Gebohrt wird ohne Schlag, mit mittlerer Drehzahl und wenig Druck. Kühlung ist wichtig: Bohrer und Fliese werden heiß, deshalb zwischendurch kurz pausieren und den Bohrer abkühlen lassen. Bei sehr harten Fliesen hilft es, mit einem dünnen Bohrer vorzubohren und den Durchmesser danach zu erweitern. Wer zu stark drückt, merkt das am kreischenden Geräusch und am verbrannten Geruch – dann sofort aufhören und den Bohrer wechseln.
Der Schrank selbst muss für Wartung und Notfälle demontierbar bleiben. Türen mit Scharnieren sind besser als fest verschraubte Fronten. Ein Lüftungsgitter im Sockel und oben sorgt für Durchzug. Wer die Rückwand komplett schließt, bekommt Kondenswasser und Rost an den Trommellagern. Ein weiterer typischer Fehler: den Zulaufschlauch hinter dem Schrank einklemmen. Er braucht eine freie Schleife, sonst reißt er bei Druckstößen.
Häufige Fehler sind zu hohe Drehzahl, fehlende Kühlung und das Weiterbohren trotz Riss. Ein Riss in der Glasur breitet sich beim nächsten Temperaturschwung aus. Auch das Bohren direkt an der Fugenlinie ist riskant, weil dort der Untergrund oft uneben ist und der Bohrer verläuft. Besser einige Zentimeter Abstand zur Fuge halten und die Position vorher mit Klebeband markieren. Das Band verhindert zusätzlich das Wegrutschen des Bohrers.
Vor dem Einbau die neuen Anschlussschläuche auf Dichtungen prüfen und die Gewinde sauber halten. Die Armatur von oben durchstecken, die Dichtung unter den Sockel legen und die Kontermutter von unten handfest anziehen. Mit einer Wasserwaage ausrichten, sonst steht der Hebel schief. Die Schläuche an die Eckventile anschrauben: warm links, kalt rechts, niemals vertauschen. Danach den Siphon wieder montieren und alle Verbindungen mit der Hand plus einer Vierteldrehung mit dem Schlüssel anziehen – zu fest zieht die Dichtung kaputt.
Eine Zweigriff-Waschtischarmatur durch eine Einhebelmischbatterie zu ersetzen ist an einem Nachmittag erledigt, wenn die Anschlüsse passen. Passt etwas nicht, steht man ohne Wasser da. Deshalb zuerst prüfen, was unter dem Becken liegt, bevor irgendetwas abgeschraubt wird.
Der Abstand der Anschlüsse entscheidet über den Aufwand Die entscheidende Frage ist der Lochabstand im Becken. Eine klassische Zweigriffarmatur sitzt meist auf einem Bohrabstand von 100 bis 150 Millimetern, eine Einhebelmischbatterie braucht dagegen ein einzelnes Mitteloch von etwa 35 bis 40 Millimetern. Ist nur ein Mitteloch vorhanden, lässt sich die neue Armatur direkt einsetzen. Sind zwei getrennte Löcher da, passt die Einhebelarmatur nicht ohne Zwischenstück. Es gibt Adapterplatten, die genau diesen Übergang abdecken; ohne sie bleibt ein offener Spalt, durch den Wasser ins Möbel läuft. Wer das ignoriert, hat nach dem ersten Händewaschen eine nasse Schublade.
Die Kosten setzen sich aus drei Blöcken zusammen: Material für Korpus und Fronten, Beschläge sowie der Zeitaufwand für Messen, Zuschnitt und Montage. Der Zeitaufwand ist der unsicherste Posten, besonders bei Schrägen. Rechnen Sie mit mindestens einem zusätzlichen Arbeitstag gegenüber einem geraden Schrank. Wer den Korpus im Fachhandel zuschneiden lässt, zahlt dafür, spart aber das Risiko von Maßfehlern. Wer selbst zuschneidet, braucht eine stabile Führung und ausreichend Platz – auf dem Boden einer Wohnung ist das oft nicht sauber möglich.
Für den Anschluss gilt: Steckdose und Wasserhahn müssen auch bei eingebauter Maschine erreichbar sein, ohne den Schrank abzubauen. Ein separater Absperrhahn und ein FI-Schutzschalter sind Pflicht. Der Ablaufschlauch wird mit einem Siphon verbunden, nicht direkt in den Boden gesteckt, sonst riecht es nach Kanal. Nach dem ersten Probelauf mit leerer Trommel prüft man auf Leckagen und ungewöhnliche Vibrationen.
Beim Streichen selbst wird die Farbe dünn und gleichmäßig aufgetragen. Zwei dünne Schichten decken besser als eine dicke, die Nasen bildet. Zwischen den Schichten muss die angegebene Trockenzeit eingehalten werden. Wer zu früh nachstreicht, zieht die darunterliegende Schicht wieder an und erzeugt Streifen im Streifen. Für den Akzent empfiehlt sich eine Farbe, die sich deutlich, aber nicht grell vom Grundton absetzt. Ein Kontrast aus zwei verwandten Tönen wirkt meist edler als ein harter Gegensatz.
Jetzt langsam das Wasser aufdrehen und jede Verbindung einzeln kontrollieren. Tropft es an der Überwurfmutter, noch eine halbe Umdrehung nachziehen. Tropft es am Eckventil, sitzt meist die alte Dichtung falsch. Erst wenn alles trocken bleibt, den Siphon mit Wasser füllen und den Hebel in beide Richtungen testen. Häufige Fehler: die Kontermutter mit Gewalt anziehen, die Dichtung vergessen oder die Schläuche unter Spannung verlegen, sodass sie später aufscheuern. Wer die alte Armatur entsorgt, sollte die Dichtungen und Schrauben aufbewahren – sie passen oft bei der nächsten Reparatur.
Zuerst das Wasser abstellen: die Eckventile unter dem Waschbecken zudrehen, dann den Haupthahn, falls die Eckventile klemmen oder nicht schließen. Danach den Siphon lösen und in einen Eimer entleeren, denn im Ablaufrohr steht immer Restwasser. Die zwei Flexschläuche der alten Armatur an den Eckventilen abschrauben und die Überwurfmutter der Ablaufgarnitur öffnen. Erst jetzt die Kontermuttern unter dem Becken lösen und die Armatur von oben herausziehen. Die alte Dichtung klebt oft fest – mit einem Spachtel vorsichtig nachhelfen, ohne die Keramik zu verkratzen.