Beginnen Sie mit einer Skizze des Bades im Maßstab, nicht mit dem Möbelkatalog. Messen Sie die Wand, an der der Waschtisch stehen soll, und ziehen Sie den Platz für eventuelle Vorwandinstallationen ab. Prüfen Sie, wo Wasserzu- und abläufe liegen und ob sie sich mit vertretbarem Aufwand versetzen lassen. Bei einer Sanierung ist das der teuerste Posten, bei einem Neubau lässt sich die Position früh festlegen. Zeichnen Sie auch die Tür auf, samt Öffnungsrichtung: Ein Waschtisch vor einer nach innen öffnenden Tür blockiert den Zugang dauerhaft.
Vor dem Kauf von Fliesen oder Ablauf muss die Rohbauhöhe geprüft werden. Zwischen Rohbeton und Oberkante Fliese sollten mindestens 8 bis 12 Zentimeter liegen, sonst passt der Ablaufkörper nicht in den Boden. Bei Holzbalkendecken ist besondere Vorsicht geboten: Hier muss die Statik stimmen, und der Estrich muss verstärkt werden. Ein häufiger Fehler ist, den Ablauf zu weit von der Duschfläche entfernt zu setzen. Dann wird das Gefälle zu stark, und das Wasser läuft nicht mehr sauber ab.

Drei Layouts, die in 16 bis 22 m² funktionieren Das klassische Layout: Der Teppich liegt parallel zum Sofa, die Vorderbeine des Sofas stehen auf dem Teppich, die Sessel ebenfalls mit den Vorderbeinen. Zwischen Teppichrand und Wand bleiben 20 bis 30 cm Boden sichtbar. Das zweite Layout für offene Räume: Der Teppich definiert die Sitzzone, Fernseher und Regal stehen außerhalb. Hier reicht oft 160 x 230 cm, wenn der Teppich nur unter dem Couchtisch liegt und die Sitzmöbel bewusst außen bleiben. Das dritte Layout für lange, schmale Räume: Zwei kleine Teppiche von 120 x 170 cm nebeneinander wirken unruhig – besser ist ein durchgehender Läufer von 160 x 300 cm, der die Länge betont.
Für Stauraum gilt: Tiefe ist wichtiger als Breite. Ein Schrank mit 35 Zentimetern Tiefe reicht für Schuhe, Jacken und Körbe, wenn Sie Innenauszüge nutzen. Regalböden in voller Raumhöhe bis zur Decke verhindern Staub und schaffen Platz für selten Genutztes. Offene Fächer wirken schnell unordentlich – planen Sie geschlossene Türen für alles Sichtbare und nur ein offenes Fach für Schlüssel und Post. Ein Sitzhocker mit Klappdeckel löst zwei Probleme auf einmal: Schuhwechsel und Stauraum.
Prüfen Sie zum Schluss die Wechselwirkung von Licht und Tür. Schiebetüren aus Glas oder mit Milchglas lassen Licht durch, verstecken aber den Inhalt. Massivholztüren dunkler Töne schlucken Licht und verkleinern den Raum optisch. Helle Oberflächen in Mattweiß oder hellgrau reflektieren das Licht und lassen die Wände zurücktreten. Wer diese drei Punkte – Laufweg, Türart, Lichtführung – in dieser Reihenfolge plant, gewinnt auf sechs Quadratmetern mehr nutzbaren Raum als mit jedem zusätzlichen Regal.
Für kleinere Unebenheiten eignen sich Ausgleichsmassen auf Zement- oder Gipsbasis. Sie werden nach Herstellerangabe angemischt und mit einer Zahnkelle oder Glättkelle verteilt. Wichtig: Die Masse nicht zu dünn anrühren, sonst verläuft sie nicht, und nicht zu dick, sonst bindet sie ungleichmäßig ab. Arbeiten Sie in Etappen und ziehen Sie die Masse mit einem Rakel ab. Bei größeren Fehlstellen oder stark welligen Flächen sind Ausgleichsplatten oder Keilunterlagen unter dem neuen Belag eine Alternative. Für Teppichboden oder Laminat reichen oft dünne Unterlagsmatten, die kleine Unebenheiten kaschieren.
Menge und Werkzeug richtig kalkulieren Der Farbbedarf hängt von Saugfähigkeit und Deckkraft ab. Eine grobe Faustregel: pro Quadratmeter Wandfläche und Anstrich etwa 0,15 bis 0,2 Liter Farbe. Bei zwei Anstrichen und einer 20 Quadratmeter großen Wand sind das rund sechs bis acht Liter. Wer zu knapp kauft, riskiert Farbunterschiede zwischen den Gebinden. Beim Werkzeug gilt: Kurzflorrolle für glatte Flächen, Langflorrolle für Rauputz, Pinsel für Kanten und Ecken. Abklebeband schützt Fußleisten, Fensterrahmen und Steckdosen. Ein Eimer, ein Rührstab und ein Teleskopstiel sparen Leiter und Kraft.
Auf sechs Quadratmetern entscheidet nicht die Menge des Stauraums, sondern seine Lage. Wer Regale einfach an die längste Wand stellt, blockiert Laufwege und gewinnt nichts. Messen Sie zuerst die Bewegungsfläche: Mindestens 80 Zentimeter breit muss der Gang bleiben, sonst wird jeder Gang zum Schrank zum Hindernis. Zeichnen Sie den Grundriss auf Millimeterpapier und markieren Sie Türaufschläge, Lichtschalter und Heizkörper. Erst danach planen Sie Schränke – nicht umgekehrt.
Für den Einstieg ohne Schwelle sollte die Duschfläche mindestens 90 mal 90 Zentimeter groß sein, besser 100 mal 100. Bei weniger Platz wird das Duschen unangenehm, und das Wasser spritzt leichter heraus. Eine feste Glaswand oder eine Duschabtrennung aus Glas hält Spritzwasser zurück. Im kleinen Bad kann eine teileingebaute Glaswand mit einer Tür ausreichen. Darauf achten, dass die Tür nach außen öffnet, damit im Notfall niemand eingeschlossen ist.
Beim Auszug zählt nicht die perfekte Optik, sondern die vertraglich vereinbarte Ausführung. Wer nur ausbessert, sollte den Farbton exakt treffen, sonst bleiben Flecken sichtbar. Wer komplett streicht, dokumentiert den Zustand mit Datum und Fotos. So lassen sich spätere Diskussionen über Schönheitsreparaturen sachlich klären.