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Bevor ein Bodenbelag verlegt wird, muss die Feuchtigkeit gemessen werden. Das geschieht mit dem CM-Gerät oder bei Calciumsulfatestrich mit einem Feuchtemessgerät. Die zulässigen Grenzwerte liegen je nach Belag und Estrichart unterschiedlich hoch – bei Parkett strenger als bei Fliesen. Wer diese Messung überspringt und einfach nach Gefühl verlegt, riskiert aufsteigende Feuchtigkeit, aufgequollene Dielen oder Schimmel unter dem Belag. Ein typischer Fehler ist es, den Estrich nur oberflächlich abzutasten und dann grünes Licht zu geben.

Bohre immer mit einem Bohrer, der zum Wandmaterial passt. Für Beton brauchst du einen Schlagbohrer mit Hartmetallspitze, für Fliesen einen Fliesenbohrer ohne Schlag. Bohre nicht in der Nähe von Stromleitungen, Wasserrohren oder Heizungsrohren. Ein Leitungssuchgerät ist keine übertriebene Vorsicht, sondern Pflicht. Setze den Bohrer senkrecht an, sonst wird das Loch schräg und der Dübel hält schlechter. Bohre langsam, ohne Druck, damit der Rand nicht ausbricht. Bei Gipskarton reicht ein normales Bohrfutter ohne Schlag. Nach dem Bohren saugst du den Staub aus dem Loch, sonst verklemmt der Dübel nicht richtig.

Nach dem Abbinden kann die Oberfläche mit einem Filzbrett oder Schwamm geglättet werden. Kalkputz bleibt diffusionsoffen und reguliert Feuchtigkeit, was ihn für Wohnräume geeignet macht. Wer zum ersten Mal damit arbeitet, sollte mit einer kleinen Fläche beginnen. Die Verarbeitungszeit ist begrenzt, und Nachbessern ist aufwendiger als bei anderen Putzen. Sauberes Arbeiten von unten nach oben verhindert Tropfspuren und spart Material.

Bevor du irgendetwas veränderst, entlüfte den Heizkörper. Dazu drehst du das Thermostatventil auf die niedrigste Stufe, wartest etwa eine halbe Stunde, damit der Kreislauf zur Ruhe kommt, und öffnest dann das Entlüftungsventil an der oberen Schmalseite mit einem passenden Schlüssel. Halte ein Gefäß darunter, denn es kommt zuerst Luft und danach ein dünner Wasserstrahl. Sobald Wasser gleichmäßig austritt, schließt du das Ventil wieder. Tropft es danach weiter, sitzt der Ventileinsatz nicht richtig — dann lieber einen Fachbetrieb rufen, statt selbst nachzudrehen.

Typische Fehler sind zu dicke Lagen, fehlende Feuchtigkeit beim Abbinden und Zugluft. Kalkputz härtet durch Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft. Trocknet er zu schnell aus, fehlt ihm die Zeit zum Abbinden. Deshalb in den ersten Tagen die Wand leicht feucht halten und direkte Sonne sowie Heizungsluft vermeiden. Risse entstehen auch, wenn der Untergrund unterschiedlich stark saugt. Ein gleichmäßiger Untergrund ist wichtiger als ein perfekter Auftrag.

Viele beginnen mit dem Auflegen und richten dann aus. Das rächt sich, sobald ein Ausschnitt zu klein oder an der falschen Stelle sitzt. Schneiden Sie zuerst alle Öffnungen, bevor die Platte auf den Schränken liegt. Für Spülen und Kochfelder arbeiten Sie mit einer Schablone und einer Führungsschiene. Bei Massivholzplatten ist die Schnittkante anschließend zu schleifen und zu ölen, bei Schichtstoff reicht eine saubere Kante, bei Steinplatten gehört der Zuschnitt in fachkundige Hände. Prüfen Sie nach jedem Schnitt, ob das jeweilige Gerät wirklich passt, und erst dann folgt der nächste Schritt.

Schließlich braucht die Kammer Licht und Luft. Ein einfacher LED-Streifen mit Bewegungsmelder verhindert, dass mit der Taschenlampe gesucht wird. Bei feuchten Wänden, etwa an Außenmauern, hilft ein Abstandshalter zwischen Regal und Wand, damit Luft zirkulieren kann. Vorräte, Textilien und Papier gehören nicht direkt an kalte Außenwände. Wer diese fünf Punkte einhält, hat auf zwei Quadratmetern mehr nutzbaren Stauraum als in manchem doppelt so großen Raum, der ohne Plan gefüllt wurde.

Das Abziehen und Reiben ist der kritische Moment. Kalkputz darf nicht zu nass verarbeitet werden, sonst schwimmt er auf. Mit dem Reibebrett wird die Oberfläche verdichtet, kleine Unebenheiten werden ausgeglichen. Wer zu fest reibt, drückt Wasser an die Oberfläche und erzeugt Risse. Wer zu früh reibt, zerstört die Haftung. Ein Fingerdrucktest zeigt, ob der Putz noch formbar ist: Er sollte leicht nachgeben, aber nicht kleben.

Für den Auftrag braucht man Eimer, Quast, Glättekelle, Reibebrett und eine lange Wasserwaage. Kalkputz wird in kleinen Chargen angemischt, meist zwei Teile Sand und ein Teil Kalkhydrat, je nach Produkt auch anders. Die Konsistenz sollte wie weicher Brei sein, nicht flüssig. Zuerst wird der Spritzbewurf oder eine dünne Grundschicht aufgetragen. Nach dem Anziehen – nicht vollständig trocken – folgt die eigentliche Lage in gleichmäßiger Stärke.

Kalkputz ist kein Material für schnelle Experimente, aber er verzeiht mehr als sein Ruf. Wer eine Innenwand damit verputzen will, sollte zuerst den Untergrund prüfen. Alte Tapetenreste, lose Farbschichten und Staub müssen weg. Saugfähige Untergründe wie Ziegel oder Porenbeton werden mit einer Kalk-Wasser-Mischung vorgewaschen und leicht angefeuchtet, damit der Putz nicht zu schnell Wasser verliert. Bei glatten Betonflächen hilft eine Haftbrücke oder ein Spritzbewurf aus dünnflüssigem Kalkmörtel. Ohne diesen Schritt hält der Putz später nicht.
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