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Vor dem Einsetzen des Gewebes den Rahmen trocken in den Falz drücken und prüfen, ob er an allen vier Seiten satt anliegt. Erst dann das Fliegengitter zuschneiden, mit etwa zwei Zentimetern Zugabe pro Seite. Das Gewebe wird mit einem Kederprofil in die Nut des Rahmens gedrückt, entweder mit einem passenden Rollwerkzeug oder mit einem stumpfen Schraubendreher. Dabei gleichmäßig von einer Ecke zur gegenüberliegenden arbeiten, damit keine Falten entstehen. Ein zu straff gezogenes Gewebe verzieht den Rahmen, ein zu lockeres schlabbert im Wind.

Nach dem Trocknen der Abdichtung folgt das Fliesen. Im Nassbereich sind Fliesen mit niedriger Wasseraufnahme sinnvoll, also Feinsteinzeug statt poröser Keramik. Der Kleber wird als Dünnbettmörtel mit einer Zahnkelle aufgetragen, die Fliesen werden vollflächig eingedrückt, nicht nur punktuell. Eine offene Fuge zwischen Fliese und Wanne oder Bodenablauf wird mit Silikon verschlossen, nicht mit Fugenmörtel, weil sich dort Bewegungen ergeben. Ein typischer Fehler ist das Fliesen über eine noch feuchte Abdichtung; die Haftung leidet, und Feuchtigkeit schließt sich ein.

Massivwände aus Beton, Kalksandstein oder Vollziegel nehmen einen normalen Spreizdübel zuverlässig auf. Bei Gipskarton oder Gipsfaserplatten trägt nur ein Hohlraumdübel mit ausreichender Lastaufnahme, sofern eine tragende Unterkonstruktion dahinter liegt. Ist die Wand eine Vorsatzschale aus Holz oder Metall, muss der Schutz an der Unterkonstruktion verankert werden, nicht in der Beplankung. Auf gar keinen Fall reicht ein gewöhnlicher Dübel in einer Hohlwand, auch wenn er sich fest anfühlt.

Die richtige Montage: Untergrund, Abstand, Ausrichtu

Beginne mit dem Aufmaß an der engsten Stelle, nicht an der breitesten. Wände sind selten parallel, Böden selten waagerecht. Miss die Höhe an beiden Seiten und in der Mitte, dazu die Breite oben, unten und in der Mitte. Notiere die kleinste Zahl, denn danach richtet sich die Konstruktion. Eine Blende aus demselben Material kaschiert später die Fugen. Wer stattdessen nach dem größten Maß baut, klemmt das System ein oder bekommt sichtbare Spalten, die sich nicht mehr kaschieren lassen.

Griff, Folie und Sensor: die drei unterschätzten Ebenen Der Griff ist die zweite Ebene. Ein normaler Standardgriff lässt sich von außen oft mit einem einfachen Werkzeug drehen, wenn keine Sperre vorhanden ist. Nachrüstbare Griffe mit Zylinderschloss oder abschließbare Zusatzsicherungen verhindern genau das. Beim Einbau darauf achten, dass die Vierkantstange zum vorhandenen Schloss passt — zu kurze oder zu lange Stangen führen dazu, dass der Griff nicht sauber schließt. Ein häufiger Fehler ist, den Griff nur optisch zu tauschen, ohne die Schließmechanik zu prüfen.

Beim Einsetzen in den Falz den Rahmen leicht anheben und in die obere Kante einrasten lassen, dann nach unten drücken. Sitzt er zu stramm, nicht mit Gewalt nachhelfen – besser die Dichtung dünner wählen oder den Rahmen an der engsten Stelle um einen Millimeter kürzen. Sitzt er zu locker, helfen nachträglich angebrachte selbstklebende Dichtungsstreifen auf der Profilaußenseite. Wer diese Reihenfolge einhält und die Messung dreifach kontrolliert, hat ein Gitter, das ohne Nachjustieren dicht bleibt.

Gemessen wird nicht am Fensterrahmen außen, sondern an der lichten Öffnung des Fensterfalzes. Dafür den Fensterflügel öffnen und mit einem stabilen Maßband drei Werte an der Breite abnehmen: oben, in der Mitte und unten. Dasselbe bei der Höhe links, mittig und rechts. Die kleinste dieser Messungen ist die verbindliche. Ein häufiger Fehler ist das Messen bei geschlossenem Flügel – dabei wird der Falz verdeckt, und der Rahmen wird später zu groß.

Die Folie auf der Scheibe wird oft überschätzt. Eine einfache Splitterschutzfolie hält lediglich Glassplitter zusammen, sie verhindert kein Eindringen. Wer wirklich Schutz will, braucht eine einbruchhemmende Folie, die auf der Innenseite der Scheibe verklebt wird. Entscheidend ist die Verarbeitung: Die Folie muss blasenfrei und vollflächig aufliegen, sonst kann sie an den Rändern abgezogen werden. Vorher die Scheibe gründlich reinigen und entfetten, sonst hält der Kleber nicht dauerhaft. Die Folie ersetzt keinen Pilzkopfzapfen, sie ergänzt ihn nur.

Die Profile werden auf die gemessenen Innenmaße zugeschnitten, typischerweise mit einer feinen Metallsäge. Nach dem Schnitt die Kanten entgraten, sonst beschädigt man beim Zusammenschieben die Dichtung. Die Eckverbinder aus Kunststoff werden in die Längsprofile gesteckt, danach die Querprofile aufgeschoben. Wer die Verbinder zu fest einschlägt, verbiegt das Profil – das führt zu Spalten an den Ecken. Ein Gummihammer mit leichtem Schlag reicht.

Wo die Spannrahmen tatsächlich greifen Der Spannrahmen besteht aus vier Aluminiumprofilen, die über Eckverbinder zusammengesteckt werden. Im Profil sitzt eine Gummilippe oder ein Bürstendichtung, die sich an den Falz anpresst. Damit diese Dichtung greift, braucht sie rundum gleichmäßigen Anlagefläche. Ist der Falz verputzt, gestrichen oder uneben, hält der Rahmen schlechter. In solchen Fällen empfiehlt sich, die Auflagefläche vorher mit einem Schleifpad zu glätten. Keinesfalls darf der Rahmen auf Silikonfugen oder abgeplatzten Farbresten aufliegen.
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