Bei den Textilien entscheidet die Webdichte, nicht die Farbe. Ein Vorhang verdunkelt nur, wenn er blickdicht gewebt ist; ein dünner Baumwollstoff in Dunkelgrau bringt fast nichts. Für echte Dunkelheit im Sommer hilft ein zweilagiges System: ein lichtdichter Vorhang innen und ein dekorativer Stoff außen. Der Vorhang sollte breiter sein als das Fenster, sonst tritt Licht an den Seiten ein. Hänge ihn an der Decke oder in einer Schiene auf, damit oben kein Spalt bleibt. Verdunkelungsrollos sind eine Alternative, wenn der Platz fehlt, decken aber meist nur das Glas ab und lassen Randlicht durch.

Rutschhemmende Fliesen mit ausreichender Bewertung sind im Duschbereich keine Geschmacksfrage, sondern Grundvoraussetzung. Wer ein Duschboard mit bodengleicher Dusche kombiniert, sollte außerdem auf eine ausreichende Aufbauhöhe für die Entwässerungsleitung achten. Ein Bad, das diese Punkte vor der Sanierung klärt, bleibt danach wartungsarm und angenehm zu nutzen.
Ordnungssysteme, die sich der Schräge anpass
Bei den Farben gilt eine einfache Regel: zwei Basistöne, ein Akzent. Der Akzent darf kräftig sein, aber er braucht eine klare Aufgabe. Er kann eine Wand markieren, ein Möbelstück betonen oder eine Achse verlängern. Wird der Akzent mehrfach über den Raum verteilt, verliert er seine Wirkung und der Raum wirkt enger statt weiter. Häufiger Fehler: drei oder vier kräftige Farben gleichzeitig, dazu Muster auf Teppich, Kissen und Vorhang. Das erzeugt optisches Rauschen, und das Auge findet keine Ruhe mehr.
Alte Möbel haben oft eine schöne Substanz, aber sichtbare Kratzer und abgegriffene Griffe lassen sie müde wirken. Wer ein Erbstück oder ein Flohmarktfundstück aufwertet, sollte zuerst den Zustand ehrlich prüfen: Handelt es sich um Massivholz, Furnier oder lackierte Spanplatte? Diese Unterscheidung entscheidet über die Methode. Bei Furnier ist besondere Vorsicht geboten, denn zu starkes Schleifen durchbricht die dünne Deckschicht und macht den Schaden größer statt kleiner. Bei Massivholz kann man großzügiger arbeiten. Lackierte Flächen erfordern wiederum andere Mittel als gewachste oder geölte Oberflächen.
Offene Kleideraufbewahrung im Badezimmer wirkt praktisch und aufgeräumt, doch sie bringt ein unterschätztes Problem mit sich: Feuchtigkeit. Wer Handtücher, Bademäntel oder gar Kleidung offen an Haken oder Stangen hängen lässt, schafft dauerhaft feuchte Zonen. Die Luft im Bad erreicht nach dem Duschen schnell eine relative Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent. Kleidung, die dort hängt, nimmt diese Feuchtigkeit auf – Baumwolle, Leinen und Wolle besonders stark, Polyester weniger. Die Folge: muffiger Geruch, der sich in den Fasern festsetzt, und ein unangenehmes Tragegefühl.
Ein häufiger Irrtum: Trockner oder Heizung im Bad würden die Feuchtigkeit automatisch beseitigen. Das stimmt nur, wenn die feuchte Luft auch abgeführt wird. Sonst verteilt sich die Feuchtigkeit nur anders. Ebenso falsch ist die Annahme, ein Handtuch trockne an einem Haken von selbst. Ohne Luftzirkulation bleibt es feucht. Richtig ist, Textilien auseinanderzuhängen, damit Luft an alle Seiten kommt. Bei Platzmangel helfen ausziehbare Wäscheleinen über der Badewanne, aber auch dort gilt: nur bei laufender Lüftung nutzen.
So lüftest und trocknest du richtig, ohne Schimmel zu züchten Nach dem Duschen oder Baden gehört das Bad gründlich gelüftet. Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten mit weit geöffnetem Fenster, im Winter zusätzlich Heizung an. Ein dauerhaft gekipptes Fenster bringt wenig, weil die Luft kaum ausgetauscht wird. Besser ist Querlüften, also Fenster und Tür gleichzeitig öffnen, damit die feuchte Luft abzieht. Wer kein Fenster hat, sollte einen leistungsfähigen Ventilator nutzen und ihn nach dem Duschen mindestens 20 Minuten laufen lassen. Erst wenn die Luftfeuchtigkeit wieder unter 60 Prozent liegt, sollten Textilien im Bad hängen bleiben.
Ein typischer Fehler ist, nasse Handtücher und getragene Kleidung übereinander an denselben Haken zu hängen. Dadurch trocknet nichts richtig, und zwischen den Stofflagen bildet sich ein feuchtes Mikroklima. Schimmelsporen lieben genau das. Sie siedeln sich nicht nur auf Fliesen und Fugen an, sondern auch auf Textilien. Wer dann Kleidung anzieht, die im Bad hing, riskiert Hautirritationen und Atemwegsbeschwerden. Besonders problematisch sind dicht gewebte Stoffe und dicke Frotteehandtücher, weil sie die Feuchtigkeit lange speichern.
Für offene Aufbewahrung eignen sich nur trockene oder maximal leicht feuchte Textilien. Handtücher nach dem Duschen sofort ausbreiten, nicht zusammenknüllen. Besser noch: Handtücher und Bademäntel nach Gebrauch aus dem Bad in einen trockeneren Raum bringen. Wer Kleidung im Bad aufbewahrt, sollte sie nur dort lassen, wenn sie trocken ist und das Bad regelmäßig gelüftet wird. Eine gute Alternative sind offene Regale aus Metall oder Kunststoff, die nicht aufquellen. Holzregale sind riskant, weil sie Feuchtigkeit aufnehmen und Schimmel Vorschub leisten.