Der entscheidende Trick ist die Höhe. Auf einem Quadratmeter zählt jeder Zentimeter. Über der Arbeitsplatte können Sie eine schmale Leiste für Gewürze und Utensilien anbringen, darunter bleiben Flächen für Vorräte frei. Türinnenseiten von Schränken sind für flache Dinge reserviert: Backbleche, Schneidebretter, Folien. Hängen Sie nichts Schweres an die Tür, sie hängt sonst durch. Ein typischer Fehler ist der Kauf von stapelbaren Boxen ohne vorherige Messung. Messen Sie zuerst die lichte Höhe und Breite jedes Fachs, dann kaufen Sie Behälter, die genau hineinpassen.
Die Rolle entscheidet mehr als der Pinsel. Für glatte Innenwände eignet sich eine Kurzflorrolle mit etwa zehn bis zwölf Millimeter Florhöhe, für strukturierte Untergründe eine Mittel- oder Langflorrolle. Billige Schaumstoffrollen saugen Farbe ungleichmäßig auf und geben sie unregelmäßig wieder ab – genau daraus entstehen die typischen hellen und dunklen Bahnen. Vor dem Einsatz die Rolle mit Wasser anfeuchten, gut ausdrücken und erst dann in die Farbe tauchen. So nimmt sie das Material gleichmäßig auf und wirft keine Blasen.
Ein weiterer Punkt sind die Beschläge selbst – Schließblech, Schloss und Bänder. Sitzt der Türgriff locker oder schließt das Schloss nicht satt, steht die Tür unter Spannung und liegt nicht plan an. Ziehe die Schrauben der Bänder nach und stelle die Schließplatte so ein, dass der Riegel ohne Druck einrastet. Bei älteren Türen kann sich der Rahmen verzogen haben; dann hilft nur eine Nachjustierung oder ein Austausch der betroffenen Teile. Auch ein Briefschlitz, ein Spion oder eine Klingel können undicht sein: Hier lohnt ein Blick auf die Dichtung hinter der Blende.
Der Lichtcheck zeigt Fehler, die das Auge tagsüber übersieht Streifen sind oft erst sichtbar, wenn das Licht flach über die Wand fällt. Deshalb die Wand nach dem Trocknen mit einer starken Lampe seitlich anstrahlen – am besten abends oder bei geschlossener Jalousie. Halten Sie die Leuchte flach an die Wand und gehen Sie langsam entlang. So erkennen Sie Ansätze, Rollkanten und ungleichmäßige Saugfähigkeit des Untergrunds sofort. Wer diesen Check erst nach dem Möbelaufbau macht, muss im schlimmsten Fall die ganze Wand erneut streichen.
Die richtige Höhe und der nötige Abstand zur Wand Die Montagehöhe richtet sich nach der längsten Kleidung. Für Hemden und Blusen reichen etwa 100 Zentimeter unterhalb der Stange, für Mäntel und Kleider deutlich mehr. Wird die Stange zu tief gesetzt, schleift die Kleidung am Boden; wird sie zu hoch gesetzt, bleibt Platz ungenutzt. Der Abstand zur Wand sollte mindestens die Breite eines Bügels plus etwas Luft betragen, damit die Kleidung nicht an der Wand anliegt und Feuchtigkeit nicht ins Gewebe zieht. Bei zwei gegenüberliegenden Wänden ist der Zwischenraum die eigentliche Stange – hier zählt, dass die Konsolen exakt gegenüber und auf gleicher Höhe sitzen.
Für den Spritzschutz eignen sich Glas, Verbundplatten oder beschichtete Trägerplatten. Glas ist dicht, hitzebeständig und leicht zu reinigen, verlangt aber exakte Maße. Verbundplatten lassen sich mit der Stichsäge zuschneiden und mit Montagekleber direkt auf Fliesen setzen. Wichtig: Der Untergrund muss tragfähig, trocken und fettfrei sein. Acryl oder Silikon dichtet die Fugen zur Arbeitsplatte und zu den Oberschränken ab. Ein häufiger Fehler ist das Verkleben auf frisch gestrichenem Putz: Die Farbe hält die Platte nicht, sie löst sich nach Wochen wieder ab.
Ein häufiger Fehler ist das Eindrehen der Konsolenschrauben mit zu viel Kraft. Dadurch wird der Dübel im weichen Untergrund zerstört, und die Konsole sitzt zwar optisch fest, gibt aber unter Zug nach. Ebenso problematisch: nur eine Seite zu verschrauben und die andere in ein Regal oder einen Schrank zu legen. Die Stange muss an beiden Enden dieselbe Auflage haben, sonst entsteht eine Hebelwirkung. Nach der Montage die Stange auf Durchbiegung prüfen, indem das Gewicht der Kleidung simuliert wird – notfalls eine zweite Konsole in der Mitte setzen.
Eine Kleiderstange zwischen zwei Wänden wirkt simpel, scheitert aber oft an der Wand selbst. Wer eine Stange unter Spannung einklemmt, ohne die Wand zu prüfen, riskiert Risse im Putz, ausgerissene Dübel oder eine Stange, die mitsamt der Wäsche herunterkommt. Entscheidend ist vorab, ob es sich um Massivmauerwerk, Porenbeton, eine Trockenbauwand mit Ständerwerk oder eine dünne Spanplatte handelt. In Massivwänden hält eine Stange mit zwei kräftigen Konsolen problemlos. Bei Trockenbau muss die Befestigung in den Metallprofilen oder in einer eingebrachten Traverse liegen, sonst trägt nur die dünne Beplankung.
Bevor Sie dämmen, prüfen Sie den Zustand der Wand und den Abstand des Heizkörpers. Zwischen Heizkörper und Wand sollten mindestens drei bis fünf Zentimeter Luft bleiben, damit die Warmluft zirkulieren kann. Ist der Spalt kleiner, bringt eine Dämmplatte kaum etwas, weil die Konvektion behindert wird. Messen Sie außerdem die Nische aus: Breite, Höhe und Tiefe. Eine Dämmplatte muss die gesamte Nischenfläche abdecken, sonst bleiben Randbereiche als Kältebrücken erhalten.