Bei bestätigtem, aktivem Befall gibt es mehrere Wege. Das Erhitzen der betroffenen Bereiche mit Heißluft tötet Larven und Eier ab, ohne Chemie. Voraussetzung ist, dass die Temperatur im Holzinneren ausreichend hoch und lange genug gehalten wird – ein kurzes Darüberstreichen mit dem Heißluftföhn reicht nicht. Alternativ lassen sich zugelassene Präparate einsetzen, die tief in die Gänge eindringen. Wichtig ist, dass sie nur dort angewendet werden, wo ein aktiver Befall nachgewiesen wurde. Eine flächige Behandlung des ganzen Dachstuhls auf Verdacht hin ist meist unnötig und belastet die Raumluft.
Genehmigung und Anmeldung: was vor der Montage geklärt sein muss Jeder Kaminofen muss vor der Inbetriebnahme beim zuständigen Bezirksschornsteinfeger gemeldet werden. Dieser prüft den Aufstellraum, den Schornstein und die Verbrennungsluftversorgung. In dichten Gebäuden mit neuen Fenstern reicht der natürliche Luftwechsel oft nicht aus. Dann ist entweder ein Außenluftanschluss nötig oder ein Fensterkontaktschalter, der den Ofen abschaltet, wenn gelüftet wird. Wer einen raumluftabhängigen Ofen ohne diese Sicherung einbaut, riskiert nicht nur die Abnahme, sondern auch Kohlenmonoxid im Wohnraum. Bei Öfen mit Leistung über der Grenze der jeweiligen Landesbauordnung kann zusätzlich eine Baugenehmigung oder eine Ausnahme nötig sein.
Die Traglast wird nicht nur vom Dübel bestimmt, sondern vom schwächsten Glied. Ein Dübel, der im Test 30 Kilogramm hält, trägt in einer porösen Wand deutlich weniger. Deshalb gilt: immer den ungünstigsten Fall annehmen und Sicherheitsreserven einplanen. Ein Vorhang wiegt selten viel, aber ein schwerer Faltenvorhang mit verdicktem Stoff bringt schnell mehrere Kilogramm auf die Stange – plus Zug beim Öffnen und Schließen. Wer die Stange zusätzlich als Sichtschutz oder Raumteiler nutzt, sollte die Träger großzügig dimensionieren.
Dimmung ist der Punkt, an dem viele Nachrüstungen scheitern. Nicht jedes Leuchtmittel ist dimmbar, und nicht jeder Dimmer passt zum verbauten Trafo oder Netzteil. Wichtig ist die Kompatibilität: Ein Phasenabschnittdimmer arbeitet mit anderen Leuchtmitteln als ein Phasenanschnittdimmer. Bei LED-Strahlern muss die Mindestlast des Dimmers eingehalten werden, sonst flackert das Licht oder schaltet gar nicht. Wer mehrere Schienen an einen Dimmer hängt, sollte die Gesamtleistung addieren und mit der Dimmerangabe abgleichen. Ein zentraler Dimmer an der Wand ist praktischer als mehrere Einzeldimmer, weil er die Bedienung vereinfacht.
Planung der Lichtpunkte und der Schienenführung Vor dem Bohren steht die Lichtplanung. Zwei bis drei Strahler pro Meter Schiene sind ein realistischer Richtwert, wenn indirektes Licht und Akzentbeleuchtung kombiniert werden. Der Abstand zur Wand sollte mindestens dreißig Zentimeter betragen, damit das Licht nicht als harte Kante an der Wand endet. Wer Spotlights auf Bilder oder Regale richtet, plant den Strahlwinkel ein: Ein enger Winkel erzeugt starke Kontraste, ein breiter Winkel gleichmäßige Ausleuchtung. Typische Fehler sind zu wenige Stromabgänge und zu kurze Schienen – nachträgliches Verlängern ist oft teurer als gleich großzügig zu planen.
Die Montage selbst ist kein Fall für improvisierte Bastelei. Der Boden unter dem Ofen braucht einen nicht brennbaren Untergrund, meist eine Glas- oder Stahlplatte, deren Größe sich nach Strahlungsbereich und Landesfeuerwehrverordnung richtet. Zu den brennbaren Wänden und Möbeln sind Mindestabstände einzuhalten, die in der Montageanleitung und in der Typenprüfung stehen. Das Abgasrohr wird mit Gefälle zum Schornstein verlegt und an jeder Steckverbindung mit Dichtband oder Ofenkitt abgedichtet. Ein häufiger Fehler: das Rohr wird waagerecht geführt, die Abgase kühlen aus, und der Ofen qualmt beim Anheizen.
Vor dem ersten Anheizen wird der Schornsteinfeger zur Abnahme gerufen. Er misst den Förderdruck und prüft, ob der Schornstein trocken und dicht ist. Erst danach darf der Ofen dauerhaft betrieben werden. Wer den Ofen ohne Abnahme nutzt, verliert im Schadensfall den Versicherungsschutz. Für den Betrieb gilt außerdem: nur trockenes, naturbelassenes Holz verwenden, keine Kohle oder Abfälle, und die Luftzufuhr nicht dauerhaft drosseln. Ein Kaminofen im Bestand funktioniert zuverlässig, wenn Schornstein, Luftversorgung und Aufstellung vor dem Kauf geklärt sind und nicht danach.
Für den Anschluss an einen bestehenden Schornstein gibt es drei Wege. Erstens: der Schacht ist mehrfach belegt, aber ein Zug ist frei und für feste Brennstoffe geeignet. Zweitens: der Schacht wird mit einem flexiblen Edelstahlrohr saniert, wenn der Querschnitt zu groß oder die Wand undicht ist. Drittens: ein neuer Außenschornstein, wenn kein geeigneter Schacht existiert. Ein zu großer Querschnitt ist der häufigste Fehler. Ein Ofen mit zu kleinem Zuganschluss an einen weiten Schacht kühlt die Abgase aus, der Auftrieb bricht zusammen, und der Schornstein verrußt. Ein Sanierungsrohr mit passendem Durchmesser löst dieses Problem meist günstiger als ein neuer Schornstein.