Zerlege die Palette mit einem Nageleisen oder einem Kuhfuß. Ziehe alle Nägel vollständig heraus, auch die verbogenen, die tief im Holz sitzen. Restnägel im Holz zerstören später den Bohrereinsatz. Schleife die Bretter grob mit Körnung 80, dann fein mit 120. Dieser Schritt ist keine Kosmetik: Splitter und Risse an den Kanten werden später zur Stolperfalle. Achte darauf, dass die Bretter nach dem Schleifen dieselbe Dicke haben, sonst kippelt die Tischplatte.
Für die eigentliche Verlegung gibt es je nach Wandtyp unterschiedliche Wege. In Trockenbauwänden lässt sich die Leitung meist über vorhandene Hohlräume führen, sofern genügend Platz und keine Querstreben im Weg sind. In massiven Wänden muss entweder geschlitzt, gebohrt oder auf Putz verlegt werden. Das Schlitzgerät mit Fräse erzeugt eine saubere Nut, allerdings nur in zulässiger Tiefe und nicht in tragenden Bauteilen ohne statische Freigabe. Horizontal verlaufende Schlitze in tragenden Wänden sind tabu, vertikale Schlitze sind meist unproblematisch, solange sie nicht zu tief werden.
Eine Kleiderstange zwischen zwei Wänden wirkt auf den ersten Blick wie eine einfache Lösung. Zwei Halterungen links und rechts, eine Stange dazwischen, fertig. In der Praxis entscheidet aber nicht die Stange über den Erfolg, sondern die Wand. Wer das ignoriert, erlebt nach ein paar Wochen, wie die Halterungen samt Inhalt ausbrechen. Bevor überhaupt gebohrt wird, muss klar sein, aus welchem Material die Wände bestehen und ob sie das Gewicht aufnehmen können.
Ein häufiger Fehler ist die fehlende Dehnungsfuge. Wand und Boden bewegen sich unterschiedlich. Ohne elastische Trennung reißen dünne Beschichtungen genau dort. Auch der Übergang zur Duschtasse oder Badewanne braucht eine dauerelastische Fuge, keine starre Verfugung. Bei bodengleichen Duschen ist das Gefälle entscheidend: Mindestens zwei Prozent, besser mehr, sonst steht Wasser auf der Fläche. Die Entwässerung muss vor der Beschichtung eingebaut und geprüft werden.
Eine Elektroheizung im Altbau wirkt auf den ersten Blick verlockend: kein Kessel, kein Schornstein, keine Lagerung von Brennstoffen. Doch die Betriebskosten entscheiden über den tatsächlichen Aufwand. Elektrische Widerstandsheizungen wandeln Strom fast vollständig in Wärme um, was bei den heutigen Strompreisen pro Kilowattstunde deutlich teurer ist als Gas oder Heizöl. In einem unsanierten Altbau mit hohen Decken, einfach verglasten Fenstern und ungedämmten Außenwänden geht ein großer Teil der Wärme ungenutzt verloren. Wer eine Elektroheizung neu einbaut oder eine alte Nachtspeicherheizung weiterbetreibt, zahlt diese Verluste Monat für Monat mit.
Nach dem Setzen der Dübel werden die Halterungen angeschraubt und die Stange eingelegt. Jetzt folgt der Belastungstest: Zunächst nur mit der Hand drücken, dann mit einigen Kleidungsstücken belasten. Bewegt sich die Halterung oder knarzt die Wand, ist die Befestigung nicht ausreichend. In diesem Fall muss nachgebessert werden, bevor der volle Schrankinhalt aufgehängt wird. Wer die Stange regelmäßig stark belastet, sollte auf durchgehende Gewindestangen setzen, die auf beiden Seiten mit Muttern gekontert werden. Das ist aufwendiger, verhindert aber das Herausreißen der Halterungen dauerhaft.
Vor dem Streichen sollte die Farbe gründlich aufgerührt und auf die Raumtemperatur gebracht werden. Kalte Farbe lässt sich schlechter verarbeiten. Beim Auftragen arbeitet man in zusammenhängenden Bahnen und hält die Kanten nass, damit keine Ansätze entstehen. Zwischen den Anstrichen wartet man die angegebene Trockenzeit ab, auch wenn die Oberfläche bereits trocken wirkt. Zu frühes Überstreichen führt zu Flecken und einer instabilen Schicht.
Ein Anstrich hält nur so gut, wie der Untergrund es zulässt. Wer direkt auf eine alte, kreidende oder fettige Fläche streicht, verliert Zeit und Material. Die Vorbereitung entscheidet über Haftung, Deckkraft und Haltbarkeit. Deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Pinselstrich einige Arbeitsschritte einzuplanen, die unspektakulär wirken, aber den Unterschied machen.
Vor der Ausführung gehört ein Probemuster auf einem Reststück. Daran lässt sich prüfen, wie das Material trocknet, ob die Farbe stimmt und wie die Versiegelung wirkt. Wer Mikrozement oder Tadelakt zum ersten Mal verarbeitet, sollte eine kleine Fläche außerhalb des Bades üben. Die Kostenplanung sollte Positionen für Abdichtung, Gewebe, Profile, Versiegelung und Reserve enthalten. Ein Bad ohne Fugen ist möglich, aber nur mit sauberer Trennung von Untergrund, Abdichtung und Oberfläche.
Ein fugenloses Bad wirkt großzügig und lässt sich leichter reinigen, doch die Planung verzeiht keine Fehler. Wer Mikrozement, Tadelakt oder HPL verarbeitet, muss Untergrund, Abdichtung und Dehnungsverhalten von Anfang an mitdenken. Ein nachträglicher Austausch einzelner Flächen ist praktisch unmöglich, ohne das gesamte System zu beschädigen. Deshalb steht am Anfang keine Materialwahl, sondern die Frage: Wo entstehen Bewegungen, wo dringt Wasser ein, und wie lässt sich der Aufbau später prüfen?