PVC und Laminat gehören nicht in einen unbeheizten Wintergarten. Beide quellen oder verspröden, wenn die Temperatur stark schwankt, und beide vertragen stehende Feuchtigkeit nicht. Gummi- und Kunststoffplatten sind nur dann eine Option, wenn sie ausdrücklich für den Außenbereich und für Frost zugelassen sind. Diese Angabe steht im technischen Datenblatt, nicht auf der Verpackung.
Ein Trockner braucht entweder einen Abluftschlauch nach außen oder arbeitet als Kondens- beziehungsweise Wärmepumpengerät, das Wasser sammelt oder direkt ableitet. Wird die Abluft einfach in den Raum geleitet, steigt die Luftfeuchtigkeit stark, und Schimmel droht an kalten Außenwänden. Bei Kondensgeräten muss der Wasserbehälter regelmäßig geleert oder ein Ablaufschlauch verlegt werden. Wasseranschlüsse sollten mit absperrbaren Ventilen versehen sein, damit bei einem Defekt nicht die ganze Wohnung abgestellt werden muss. Steckdosen gehören nicht direkt hinter die Geräte, sondern seitlich, sonst lässt sich der Stecker im Notfall kaum ziehen.
Stauraum entsteht nicht durch Regale, sondern durch Nischen. Die Vorwandinstallation lässt sich nutzen: Eine geflieste Nische über dem WC, 20 bis 30 cm tief, nimmt Toilettenpapier, Bürste und Reinigungsmittel auf. Wer die Nische in die Wand einbaut, statt ein Regal davorzustellen, gewinnt Bewegungsfläche. Ein schmaler Unterschrank unter dem Waschbecken mit 30 cm Tiefe reicht für Ersatzrollen und Handtücher. Ein Hängeschrank über der Tür ist eine unterschätzte Option: Dort stört er nicht und nutzt die Höhe bis zur Decke. Vermeiden Sie offene Regale in Kopfhöhe über dem WC, denn dort stößt man beim Aufstehen an.
Im Winter sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen oft auf Werte zwischen 30 und 40 Prozent. Das ist zunächst kein Problem, denn kalte Außenluft kann nur wenig Feuchtigkeit speichern. Wird sie erwärmt, sinkt die relative Feuchte weiter – pro Grad Erwärmung etwa um fünf Prozentpunkte. Erst ab etwa 40 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit beginnen Schleimhäute auszutrocknen, ab 30 Prozent steigt die Anfälligkeit für Reizhusten, trockene Augen und Infekte. Ein Luftbefeuchter kann also sinnvoll sein, wenn die Werte dauerhaft darunter liegen. Ob er nötig ist, lässt sich mit einem einfachen Hygrometer für wenige Euro feststellen – messen statt raten.
Wie ein Luftbefeuchter richtig eingesetzt wird Wer sich für ein Gerät entscheidet, sollte auf die Technik achten. Verdunster arbeiten mit einem Ventilator, der Luft über feuchte Matten saugt. Sie können nicht überfeuchten, sind aber wartungsintensiver, weil die Matten regelmäßig getauscht oder gereinigt werden müssen. Ultraschallgeräte vernebeln Wasser mit hoher Frequenz. Sie sind leise, können aber bei kalkhaltigem Wasser weiße Staubablagerungen auf Möbeln hinterlassen. Dampfbefeuchter erhitzen Wasser und geben sterilen Dampf ab – sie verbrauchen mehr Strom, sind aber hygienisch unproblematisch. Für Allergiker ist ein Verdunster meist die sicherste Wahl, weil keine Aerosole freigesetzt werden.
Die Zielwerte liegen zwischen 40 und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Wer dauerhaft über 60 Prozent kommt, riskiert Schimmelbildung an kalten Außenwänden. Deshalb gehört ein Hygrometer zur Grundausstattung, nicht nur ein Gerät. Stellen Sie den Befeuchter nicht direkt neben die Heizung oder in eine Ecke. Die Luft muss zirkulieren können, sonst entsteht ein Feuchtigkeitsnest. Ein Abstand von mindestens einem Meter zur Wand und zu Möbeln ist sinnvoll. Bei Fußbodenheizung sollte das Gerät erhöht stehen, damit der Nebel nicht sofort am Boden kondensiert.
Zugluft entsteht selten durch das Glas. In den meisten Fällen liegt es an der Dichtung zwischen Fensterflügel und Rahmen, an defekten Beschlägen oder an einem Rahmen, der sich verzogen hat. Bevor Sie Geld in neue Fenster stecken, lohnt sich eine genaue Prüfung der Dichtungen. Ein einfacher Test: Halten Sie eine Kerze oder ein Stück Seidenpapier an den geschlossenen Fensterrand und gehen Sie die gesamte Fuge ab. Flackert die Flamme oder bewegt sich das Papier, sitzt dort eine undichte Stelle. Wiederholen Sie das bei verschiedenen Außentemperaturen, denn manche Dichtungen schließen nur bei Kälte schlecht.
Vor der Materialwahl steht der Untergrund. Alte Bänke aus Kunststoff oder Holz lassen sich oft entfernen, ohne die Laibung zu beschädigen. Sitzt die alte Bank auf Mörtel oder Kleber, arbeiten Sie mit einem Multitool und stemmen die Reste vorsichtig ab. Der Untergrund muss trocken, tragfähig und staubfrei sein. Feuchte Wände sind ein häufiger Grund, warum eine neue Bank später aufquillt oder sich ablöst. Messen Sie die Feuchtigkeit mit einem geeigneten Gerät, bevor Sie kleben oder dübeln.
Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der Reinigung. Im Wassertank bilden sich nach wenigen Tagen Biofilme aus Bakterien und Schimmel. Diese werden mit dem Nebel in die Raumluft abgegeben und können Atemwegsbeschwerden verstärken. Leeren Sie den Tank täglich, spülen Sie ihn mit heißem Wasser aus und trocknen Sie ihn ab. Einmal pro Woche sollte eine gründliche Reinigung mit Essigessenz oder einem geeigneten Reiniger erfolgen. Verwenden Sie möglichst destilliertes oder abgekochtes Wasser, besonders bei Ultraschallgeräten. Wechseln Sie Filter und Matten nach Herstellerangabe, nicht erst, wenn sie sichtbar verschmutzt sind.