Die Befestigung an der Wand entscheidet über die Stabilität. Fliesen oder Putz sind kein tragfähiger Untergrund; suche die Mauersteine dahinter und düble dort. Bei Trockenbauwänden gehören geeignete Hohlraumdübel oder eine Verstärkung hinter die Beplankung. Setze den Schrank nicht direkt auf den Boden, wenn dort häufig Wasser steht: ein Abstand von einigen Zentimetern oder verstellbare Füße aus Kunststoff verhindern, dass die Schnittkanten dauerhaft im Nassen stehen.
Die Konstruktion besteht meist aus einem Korpus mit Deckel, der als Sitzfläche dient. Als Sitzhöhe haben sich 42 bis 48 Zentimeter bewährt, gemessen von der Oberkante der Polsterauflage. Die Tiefe der Sitzfläche liegt zwischen 35 und 45 Zentimetern, sonst sitzt man unbequem. Unter dem Deckel entsteht der Stauraum: entweder als offenes Fach mit Körben oder mit Schubladen auf Rollen. Für die Belastung ist nicht die Platte das Problem, sondern die Verbindung. Verschraube den Korpus mit Winkeln an der Wand und stütze ihn vorn mit Füßen oder einem Sockel ab. Eine freitragende Konstruktion ohne Auflage biegt sich sonst durch.
Bei der Auswahl zählt die Verarbeitung mehr als die Form. Wackelige Gestelle und dünne Platten schwingen bei jeder Bewegung mit. Achten Sie auf eine Platte mit mindestens 25 Millimeter Stärke, abgerundete Kanten und eine tragfähige Mechanik. Ein Kabelkanal oder eine Klemme unter der Platte verhindert, dass Leitungen am Boden liegen. Für kleine Räume sind Winkel- oder Wandtische sinnvoll, wenn die Tiefe erhalten bleibt.
Die wichtigste Zahl ist die Sitzhöhe. Oberkante Sitzfläche und Oberkante Tischplatte sollten bei entspannter Schulterhaltung etwa 25 bis 30 Zentimeter auseinanderliegen, damit die Ellbogen im rechten Winkel aufliegen. Reicht die Tischhöhe nicht, ist eine höhenverstellbare Platte oder ein verstellbarer Stuhl die Lösung – nicht ein dickeres Sitzkissen. Achten Sie auf mindestens 120 Zentimeter Breite, sonst wird es mit Monitor und Unterlagen eng.
Planen Sie den Tisch nicht isoliert, sondern mit Licht und Steckdosen. Tageslicht von der Seite ist besser als von vorn oder hinten, sonst blenden Monitor oder Fenster. Steckdosen und Netzwerkanschluss gehören in Reichweite, ohne dass Kabel quer über den Boden laufen. Wer diese Punkte vor dem Kauf klärt, bekommt einen Arbeitsplatz, der auch nach Jahren noch passt.
Baue zuerst einen Korpus aus zwei Seitenwangen, Boden und Deckel. Nutze Dübel oder Lamellos und verleime die Verbindungen zusätzlich mit wasserfestem Leim. Setze eine Rückwand aus dünnem, feuchtigkeitsbeständigem Material ein; sie hält den Korpus im Winkel und schützt vor Spritzwasser. Ein häufiger Fehler ist, den Korpus vor dem Verleimen nicht zu prüfen: steht er nicht rechtwinklig, klemmen später die Türen oder Schubladen.
Versiegle alle offenen Schnittkanten mit Kantenumleimer oder einer feuchtigkeitsfesten Versiegelung. Das ist der Punkt, an dem die meisten Selbstbauten früh aufquellen. Verleime auch die Bohrungen für Scharniere und Schrauben nicht, aber verschließe sie nach dem Montieren mit passenden Abdeckkappen. Silikonfugen zwischen Schrank und Wand halten Spritzwasser ab, dürfen aber nicht als einzige Befestigung dienen.
Wie du Türen, Schubladen und Wandbefestigung richtig ausführst Für Türen oder Schubladenfronten verwendest du dasselbe Plattenmaterial wie für den Korpus. Topfbänder brauchen exakte Bohrungen; zeichne die Mittelpunkte vor und bohre mit einem Forstnerbohrer, sonst sitzt die Tür schief. Schubladen laufen auf verdeckten Führungsschienen, die seitlich am Korpus verschraubt werden. Achte darauf, dass die Schienen parallel sitzen – ein Millimeter Versatz reicht, damit die Schublade schleift.
Ein Unterschrank im Bad muss vor allem Feuchtigkeit vertragen. Bevor du zuschneidest, entscheide, ob das Gehäuse aus wasserfestem Sperrholz, Siebdruckplatte oder beschichteter Spanplatte mit dichten Kanten entsteht. Massivholz arbeitet bei Nässe zu stark, rohe Spanplatte quillt an den Schnittkanten auf. Miss den Platz zwischen Wand und Waschbecken genau aus, ziehe 5 Millimeter Luft ab und prüfe, ob der Siphon und die Eckventile genug Raum behalten.
Beinfreiheit und Tiefe: die unterschätzten Maße Die Tischplatte sollte mindestens 60, besser 80 Zentimeter tief sein, damit der Monitor weit genug weg steht. Zwischen Oberkante Oberschenkel und Unterkante Tischplatte müssen mindestens zwei Finger passen, sonst sitzen Sie eingeklemmt. Typischer Fehler: eine Schublade direkt unter der Platte. Sie kostet Beinfreiheit und drückt auf die Knie. Prüfen Sie außerdem, ob eine Fußstütze nötig ist – bei hohem Tisch kippt das Becken sonst nach hinten.
Beleuchtung und Belüftung werden oft vergessen. Ein begehbarer Bereich ohne Licht wird zur Ablage, nicht zum Ankleideplatz. Licht sollte von oben oder von der Seite kommen, nicht direkt in die Augen. Bewegungsmelder sind praktisch, aber prüfen Sie die Reichweite, sonst steht man im Dunkeln. Lüftung ist wichtig, weil sich in engen Schränken Feuchtigkeit staut. Ein Lüftungsschlitz in der Tür oder ein kleiner Spalt unter der Tür verhindert Schimmel. Typischer Fehler: Der Schrank wird komplett abgedichtet, und nach einigen Monaten riecht die Kleidung muffig.