Für die Montage eignen sich zwei Grundtypen: flache Leisten, die direkt auf die Decke geklebt oder geschraubt werden, und U- oder L-förmige Profile, die Kanten und Übergänge fassen. Bei Massivholz ist zu bedenken, dass es arbeitet. Wird es starr zwischen zwei Wänden eingeklemmt, entstehen mit der Zeit Risse oder die Leiste löst sich. Lass an beiden Enden wenige Millimeter Luft und verdecke sie mit einer Blende. Bei dünnen Furnier- oder Kunststoffprofilen spielt das kaum eine Rolle, dafür sind sie empfindlicher gegen Punktbelastung.
Für die Beleuchtung in der Nische sind Leuchten mit der passenden Schutzart entscheidend. Im Spritzwasserbereich der Dusche wird mindestens IPX4 verlangt, bei direkter Strahlbelastung mehr. LED-Profile lassen sich in eine Nische in der Wand oder unter einem Sims einbauen, wenn die Zuleitung vor dem Fliesenlegen liegt. Lichtfarbe um 3000 Kelvin wirkt warm, höhere Werte wirken technisch. Wichtig: Die Leuchte darf nicht im Bereich der Wasserstrahlbelastung montiert werden, wenn sie nicht dafür geprüft ist.
Licht ist in einem schmalen Flur kein Detail, sondern die Grundlage für Ordnung. Dunkle Ecken werden zu Ablageflächen, weil niemand dort sauber ablegt. Drei Maßnahmen helfen: eine Lichtquelle an der Decke, die den gesamten Gang ausleuchtet, zusätzlich ein schmaler Wandstrahler über der Ablagefläche und, wenn möglich, eine indirekte Beleuchtung unter den Fächern. Spiegel sind ein zweites Werkzeug. Ein großer Spiegel an der Stirnseite verdoppelt optisch die Breite und macht den Flur heller. Wichtig: Den Spiegel nicht gegenüber einer Tür anbringen, die ständig geöffnet wird, sonst entsteht der Eindruck, jemand käme entgegen.
VESA, Halterung und Kabelwege vor der Montage klären Die VESA-Norm beschreibt den Abstand der vier Gewindelöcher auf der Rückseite des Geräts, üblich sind 200×200, 300×300 oder 400×400 Millimeter. Dieser Wert muss exakt zur Halterung passen, sonst lässt sich der Fernseher nicht anschrauben. Zusätzlich zählt das Gewicht: Eine Wandhalterung trägt nur eine bestimmte Last, und Schrauben dürfen nicht zu lang sein, weil sie sonst innen das Gehäuse beschädigen. Bei schwenkbaren Armen verlängert sich der Hebel deutlich, weshalb die Wand dann stärker belastet wird als bei einer starren Halterung.
Aufmaß und Zuschnitt: Millimeter entscheiden Gemessen wird an drei Punkten je Wandseite, nicht einmal in der Mitte. Küchenwände stehen selten im Winkel, deshalb zählt das kleinste Maß. Bei Platten zwischen zwei Wänden bleibt an beiden Seiten eine Fuge, die mit Silikon oder einer Abschlussleiste geschlossen wird. Für Ausschnitte werden die Geräte ausgebaut, nicht nur ihre Außenkanten abgenommen. Spülenausschnitte brauchen zusätzlich Platz für die Befestigungsklammern, Kochfelder eine Hinterlüftung, sofern der Hersteller sie vorschreibt.
Die richtige Montage: Untergrund, Abstand, Ausrichtu
Beim Zuschnitt gilt: Schnittkanten zuerst markieren, dann prüfen, auf welcher Seite die Sichtkante liegt. Schichtstoff neigt zum Ausreißen, wenn das Sägeblatt falsch herum läuft oder die Platte ohne Abklebeband geschnitten wird. Kreissäge oder Stichsäge arbeiten mit feinem, scharfem Blatt und möglichst geringem Vorschub. Ausschnitte für runde Bohrungen werden mit einem passenden Aufsatz geführt, damit die Deckschicht nicht ausfranst. Nach jedem Schnitt sofort entgraten und die offenen Kanten versiegeln.
Vor der Montage werden Unterschränke ausgerichtet, sonst verzieht sich die Platte und liegt nur punktuell auf. Auf jeder Auflagefläche gehören Distanz- oder Dichtstreifen, damit Feuchtigkeit nicht zwischen Platte und Korpus steht. Bei mehrteiligen Platten wird die Verbindung mit einem passenden Profil gesetzt, nicht stumpf gestoßen. Wandanschlüsse erhalten eine dauerelastische Fuge, keine starre Silikonschicht über die gesamte Länge. Schrauben nur mit Gefühl anziehen, denn zu viel Druck bricht bei dünnen Platten die Trägerkante.
Der Ton ist der am häufigsten unterschätzte Punkt. Flache Geräte klingen nach unten oder hinten abgestrahlt dünn, und eine Wand direkt hinter dem Fernseher verstärkt dieses Problem. Wer keinen Platz für Standlautsprecher hat, plant eine Soundbar unterhalb des Bildes oder integriert die Technik in ein Lowboard. Wichtig ist, dass die Lautsprecher nicht direkt an der Wand kleben und dass Kabel für den Ton genauso sauber geführt werden wie die Bildsignale. Ein kurzer Test mit einem Musikstück vor der endgültigen Montage zeigt, ob der Klang im Raum überhaupt trägt.
Die Wand, an der der Fernseher hängen soll, bestimmt den gesamten Aufbau. Tragende Wände aus Beton oder Kalksandstein halten praktisch jedes Gerät, sofern die Dübel zum Untergrund passen. Bei Trockenbauwänden mit einfacher Beplankung zählt jedes Kilogramm: Hier müssen spezielle Hohlraumdübel oder eine Traverse über mehrere Ständerprofile verteilt werden. Ein häufiger Fehler ist, einfach dort zu bohren, wo es optisch am besten aussieht, ohne den Wandaufbau zu prüfen. Wer unsicher ist, klopft die Wand ab oder nutzt einen Leitungssucher, um Ständer, Metallprofile und Stromleitungen zu finden.