Die Arbeitsfläche ist wichtiger als der Staura
Ein undichtes Eckventil unter Waschbecken oder WC macht sich meist zuerst durch eine feuchte Stelle am Fliesenrand oder einen Kalkrand an der Kontermutter bemerkbar. Wer dann nur die Überwurfmutter nachzieht, verschiebt das Problem um Wochen. Der eigentliche Verschleiß sitzt an der Spindel und am Ventilsitz. Ein fachgerechter Tausch beginnt deshalb nicht mit dem Schraubenschlüssel, sondern mit dem Absperren der Kalt- und Warmwasserleitung an der Hauptabsperrung oder am Strangventil.
Zugluft an Fenstern ist in Mietwohnungen ein häufiges Problem. Alte Dichtungen, verzogene Rahmen oder fehlende Anschläge lassen kalte Luft eindringen und treiben die Heizkosten in die Höhe. Bevor du etwas veränderst, prüfe zuerst, woher der Luftzug tatsächlich kommt. Halte eine Kerze oder ein dünnes Stück Papier an den Fensterrahmen, an die Scharniere und an den Griff. Flackert die Flamme oder bewegt sich das Papier, ist die Stelle undicht. So vermeidest du, unnötig Geld in Dichtungen zu investieren, die gar nicht nötig sind.
Vorhänge sind dann wirksam, wenn sie Falten werfen und nicht flach an der Wand hängen. Ein locker geraffter, schwerer Stoff über die gesamte Fensterbreite reduziert Nachhall spürbar, besonders in Räumen mit großen Glasflächen. Der Effekt entsteht durch die Luftpolster zwischen den Falten. Ein straff gespannter, dünner Vorhang bringt fast nichts. Häufig wird auch vergessen, dass Vorhänge nur eine Wand abdecken. Stehen ihnen zwei nackte Wände gegenüber, bleibt der Hall bestehen. Vorhänge sind eine Ergänzung, kein Ersatz für flächige Dämpfung.
Beim Bettgestell entscheidet die Einlegetiefe, wie tief Matratze und Lattenrost im Rahmen versinken. Eine zu geringe Tiefe lässt die Matratze verrutschen, eine zu große erschwert das Beziehen. Der Rahmen sollte an allen vier Seiten mindestens zwei Zentimeter Spielraum lassen, damit die Matratze atmen kann und keine Feuchtigkeit staut. Wer diese drei Größen – Liegefläche, Lattenrosttyp und Matratzenhöhe – vor dem Kauf schriftlich notiert, vermeidet Fehlkäufe und schläft von der ersten Nacht an richtig.
Der klassische Fehler ist das Vertauschen von L und L'. Wird der Außenleiter der Zuleitung auf L' gelegt und die Lampe auf L, erhält der Melder keinen Strom, weil der Kontakt im Inneren offen bleibt. Umgekehrt, wenn L und L' verbunden werden, brennt die Lampe dauerhaft, unabhängig von Bewegung. Ein weiterer Fehler ist das Anklemmen des Neutralleiters an L'. Das führt dazu, dass der Melder nicht schaltet und im schlimmsten Fall die Elektronik beschädigt wird. Deshalb: Vor dem Anschluss die Klemmenbezeichnung lesen, nicht raten. Bei manchen Modellen ist L' mit einem Pfeil oder „Last" markiert.
Das alte Ventil wird mit zwei Gabelschlüsseln gelöst: einer hält das Gegenstück an der Wand, der andere dreht die Überwurfmutter. Ohne Gegenhalten verbiegt die Kupferleitung im Putz, was später zu einer undichten Lötstelle führt. Nach dem Abnehmen des Ventils die Gewindeenden mit einem sauberen Tuch von Kalk und Hanfresten befreien. Beschädigte Gewinde mit einem Gewindeschneider nachschneiden, nicht mit Gewalt montieren.
Nach dem Öffnen der Absperrung wird zuerst am tiefsten Hahn entlüftet, dann das neue Eckventil langsam aufgedreht. Der Druck steigt allmählich, und beide Anschlüsse werden mit einem trockenen Papiertuch auf Feuchtigkeit kontrolliert. Ein typischer Fehler ist, sofort voll aufzudrehen: Dann schlägt der Druck gegen die frische Dichtung, bevor sie sich setzen konnte. Tropft es an der Spindel, wurde die Stopfbuchse nicht korrekt angezogen oder das Ventil ist zu weit geöffnet.
Beim Neuen Ventil wird zuerst die Dichtung geprüft. Flachdichtende Einsätze gehören auf den Anschluss zur Wand, konische Dichtungen auf den Anschluss zum Verbraucher. Hanf wird nur auf dem Außengewinde in Drehrichtung des Ventils gewickelt, etwa drei bis vier Windungen, dann mit Dichtpaste bestrichen. Teflonband ist eine Alternative, darf aber nicht über das Gewindeende hinausragen, sonst verstopft es den Ventilsitz. Das Ventil wird von Hand angesetzt und mit dem Schlüssel eine halbe bis dreiviertel Umdrehung nachgezogen – mehr beschädigt die Dichtung.
Auch die Anzahl der Leisten zählt. Unter 28 Leisten pro Liegefläche sinkt die Punktelastizität, der Körper sinkt an einzelnen Stellen ein. Der Abstand zwischen den Leisten sollte maximal 5 cm betragen. Verstellbare Kopf- und Fußteile sind nur dann sinnvoll, wenn die Matratze biegsam genug ist – eine starre Kaltschaummatratze knickt an der Verstellung und bildet eine unangenehme Kante.

Die Matratze bestimmt die Innenmaße des Bettes. Gemessen wird immer die Liegefläche, nicht der Außenrahmen. Ein Bett mit 160 cm Außenbreite hat oft nur 140 cm Innenbreite – eine 160er Matratze passt dann nicht hinein. Wer zu zweit schläft, braucht mindestens 160 cm Liegebreite, besser 180 cm. Bei einer Körpergröße über 190 cm ist eine Überlänge von 210 oder 220 cm sinnvoll, sonst stoßen die Füße an. Die Matratzenhöhe von 18 bis 25 cm entscheidet später, ob das Bett zu hoch oder zu niedrig wird.