Die Trittschalldämmung unter Laminat wirkt nur, wenn sie vollflächig aufliegt und an den Rändern sauber abgeschnitten wird. Stoßen Dämmstreifen an die Wand, entsteht eine Schallbrücke, über die der Körperschall in das Mauerwerk wandert. Lass deshalb ringsum eine Fuge von etwa einem Zentimeter und verdecke sie später mit der Fußleiste. Auch die Dehnungsfugen zwischen den Laminatfeldern dürfen nicht mit Dämmmaterial ausgefüllt werden. Prüfe vor dem Verlegen, ob der Untergrund eben ist. Unebenheiten von mehr als zwei Millimetern auf zwei Metern führen dazu, dass sich das Laminat punktuell durchdrückt und die Dämmung an diesen Stellen wirkungslos wird. Eine Ausgleichsmasse oder eine dünne Spachtelung ist hier kein Luxus, sondern Voraussetzung.
Die drei Maße, die vor dem Ausbau feststehen müssen Neben dem Achsabstand zählt der Vierkantstift, also das quadratische Stück, das den Drücker mit dem Schloss verbindet. Übliche Größen sind 8 und 9 Millimeter; beide sehen sich ähnlich, passen aber nicht ineinander. Ebenso wichtig ist die Dicke des Türblatts, denn daraus ergibt sich die Länge der Stiftschrauben und des Vierkants. Bei Wohnungstüren liegt das Blatt meist zwischen 38 und 45 Millimetern. Miss mit einem Messschieber oder einem Lineal direkt am eingebauten Beschlag, nicht am ausgebauten Schloss – kleine Abweichungen summieren sich sonst.
Eine Küche braucht drei voneinander unabhängige Lichtquellen: Arbeitslicht, Grundlicht und Esstischlicht. Wer alle drei über einen einzigen Schalter steuert, sitzt abends entweder im grellen Licht oder sucht im Halbdunkel nach dem Messer. Planen Sie die Beleuchtung deshalb, bevor die Elektroleitungen verlegt werden. Jede Zone bekommt eine eigene Schaltung, am besten getrennt dimmbar. Der Aufwand lohnt sich, weil sich Nutzung und Stimmung in einer Küche ständig abwechseln.
Häufige Fehler: Achsabstand grob mit dem Zollstock schätzen, den Vierkant nicht entgraten, die Madenschraube ohne Schraubensicherung eindrehen oder die neue Garnitur mit Gewalt auf einen zu kurzen Vierkant schieben. Auch das Nachziehen der Schrauben ohne Gefühl führt zu durchgedrehten Gewinden im Schlosskasten. Wer diese Punkte beachtet, tauscht die Garnitur in einer halben Stunde und muss die Tür danach nicht neu einstellen.
Bevor irgendetwas montiert oder gekauft wird, gehört eine ehrliche Inventur aufs Bett gelegt: Brille, Buch, Handy, Wasserflasche, eventuell Medikamente, ein Wecker. Alles, was schwerer als etwa ein Kilogramm ist oder Flüssigkeit enthält, darf nicht über dem Kopf schweben. Diese Liste entscheidet, welche Lösung überhaupt in Frage kommt – nicht der Geschmack und nicht das Foto aus dem Katalog.
Vor dem Einwintern sollten alle Schrauben und Verbindungen kontrolliert werden. Lockere Verbindungen ziehen Feuchtigkeit an und rosten fest. Holzoberflächen, die schon Risse zeigen, vor dem Einlagern mit einem geeigneten Öl behandeln, das tief eindringt und nicht nur oberflächlich glänzt. Lackierte Metallteile auf Kratzer prüfen und diese mit passendem Lackstift verschließen, sonst breitet sich Rost unter der Schicht aus. Gummifüße oder Gleiter unter den Beinen verhindern Kratzer und halten das Gestell vom kalten Untergrund fern.
Beim Ausbau zuerst die Abdeckschraube an der Unterseite der Rosette lösen, dann den Drücker abziehen. Sitzt er fest, hilft ein kurzer, gleichmäßiger Zug, nicht hebeln. Danach die beiden Schrauben des Schlosses lösen und den Vierkant herausziehen. Achte darauf, wo die kleine Madenschraube saß: Sie fixiert den Drücker auf dem Vierkant und geht beim Verlegen leicht verloren. Leg alle Teile in der Reihenfolge des Ausbaus auf eine Unterlage, dann lässt sich der Zusammenbau nicht verwechseln.
Für den Ausbau genügen meist ein Kreuzschlitzschraubendreher, ein Inbusschlüssel in passender Größe und ein flacher Schraubendreher zum Abhebeln der Abdeckrosetten. Ein Kunststoffkeil oder ein Stück Karton schützt den Lack, wenn der Griff mit sanftem Druck gelöst wird. Drehmomentschlüssel sind hier nicht nötig, aber ein Gefühl für das Anziehen der Schrauben ist wichtig: Zu fest angezogene Schrauben drücken die Rosette in den Lack und hinterlassen Risse.
Ein wackelnder Türgriff oder ein Beschlag, der nach Jahren sein Finish verliert, ist selten ein Grund, die ganze Tür zu ersetzen. In den meisten Fällen genügt es, nur die Garnitur zu wechseln. Entscheidend ist dabei ein einziges Maß, das vor dem Kauf feststehen muss: der Abstand zwischen Drückerachse und Schlüsselachse, der sogenannte Dornmaß-Achsabstand. Wer ihn nicht misst, steht am Ende mit einer Garnitur da, die nicht über die vorhandenen Bohrungen passt.
Bevor die Wände geschlossen werden, testen Sie die Anordnung mit einer provisorischen Leuchte oder einer starken Taschenlampe. Stellen Sie sich an jede Arbeitsposition und prüfen Sie, ob Schatten auf der Fläche liegen. Diese halbe Stunde spart späteres Aufstemmen und Nachverkabeln. Wer Arbeitslicht, Grundlicht und Esstischlicht von Anfang an getrennt plant, hat eine Küche, die morgens funktioniert und abends nicht wie ein OP-Saal aussieht.