Auf der Arbeitsplatte zählt jede Fläche. Eine Insel im kleinen Grundriss sollte nicht durch ein festes Kochfeld oder eine eingelassene Spüle zerschnitten werden, wenn diese Funktionen bereits an der Wandzeile vorhanden sind. Besser ist eine durchgehende Arbeitsfläche, auf der ein mobiles Kochfeld oder eine tragbare Induktionsplatte bei Bedarf Platz findet. Wer unbedingt eine Spüle auf der Insel braucht, wählt ein schmales Becken und plant die Armatur nicht in die Mitte, sondern an den Rand – so bleibt die Hauptarbeitsfläche frei. Steckdosen gehören in die Seitenwange oder in eine Steckdosenleiste unter der Platte, nicht in die Arbeitsfläche.
Typische Fehler sind zu viel Druck auf das Schleifgerät, zu feine Körnung am Anfang und das Streichen auf noch warmem oder staubigem Holz. Auch das Abkleben der angrenzenden Wandflächen wird oft unterschätzt: Schleifstaub setzt sich millimeterdick auf Tapeten und lässt sich kaum noch entfernen. Wer diese Punkte beachtet, spart sich den zweiten Anstrich und hat eine Oberfläche, die auch in den nächsten Jahren hält.
Ein schmaler Flur mit einer einzelnen Deckenleuchte wirkt immer wie ein Tunnel. Setzen Sie stattdessen auf indirektes Licht: LED-Profile unter den Schrankböden oder auf deren Oberseite strahlen die Wand an und lassen sie optisch zurücktreten. Ein zusätzlicher Strahler auf die gegenüberliegende Seite verdoppelt die wahrgenommene Breite. Vermeiden Sie kaltes Licht über 4000 Kelvin – es macht den Raum ungemütlich und betont Staub. Warmweiß zwischen 2700 und 3000 Kelvin mit dimmbaren Modulen ist die bessere Wahl. Ein Bewegungssensor spart Strom und ersetzt den lästigen Schalter, den man im Dunkeln sucht.

Die Abdichtung wird oft unterschätzt. Silikonfugen müssen vollständig und ohne Unterbrechung ausgeführt werden, besonders an der Wand hinter dem Waschtisch und an den Beckenrändern. Ein Spalt von einem Millimeter reicht, damit Wasser über Jahre in die Wand läuft. Bei Natursteinplatten ist zu beachten, dass sie regelmäßig imprägniert werden müssen; sonst zieht Wasser ein und hinterlässt Flecken. Auch auf das Gewicht achten: Ein Doppelwaschtisch aus Mineralguss kann mit Wasser und Armaturen deutlich schwerer sein als ein einzelner. Die Wand oder der Unterschrank müssen dafür ausgelegt sein.
Typische Fehler sind: zu dünner Kleister, weil er sich leichter verstreichen lässt, aber nicht trägt; überlappende Nähte, die später als Schatten sichtbar bleiben; und das Tapezieren auf noch feuchter Grundierung. Ebenso problematisch ist es, Bahnen in eine Ecke zu drücken, statt sie sauber zu stoßen. Wer diese Punkte beachtet, hat nach dem Trocknen keine Blasen, keine abstehenden Kanten und keine Überraschung beim nächsten Anstrich.
Ein Waschtisch mit zwei Becken scheitert selten an der Auswahl der Becken, sondern an der Wand davor. Bevor irgendetwas bestellt wird, müssen Zuleitungen, Abfluss und die Lage der tragenden Wand geklärt sein. Zwei Becken bedeuten zwei Abflüsse — entweder zwei getrennte Siphons, die jeweils in einen eigenen Wandabfluss laufen, oder ein gemeinsames Abflussrohr, das über einen Y-Verteiler angeschlossen wird. Letzteres funktioniert nur, wenn die Rohre ausreichend dimensioniert sind; bei zu geringem Querschnitt zieht es das Wasser aus einem Becken ins andere ab. Wer hier spart, baut später auf.
Nach jedem Schleifgang wird der Staub entfernt, nicht nur weggeblasen. Ein feuchtes Tuch oder ein Staubbindetuch nimmt die feinen Partikel auf, die sonst im neuen Anstrich als Körnung sichtbar bleiben. Besonders in Rissen sitzt Staub tief; dort hilft eine weiche Bürste. Wer diesen Schritt überspringt, erkennt den Fehler erst nach dem Trocknen der Farbe – dann hilft nur noch einmal komplett von vorn.
Alte Holzbalken in Altbauwohnungen sind selten gerade, oft rissig und meistens mehrfach überstrichen. Wer sie neu streichen will, muss zuerst die alte Oberfläche verstehen: Lack, Lasur, Wachs oder Leimfarbe verhalten sich beim Schleifen völlig unterschiedlich. Ein kurzer Test mit einem scharfen Stemmeisen an einer unauffälligen Stelle zeigt, wie viele Schichten überhaupt aufliegen. Erst danach lässt sich entscheiden, ob nur angeschliffen oder bis aufs Holz abgetragen werden muss.
Vor dem Streichen wird das Holz auf Feuchtigkeit geprüft. Altbauwände und -decken können Restfeuchte enthalten, die den Anstrich später ablöst. Ein einfaches Feuchtemessgerät oder ein Stück Folie, über Nacht aufgeklebt, zeigt, ob Kondenswasser entsteht. Harzende Stellen an Nadelholzbalken werden mit einem geeigneten Mittel entfernt und versiegelt, sonst durchdringt das Harz die neue Farbe und bildet braune Flecken.
Vor dem Schleifen wird der Raum staubdicht abgehängt. Folie an Decke und Wänden, Klebeband an Türzargen, der Fußboden doppelt abgedeckt. Holzbalken liegen häufig über Kopf, deshalb ist ein fester Stand wichtiger als Kraft. Ein Gerüst oder eine stabile Bockleiter schlägt jede wackelige Konstruktion. Lose Farbreste, Nägel und alte Drahtstifte werden vorher entfernt, sonst reißt das Schleifpapier sofort ein und hinterlässt Riefen im Holz.