf Beton und festem Mauerwerk halten Schrauben und Dübel zuverlässig, auf Trockenbau sind geeignete Hohlraumdübel nötig, und auf Putz mit unebener Oberfläche liegt die Leiste schnell hohl an. Prüfe die Ebenheit mit einer langen Wasserwaage, bevor du das erste Stück zuschneidest. Ein häufiger Fehler: Die Leiste wird direkt an der Wand verklebt, ohne die Unebenheiten auszugleichen. Später klaffen Fugen, und Staub sammelt sich in den Spalten.
Vor dem Kauf steht die Bestandsaufnahme. Zähle alle Kabel, die künftig in der Leiste verlaufen sollen, und miss den tatsächlichen Querschnitt des dicksten Strangs – nicht nur den Leiterquerschnitt. Ein Netzwerkkabel mit Stecker braucht deutlich mehr Platz als ein zweiadriges Lautsprecherkabel. Plane Reserven ein: Wer später ein weiteres Kabel ergänzt, ärgert sich über eine zu schmale Leiste. Prüfe außerdem, ob die Leitungen spannungsführend sind. Arbeiten an der festen Installation darf nur eine Elektrofachkraft ausführen; das reine Einlegen bereits verlegter Niedervoltleitungen ist dagegen unkritisch.