Kompaktplatte ist ein durchgefärbter Schichtstoff mit hoher Dichte. Sie ist robuster als Laminat und unempfindlicher gegen Feuchtigkeit, aber nicht kratzfest. Schneiden Sie nie direkt auf der Platte, sondern immer auf einem Brett. Für die Reinigung reicht warmes Wasser mit etwas Spülmittel; bei fettigen Stellen hilft ein Spiritus-Wasser-Gemisch im Verhältnis eins zu eins. Aggressive Lösungsmittel wie Aceton oder Nitroverdünner greifen die Oberfläche an und hinterlassen matte Flecken. Nach der Reinigung trocken nachwischen, damit keine Kalkränder entstehen.
Für indirektes Licht ohne Bohren eignen sich LED-Streifen mit Klebeband. Sie werden unter Regalen, hinter dem Bett oder entlang der Fußleiste angebracht und über einen Stecker mit Schalter oder eine Fernbedienung gesteuert. Vor dem Kleben die Fläche entstauben und entfetten, sonst lösen sich die Streifen nach wenigen Wochen. Wer die Streifen an Wänden mit Raufaser tapeziert, sollte sie auf einer dünnen Kunststoffschiene befestigen, die sich rückstandslos abziehen lässt.
Ein kleines Arbeitszimmer verleitet dazu, den Schreibtisch dorthin zu schieben, wo gerade Platz ist – meist direkt an die Wand. Das ist der erste Fehler. Steht der Tisch mit der Vorderkante an der Wand, fehlt die Tiefe für Bildschirm und Tastatur, und man rutscht automatisch nach vorn. Die Folge: Rundrücken, vorgestreckter Kopf, verspannte Schultern. Wer den Tisch um mindestens 60 Zentimeter von der Wand abrückt oder ihn quer zur Wand stellt, gewinnt sofort Bewegungsfreiheit für Ellbogen und Knie.
Blau und Violett zählen zu den problematischsten Küchenfarben. Sie dämpfen den Appetit messbar, weil sie Speisen farblich verfremden und den Eindruck von Kühle oder Verdorbenem erzeugen. Wer dennoch Blau möchte, sollte es auf einer einzelnen Akzentwand oder auf Schränken einsetzen, nicht auf allen vier Wänden. Ein komplett blaues Esszimmer führt häufig dazu, dass Portionen kleiner ausfallen und Reste häufiger weggeworfen werden. Das ist kein Grund, Blau zu verbieten, aber ein Grund, es sparsam zu dosieren.
Praktisch geht man so vor: Zuerst überlegen, ob mehr oder weniger gegessen werden soll. Für mehr Appetit zwei Wände in warmem Rot, Terrakotta oder Apricot streichen, die restlichen Wände in einem hellen Neutralton lassen. Für weniger Appetit eine Wand in gedämpftem Blau oder Salbeigrün wählen und Essensbereiche mit warmem Licht betonen, damit der Kontrast nicht zu kühl wird. Immer eine Testfläche von mindestens einem Quadratmeter anlegen und bei Tageslicht sowie bei Abendbeleuchtung prüfen. Nach zwei Tagen zeigt sich, ob die Farbe den eigenen Essrhythmus unterstützt oder stört.
Holz braucht Feuchtigkeit im Maß, nicht in Mengen Holz ist ein Naturmaterial und arbeitet mit der Umgebungsfeuchtigkeit. Eine geölte oder gewachste Oberfläche nimmt Wasser anders auf als eine lackierte. Bei geölten Platten reicht es, regelmäßig mit einem feuchten Tuch nachzuwischen und die Ölschicht je nach Nutzung alle paar Monate zu erneuern. Dafür etwas Öl auf ein fusselfreies Tuch geben, dünn in Richtung der Maserung einreiben und überschüssiges Öl nach kurzer Einwirkzeit abnehmen. Lackierte Platten vertragen keine öligen Pflegemittel, weil diese den Lackfilm aufweichen. Bei beiden gilt: nicht tropfnass wischen. Wasser, das in Fugen oder Hirnholz eindringt, führt zu Quellung und Rissen.
Wer diese Regeln einhält, verlängert die Zeit bis zur nächsten Abschleifung deutlich. Kontrollieren Sie zweimal im Jahr die Oberfläche: Bilden Wassertropfen kleine Perlen, ist die Versiegelung intakt. Zieht das Wasser sofort ein, ist Nachpflege fällig. Bei geöltem Parkett tragen Sie dann eine dünne Schicht Pflegeöl auf, lassen es kurz einziehen und polieren mit einem trockenen Tuch nach. So bleibt der Boden makellos, ohne dass Sie ihn ständig neu aufbauen müssen.
Die richtige Sitzhöhe lässt sich ohne Hilfsmittel prüfen: Füße flach auf den Boden, Ober- und Unterschenkel bilden etwa einen rechten Winkel. Ist der Stuhl zu hoch, stellt man die Füße auf eine stabile Kiste oder ein dickes Buch. Ist er zu niedrig, hilft ein festes Sitzkissen. Wichtig ist, dass die Oberschenkel nicht auf der Kante aufliegen – sonst werden die Beine taub und man beginnt zu kippen.
Ein Gästezimmer in einer kleinen Wohnung steht die meiste Zeit leer, wird aber genau dann gebraucht, wenn Besuch über Nacht bleibt. Der häufigste Fehler ist, diesen Raum wie ein normales Schlafzimmer einzurichten: ein festes Bett, ein großer Schrank, ein Nachttisch. Das Ergebnis ist ein Zimmer, das neunzig Prozent des Jahres ungenutzt Fläche blockiert und im Alltag keinen Nutzen bringt. Wer stattdessen auf Möbel setzt, die sich zusammenklappen, verschieben oder doppelt verwenden lassen, gewinnt Wohnfläche zurück, ohne auf Komfort für Gäste zu verzichten.
Was Rot, Gelb und Grün im Esszimmer tatsächlich auslösen Kräftiges Rot beschleunigt den Puls und die Speichelproduktion, was sich als stärkerer Hunger bemerkbar macht. Für Gästezimmer oder kleine Küchen ist das ideal, in denen schnell und viel gegessen werden soll. Gelb wirkt freundlich und leicht, kann aber bei zu viel Sättigung nervös machen. Ein gedecktes Senfgelb ist besser als grelles Zitronengelb. Grün beruhigt und eignet sich für Menschen, die langsamer essen sollen, etwa bei Diäten oder Verdauungsproblemen. Ein zu dunkles Grün lässt den Raum jedoch kühl und modrig wirken, besonders bei wenig Tageslicht.