Risse im Altputz sind selten ein reines Oberflächenproblem. Bevor Gewebeband und Feinspachtel zum Einsatz kommen, muss klar sein, ob der Riss ruht oder arbeitet. Ein Haarstrich im mineralischen Putz verhält sich anders als eine Fuge, die bei Temperaturschwankungen auf- und zugeht. Wer das ignoriert, überbrückt den Riss zwar optisch, doch nach einem halben Jahr ist er wieder sichtbar – dann meist breiter als vorher.
Wer diese Punkte vorab klärt, kann ein Dusch-WC im Bestand sauber nachrüsten. Der Aufwand liegt selten im Gerät selbst, sondern in der Anpassung von Abwasser, Strom und Befestigung. Eine gründliche Bestandsaufnahme vor dem Kauf ist der beste Schutz vor Nacharbeit.
Bevor Sie zur Säge greifen, prüfen Sie mit einer dünnen Pappe oder einem Stück Papier, wo genau der Kontakt entsteht. Legen Sie das Papier unter die Tür und schließen Sie sie langsam. Bleibt das Papier an einer Stelle klemmen, markieren Sie diese mit Kreppband. So sehen Sie später genau, wie viel Material weg muss. Ein häufiger Fehler ist, sofort mehrere Millimeter abzusägen, obwohl oft schon zwei oder drei Millimeter genügen.
Die Schiene wird mit Dübeln und Schrauben an der Decke befestigt. Bei Beton brauchen Sie einen Bohrhammer und passende Dübel, bei Holz reichen Spanplattenschrauben. Richten Sie die Schiene exakt aus, bevor Sie die Schrauben endgültig anziehen. Eine Wasserwaage ist Pflicht. Bei langen Schienen sind mehrere Befestigungspunkte nötig, sonst hängt sie durch. Achten Sie darauf, dass die Schiene nicht mit anderen Leitungen kollidiert – prüfen Sie vor dem Bohren mit einem Leitungssuchgerät. Die elektrische Verbindung erfolgt über einen Einspeiser, der in die Schiene geklickt wird. Schieben Sie den Einspeiser nie unter Spannung ein; schalten Sie vorher die Sicherung aus. Ein typischer Fehler ist das Vertauschen von Phase und Null, was bei manchen Dimmsystemen zu Flackern führt.

Typische Fehler häufen sich an drei Stellen. Erstens: der Abwasseranschluss wird zu knapp bemessen, weil nur das alte WC-Rohr übernommen wird. Zweitens: die Elektrik wird provisorisch mit Verlängerungskabel gelöst. Drittens: die Montagehöhe wird nicht an die Körpergröße angepasst – ein Dusch-WC sitzt oft höher als ein klassisches WC, was bei kleinen Bädern unbequem wird. Prüfen Sie vor dem Einbau, ob der Spülstrahl frei in das Becken trifft und ob der Trockner nicht gegen die Wand bläst.
Nach dem Kürzen muss die Schnittkante versiegelt werden. Bei lackierten Türen tragen Sie Klarlack oder passenden Decklack auf, bei furnierten Blättern genügt ein farbloser Schutzanstrich. Ohne diese Versiegelung dringt Feuchtigkeit ein, das Holz quillt auf und die Tür schleift bald wieder. Warten Sie mit dem Einhängen, bis die Kante trocken ist. Setzen Sie das Blatt vorsichtig wieder in die Bänder und testen Sie den Lauf über die gesamte Öffnungsbreite.
Ein Dusch-WC im Bestand nachzurüsten ist machbar, aber kein reines Austauschgeschäft. Entscheidend sind drei Dinge: der Durchmesser der Abwasserleitung, die Lage des Fallrohrs und eine Steckdose in Reichweite. Wer diese Punkte vor dem Kauf klärt, spart sich teure Überraschungen. Wer einfach ein Gerät bestellt und erst beim Auspacken an den Strom denkt, zahlt doppelt – einmal für das Gerät, einmal für den Elektriker.
Typische Fehler: Zu wenig Spachtel unter dem Band, sodass es nur aufliegt. Zu viel Spachtel in einem Gang, der beim Trocknen schwindet und eine Mulde hinterlässt. Oder das Band wird auf staubigen Untergrund gelegt. Auch falsches Material – ein grober Füllspachtel statt Feinspachtel – führt zu einer rauen Oberfläche, die später durchscheint. Bei sehr breiten Rissen ist ein einzelnes Band zu schmal; hier wird versetzt gearbeitet, damit die Überbrückung breit genug ist.
Strom, Wasser und Platz richtig vorbereiten Für den Stromanschluss gilt: Ein Dusch-WC benötigt eine eigene, mit FI-Schutzschalter abgesicherte Zuleitung. Die Steckdose gehört nicht direkt hinter das Gerät, sondern seitlich versetzt in etwa 30 bis 40 Zentimetern Höhe, damit sie bei Spritzwasser geschützt und im Fehlerfall erreichbar bleibt. Wer die Steckdose in einem Bereich plant, der als Nasszone gilt, braucht eine zugelassene Lösung mit entsprechender Schutzart. Wichtig: Viele Geräte ziehen kurzzeitig hohe Leistung beim Heizen des Wassers – eine Mehrfachsteckdose mit anderen Verbrauchern ist tabu.
Wer die Reihenfolge einhält – erst Bänder prüfen, dann kürzen, zuletzt das Schließblech anpassen – spart sich unnötige Arbeit und Material. Ein Blick auf die Ursache statt auf die Säge ist fast immer der schnellere Weg.
Zuerst wird der Riss freigelegt. Mit einem Spachtel oder einem Rissöffner den Rand so weit aufweiten, dass loser Putz und Staub herausfallen. Anschließend gründlich absaugen oder auskehren, danach mit einem feuchten Schwamm abwischen. Kein Wasser in den Riss schütten, die Haftung leidet. Tiefe Risse, die bis zum Mauerwerk reichen, sollten mit einem geeigneten Reparaturmörtel vorgefüllt und über Nacht ausgehärtet werden. Erst danach lohnt sich das Überbrücken.