Auch das Kissenmaterial spielt eine Rolle. Ein Kissenbezug mit Hotelverschluss hält besser als einer mit Knopfleiste, weil er sich nicht öffnet, wenn der Schläfer sich dreht. Für die Decke eignet sich ein Bezug mit Reißverschluss an der Längsseite, der beim Aufschütteln nicht aufgeht. Achten Sie darauf, dass das Material nach dem Waschen nicht übermäßig einläuft, sonst passt der Bezug nach zwei Monaten nicht mehr.
Praktisch bewährt hat sich eine asymmetrische Anordnung: Der Tisch steht nicht mittig vor dem Sofa, sondern seitlich versetzt vor dem festen Sitzteil. So bleibt die Liegefunktion auf einer Seite frei, während der Tisch beim Sitzen erreichbar ist. Wenn der Raum es zulässt, kann der Tisch auch ganz entfallen und durch zwei kleine Beistelltische ersetzt werden, die sich einzeln verschieben lassen. Entscheidend ist, dass die Mechanik des Sofas ohne Umbau und ohne Kraftaufwand funktioniert. Wer diese Regel beachtet, nutzt die Liegefunktion regelmäßig und ärgert sich nicht über einen Tisch, der im Weg steht.
Topper, Bettwäsche und die richtige Höhe Ein Topper gleicht Härteunterschiede aus und schützt die Matratze. Bei einem Pensionsbett sollte er dieselbe Grundfläche haben wie die Matratze, sonst rutscht er bei jeder Bewegung. Achte darauf, dass der Topper nicht dicker als fünf bis sechs Zentimeter ist. Ein zu hoher Topper hebt die Liegefläche weiter an und macht den Einstieg beschwerlich. Die Bettwäsche wiederum muss zum Sondermaß passen. Normale Spannbettlaken für 90x200 sitzen oft zu stramm und springen an den Ecken ab. Besser sind Laken mit einem Toleranzbereich oder solche, die speziell für Überlängen gefertigt wurden.
Bevor Kissen und Decken gekauft oder ausgelegt werden, lohnt ein Blick auf die Proportionen. Ein niedriges Sofa mit breiter Sitzfläche braucht größere Kissen, sonst wirken sie verloren. Bei einem hohen Sofa mit schmaler Lehne sind kleinere Formate besser, weil sie nicht über die Kante hinausragen. Als Faustregel gilt: zwei bis drei Kissen pro Sitzplatz, nicht mehr. Wer mehr aufstellt, nimmt sich selbst den Platz zum Sitzen und muss jedes Mal umräumen.
Welche Kissen und Decken zusammenpassen – und welche nicht Die häufigste Kombination, die scheitert, ist die aus zu vielen Mustern. Ein gemustertes Kissen verträgt problemlos zwei einfarbige Begleiter. Zwei Muster nebeneinander funktionieren nur, wenn sie sich in Farbton und Größe deutlich unterscheiden. Bei den Farben hilft eine einfache Methode: einen Ton aus dem Raum aufgreifen, etwa aus einem Bild, einem Teppich oder einem Vorhang, und ihn in ein oder zwei Kissen wiederholen. Der Rest bleibt neutral. Decken sollten ebenfalls nicht mit den Kissen konkurrieren – eine strukturierte Decke neben glatten Kissen wirkt ruhiger als zwei strukturierte Elemente nebeneinander.
Die Größe ist der zweithäufigste Grund für Ärger. Schlafsofas haben meist Liegeflächen von 140 × 200 cm oder 160 × 200 cm. Wer normale Bettwäsche in 135 × 200 cm kauft, zieht den Bezug über die Matratze und wundert sich, dass er an den Ecken spannt. Besser ist eine Nummer größer, also 155 × 220 cm, damit der Bezug die Matratze vollständig umschließt und an den Ecken nicht aufspringt. Bei Klappsofas mit dünner Polsterauflage reicht oft ein Spannbettlaken in passender Größe, darüber ein loses Laken.
Zuerst muss die Matratze zur Liegefläche passen. Pensionsbetten haben häufig Sondermaße, etwa 90x200 oder 100x200 Zentimeter. Wird eine zu breite Matratze aufgelegt, wölbt sie sich an den Rändern nach oben. Das sieht nicht nur unruhig aus, sondern verkürzt auch die Lebensdauer des Bezugs. Eine zu schmale Matratze hingegen verrutscht und hinterlässt sichtbare Spalten am Rahmen. Deshalb gilt: Maßband nehmen, Innenmaß des Bettes messen und die Matratze exakt danach auswählen. Wer hier schätzt, zahlt später mit unbequemem Schlaf.
Die Rückseite des Sofas muss nicht an der Schräge anliegen. Oft ist es sinnvoller, einen schmalen Spalt zu lassen, damit Luft zirkulieren kann und die Wand nicht feucht wird. Dieser Spalt lässt sich mit einer abnehmbaren Blende kaschieren, die zugleich als Lehne dient. Wichtig ist, dass die Blende nicht fest mit der Wand verankert wird, sonst überträgt sich jede Bewegung auf den Putz. Eine lose aufliegende Polsterauflage aus Schaumstoff verhindert zudem, dass die Schräge als harte Kante im Rücken spürbar ist.
Bettwäsche für ein Schlafsofa unterscheidet sich in entscheidenden Punkten von normaler Bettwäsche. Wer regelmäßig Gäste beherbergt oder selbst auf dem Sofa schläft, kennt das Problem: Die Bezüge rutschen, die Decke verrutscht, das Kissen fällt hinter die Rückenlehne. Die Ursache liegt selten am Sofa, sondern fast immer an der falschen Kombination aus Material, Größe und Farbe. Wer diese drei Faktoren einmal richtig abstimmt, schläft deutlich besser und spart sich das tägliche Neu-Beziehen.
Material: Baumwolle schlägt Mikrofaser, wenn es ums Schlafen geht Für ein Schlafsofa ist ein Material mit etwas Griffigkeit die beste Wahl. Reine Baumwolle in mittlerer Webdichte liegt angenehm auf der Haut, nimmt Feuchtigkeit auf und bleibt an der Matratzenauflage liegen, ohne ständig zu verrutschen. Perkal und Renforcé sind hier praktische Gewebearten: Renforcé ist dichter gewebt und daher robuster gegen Zug und Reibung. Mikrofaser fühlt sich glatt an, rutscht aber auf vielen Sofapolstern stark und knistert bei Bewegung. Leinen ist atmungsaktiv, knittert jedoch schnell und braucht mehr Pflege. Ein häufiger Fehler ist der Kauf von Satin-Bettwäsche: Sie sieht edel aus, ist aber auf einem Schlafsofa zu glatt und liegt selten fest. Wer empfindlich auf Hausstaub reagiert, sollte auf dicht gewebte Baumwolle mit Öko-Siegel achten und die Bezüge regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen.