Die Kosten verteilt man nach dem im Beschluss festgelegten Schlüssel, in der Regel nach Miteigentumsanteilen. Einzelne Eigentümer können nicht einfach verlangen, dass nur die Erdgeschosswohnungen zahlen, weil sie das Treppenhaus kaum nutzen. Wer eine Sonderregelung will, muss sie vorher in der Teilungserklärung oder durch Vereinbarung aller Eigentümer verankern. Häufiger Fehler: Die Gemeinschaft beschließt eine Sanierung, ohne die Rücklage zu prüfen, und steht dann vor einer ungeplanten Sonderumlage. Besser ist ein Sanierungsplan über mehrere Jahre, damit die Rücklage Schritt für Schritt wächst und die Belastung verteilt wird.
Leitungen und Beckenform richtig plan
Beim Budget in Deutschland ist die Verkabelung der größte Unsicherheitsfaktor. Wenn die Wände offen sind, lege getrennte Stromkreise für Arbeits-, Ess- und Grundlicht. Bei Bestandsküchen ohne neue Leitungen nutze Steckdosenleisten mit Schalter oder Funksteuerung, aber prüfe die zulässige Last. Plane Leuchten so, dass Leuchtmittel austauschbar sind, statt fest verbaute Module zu kaufen. Wer zuerst die Zonen festlegt und dann Leuchten auswählt, spart Geld und Ärger.
Als Material bewährt sich Massivholz, weil es stabil ist und sich gut verarbeiten lässt. Für den Korpus reichen 18 Millimeter starke Platten, für die Sitzfläche besser 25 bis 30 Millimeter, damit sie sich unter dem Gewicht nicht durchbiegt. Wer eine Klappe als Zugang zum Stauraum plant, braucht ein Scharnier, das die Klappe offen hält, sonst fällt sie beim Einräumen immer wieder zu. Eine Alternative sind zwei Schubladen auf Rollen oder eine offene Nische mit Körben. Die offene Variante ist einfacher zu bauen und lässt sich später leichter umstellen, staubt aber schneller ein.
Bei der Ausführung geht es um Bodbelag, Geländer, Beleuchtung, Brandschutz und Barrierefreiheit. Brandschutztüren und Fluchtwege dürfen nicht durch Möbel oder Fahrräder blockiert werden; hier haftet die WEG, wenn sie das duldet. Bei älteren Häusern prüft man zuerst, ob eine Sanierung oder ein Austausch wirtschaftlicher ist. Fotodokumentation vor und nach der Arbeit schützt vor Streit über Vorschäden. Anzahlungen sollten nur gegen Nachweis gezahlt werden, die Schlusszahlung erst nach Abnahme und Beseitigung aller Mängel.
Zum Schluss ein einfacher Test: Stelle den Hocker vor die Kinderküche, setze das Kind darauf und beobachte, ob die Füße flach aufliegen oder frei hängen. Hängen die Füße in der Luft, ist der Hocker zu hoch. Berühren die Knie die Arbeitsplatte, ist er zu niedrig. Passt beides, kann das Kind bequem und sicher mitkochen, backen und abwaschen. Ein Hocker, der diese Bedingungen erfüllt, wird nicht nach wenigen Wochen in die Ecke geschoben, sondern täglich genutzt.
Am Ende zählt die Dokumentation: Beschlüsse, Angebote, Rechnungen, Abnahmeprotokolle und die aktuelle Kostenverteilung gehören in die Verwaltungsunterlagen. Jeder Eigentümer hat Anspruch auf Einsicht. Wer das Treppenhaus als rein privaten Raum betrachtet und eigenmächtig streicht oder Möbel aufstellt, riskiert einen Unterlassungsanspruch der Gemeinschaft. Wer dagegen sauber beschließt, ordentlich vergibt und Mängel nachhält, vermeidet Haftungsfallen und Streit, der sonst Jahre dauert.
Die Platzierung folgt einer einfachen Prüfung. Ziehe den Teppich so weit unter das Sofa, dass die vorderen Füße etwa 20 bis 30 cm auf dem Teppich stehen. Bei einer Sitzgruppe mit zwei Sesseln sollten deren vordere Füße ebenfalls auf dem Teppich liegen. Der Abstand zwischen Teppichrand und Wand beträgt idealerweise 20 bis 40 cm, nicht mehr. Ein Teppich, der die Wand berührt, wirkt wie ein fest eingebauter Bodenbelag und nimmt dem Raum die Leichtigkeit.
Blendung entsteht meist durch nackte Leuchtmittel im Sichtfeld oder durch glänzende Arbeitsflächen. Wähle Leuchten mit Diffusor oder mattiertem Glas und richte sie so aus, dass die Lichtquelle beim Arbeiten nicht im Blick liegt. Dimmer helfen, das Niveau abends zu senken. Für Schränke und Schubladen lohnt sich eine separate Schaltgruppe, damit man beim Öffnen nicht die ganze Küche aufhellt.
Eine einzelne Deckenleuchte in der Küchenmitte reicht selten aus. Sie wirft Schatten auf die Arbeitsfläche, blendet beim Blick nach oben und lässt Ecken dunkel. Wer die Küche beleuchtet, plant deshalb in Zonen: Arbeitsbereich, Essbereich, Orientierung und Akzente. Jede Zone bekommt eine eigene Lichtaufgabe. Das verhindert, dass man später mit provisorischen Stehlampen nachbessert.
Lumen, Lichtfarbe und Blendung richtig abstimmen Die Helligkeit wird in Lumen geplant, nicht in Watt. Für die Arbeitsfläche sind je nach Größe und Deckenhöhe etwa 500 bis 800 Lumen pro Meter Arbeitsplatte eine brauchbare Richtung. Der Essbereich kommt mit weniger aus, oft reichen 200 bis 300 Lumen pro Quadratmeter. Bei der Lichtfarbe gilt: 2700 bis 3000 Kelvin wirken warm und wohnlich, 4000 Kelvin neutral und sachlich. Mische keine warmen und kalten Leuchten in derselben Zone, das wirkt unruhig. Achte auf den Farbwiedergabeindex: ab etwa 90 erscheinen Lebensmittel und Holz natürlich.