Zum Schluss bleibt die Kontrolle: Wasserwaage an die Seitenwangen, Lichtspalt an den Türen prüfen, Schubladen mehrfach öffnen und schließen. Kleine Abweichungen lassen sich mit Verstellfüßen oder Exzenterverbindern ausgleichen, große nicht. Wer die Schräge vor dem Bau als Linie auf einem Brett aufzeichnet und diese Linie an die Wand hält, erkennt Fehler, bevor gesägt wird. Das Aufmaß ist die halbe Arbeit – der Rest ist Handwerk.
Die Wahl zwischen Infrarot und finnischer Sauna hängt also weniger vom Geschmack ab als von den baulichen Möglichkeiten. Wer wenig Platz, schwache Elektrik und keine Lüftung hat, fährt mit einer Infrarotkabine meist besser. Wer echte Saunatemperaturen will, muss in Dämmung, Stromkreis und Luftführung investieren. Beides lässt sich im Bad wie im Keller umsetzen, wenn die technischen Voraussetzungen vor dem Kauf geklärt werden.
Für die Montage braucht es eine Unterkonstruktion aus Latten, nicht das direkte Ankleben der Bretter. Die Latten werden im Abstand von etwa vierzig bis fünfzig Zentimetern senkrecht zur Brettrichtung angebracht. Waagerechte Bretter verlangen also senkrechte Latten und umgekehrt. Mit einer Wasserwaage ausrichten, sonst wandert die Fuge optisch nach oben weg. Dübel und Schrauben passend zum Untergrund wählen; in Hohlziegel halten nur zugelassene Dübel. Zwischen Latte und Wand kleine Distanzstücke setzen, damit Luft zirkulieren kann.
Elektrik und Lüftung richtig planen Die elektrische Seite ist der häufigste Fehler. Ein finnischer Saunaofen mit mehreren Kilowatt braucht einen eigenen Stromkreis mit passendem Querschnitt und einen FI-Schutzschalter. Wer den Ofen an eine bestehende Leitung anschließt, riskiert Überhitzung und im schlimmsten Fall einen Brand. Für Infrarotstrahler genügt oft eine normale Zuleitung, doch auch hier muss die Gesamtlast der Kabine geprüft werden. Der Anschluss gehört in die Hände einer Elektrofachkraft; die Arbeiten selbst auszuführen ist nur erlaubt, wenn die entsprechende Qualifikation vorliegt.
Die Halterung gehört immer auf die Seite der Welle, an der der Gurt aufgewickelt ist, also in Richtung des Gurtwicklers. Wird sie auf der gegenüberliegenden Seite angesetzt, kann die Welle trotzdem durchrutschen, weil die Kraft über die gesamte Länge wirkt. Beim Anziehen der Klemmhalterung nur so viel Druck aufbauen, dass die Welle sich nicht mehr dreht – zu starkes Anziehen hinterlässt Riefen auf der Welle und kann bei Kunststoffwellen zum Bruch führen. Nach dem Fixieren den alten Gurt aus dem Wickelrad ziehen und die Reste aus der Gurtführung entfernen.
Typische Fehler wiederholen sich: zu kleine Kabinen mit zu starkem Ofen, fehlende Dämmung gegen kalte Wände, verlegte Kabel ohne Leerrohr und eine Lüftung, die erst nach dem Saunagang eingeschaltet wird. Wer die Sauna direkt an eine Außenwand mit schlechter Dämmung setzt, bekommt Kondensat hinter der Verkleidung. Besser ist ein Abstand zur Wand und eine Hinterlüftung. Auch die Tür sollte nach außen öffnen und aus Glas bestehen, damit die Wärme nicht in den Nebenraum zieht.
Vor dem Einsetzen des Gewebes den Rahmen trocken in den Falz drücken und prüfen, ob er an allen vier Seiten satt anliegt. Erst dann das Fliegengitter zuschneiden, mit etwa zwei Zentimetern Zugabe pro Seite. Das Gewebe wird mit einem Kederprofil in die Nut des Rahmens gedrückt, entweder mit einem passenden Rollwerkzeug oder mit einem stumpfen Schraubendreher. Dabei gleichmäßig von einer Ecke zur gegenüberliegenden arbeiten, damit keine Falten entstehen. Ein zu straff gezogenes Gewebe verzieht den Rahmen, ein zu lockeres schlabbert im Wind.
Schrägen sind selten rechtwinklig zur Seitenwand. Ein Korpus, der exakt an der Rückwand anliegt, kann vorne um mehrere Zentimeter aus dem Winkel laufen. Wer das ignoriert, bekommt Türen, die nicht schließen, oder Schubladen, die klemmen. Prüfen Sie deshalb auch den Winkel zwischen Rückwand und Seitenwand. Bei ausgebauten Dachgeschossen ist der Boden oft nicht waagerecht, sondern fällt leicht ab. Legen Sie eine lange Richtlatte auf den Boden und messen Sie die Abweichung zur Horizontalen. Diese Werte gehören auf die Skizze, nicht in den Kopf.
Die Profile werden auf die gemessenen Innenmaße zugeschnitten, typischerweise mit einer feinen Metallsäge. Nach dem Schnitt die Kanten entgraten, sonst beschädigt man beim Zusammenschieben die Dichtung. Die Eckverbinder aus Kunststoff werden in die Längsprofile gesteckt, danach die Querprofile aufgeschoben. Wer die Verbinder zu fest einschlägt, verbiegt das Profil – das führt zu Spalten an den Ecken. Ein Gummihammer mit leichtem Schlag reicht.
Wo die Spannrahmen tatsächlich greifen Der Spannrahmen besteht aus vier Aluminiumprofilen, die über Eckverbinder zusammengesteckt werden. Im Profil sitzt eine Gummilippe oder ein Bürstendichtung, die sich an den Falz anpresst. Damit diese Dichtung greift, braucht sie rundum gleichmäßigen Anlagefläche. Ist der Falz verputzt, gestrichen oder uneben, hält der Rahmen schlechter. In solchen Fällen empfiehlt sich, die Auflagefläche vorher mit einem Schleifpad zu glätten. Keinesfalls darf der Rahmen auf Silikonfugen oder abgeplatzten Farbresten aufliegen.