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Die Oberfläche erhält einen mineralischen Oberputz mit Gewebeeinlage, anschließend eine diffusionsoffene Silikat- oder Kalkfarbe. Zu dicke Putzschichten reißen; zu dünne decken die Armierung nicht ab. Nach der Montage braucht die Wand Zeit zum Trocknen. In dieser Phase darf nicht geheizt werden wie im Winterurlaub, aber auch nicht dauerhaft gelüftet werden — stoßweise Lüftung mit Hygrometerkontrolle ist sinnvoller. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt eine Innendämmung, die Feuchtigkeit führt statt staut.

Vor dem endgültigen Anbringen sollte die Wand mit einem Probelauf getestet werden. Dazu wird die Montageschiene oder das Sideboard zunächst nur an zwei Punkten fixiert und vorsichtig nach unten belastet. Zeigt sich eine Bewegung oder knirscht es, sitzt die Befestigung nicht im tragenden Untergrund. Erst wenn alles fest sitzt, werden die restlichen Schrauben gesetzt. Nach dem Aufhängen empfiehlt es sich, die Beladung langsam zu steigern und schwere Gegenstände möglichst nah an der Wand und über den Befestigungspunkten zu platzieren. So bleibt ein schwebendes Sideboard dauerhaft sicher, ohne die Gipskartonwand zu beschädigen.

Ein häufiger Fehler ist der Griff zur erstbesten Farbe ohne Blick auf Untergrund und Vorbehandlung. Kalk- und Silikatfarben brauchen mineralische Untergründe, Dispersionsfarben haften auf fast allem, vertragen sich aber nicht mit alten Kalkanstrichen. Auch die Saugfähigkeit der Wand wird oft ignoriert: Saugt der Untergrund stark, muss grundiert werden, sonst zieht die Farbe ungleichmäßig ein und die Ergiebigkeit sinkt.

Für die Befestigung in Metallprofilen eignen sich spezielle Hohlraumdübel mit Metallgewinde oder sogenannte Federklappdübel, die sich hinter der Platte aufspreizen. In Holzlatten halten Spanplattenschrauben mit ausreichender Länge. Bei Massivwänden sind Universaldübel oder Dübel mit Gewindestange die richtige Wahl. Typische Fehler sind zu kurze Dübel, zu wenige Schrauben und das Setzen der Bohrlöcher ohne vorherige Suche nach der Unterkonstruktion. Ein weiterer Fehler ist das direkte Anschrauben nur in die Gipskartonplatte mit gewöhnlichen Dübeln, die sich beim Belasten herausziehen.

Ein häufiger Fehler ist der zu kurze Dübel. Er hält im ersten Moment, gibt aber bei Belastung nach. Ebenso problematisch: Bohren ohne Staubsauger, sodass Bohrmehl die Spreizung blockiert. Bei Metallständern muss der Bohrer die Schiene treffen, nicht daneben durch die Beplankung rutschen. Prüfen lässt sich der Sitz mit einem vorsichtigen Zug am Winkel, bevor das Möbelstück endgültig ausgerichtet wird.

Kalziumsilikatplatten sind im Altbau keine Zauberlösung, aber ein berechenbares System. Sie bestehen aus Quarzsand und Kalk, sind stark alkalisch, kapillaraktiv und dampfdurchlässig. Genau diese Eigenschaften machen sie für feuchtebelastete Außenwände interessant, an denen diffusionsdichte Dämmstoffe wie Styropor oder Polyurethan problematisch wären. Wer sie einsetzt, muss jedoch die gesamte Wandkonstruktion verstehen — nicht nur die Platte.

Beim Bau gehst du am besten in dieser Reihenfolge vor: Zuerst den Korpus aus stabilem Multiplex oder Leimholz aufbauen, dann die Auszüge montieren, danach die Schubladenkästen einsetzen und erst zum Schluss die Fronten ausrichten. Verschraube den Korpus mit Winkelverbindern und arbeite mit Leim, nicht nur mit Schrauben. Ein häufiger Fehler ist ein zu dünner Schubladenboden: Bei 80 cm Breite sollten es mindestens 12 mm, besser 15 mm sein, sonst hängt der Boden durch. Prüfe vor dem endgültigen Verschrauben, ob alle Schubladen ohne Schleifen laufen. Nachjustieren geht bei guten Auszügen über Langlöcher, aber nur im Bereich weniger Millimeter.

Vor der ersten Platte steht die Bestandsaufnahme. Feuchtigkeit im Mauerwerk hat Ursachen: aufsteigende Bodenfeuchte, undichte Fallrohre, fehlende Horizontalsperre, Schlagregen oder Kondensation. Kalziumsilikat kann Feuchtigkeit puffern und zurücktrocknen, aber es ersetzt keine Abdichtung. Wer eine defekte Dachrinne oder eine fehlende Sperrschicht mit Dämmplatten überdeckt, verlagert das Problem in die Wand und riskiert Schimmel hinter der Dämmung. Ebenso wichtig: Der Untergrund muss tragfähig, sauber und eben sein. Lose Putzreste, Salzausblühungen und alte Farbanstriche werden entfernt.

Die passende Lüfterleistung richtet sich nach dem Raumvolumen. Als Faustregel gilt: Das Luftvolumen des Bades sollte sechs- bis zehnmal pro Stunde ausgetauscht werden. Bei einem Bad mit 12 m³ Rauminhalt bedeutet das mindestens 72 m³/h, besser mehr. Zu schwache Lüfter laufen ständig, erreichen aber nie den nötigen Effekt. Zu starke Modelle ziehen die Luft aus anderen Räumen ab und können die Heizung stören. Wer unsicher ist, misst die Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen. Bleibt sie über 70 Prozent, ist der Lüfter zu schwach oder falsch platziert. Die Montage direkt über der Dusche ist ungünstig, weil Wasser eindringen kann. Besser ist eine Position gegenüber der Tür oder an der Decke über dem Waschbecken.
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