Anschließend reinigen. Ein handelsüblicher Silikonentferner löst Fettreste, danach mit Isopropylalkohol nachwischen. Der Untergrund muss trocken sein – wirklich trocken, nicht nur trocken aussehen. In Fliesenfugen und Ecken hält sich Wasser gern länger, als man denkt. Wer nach dem Wischen sofort silikoniert, bekommt Blasen oder schlecht haftende Ränder. Lieber eine Stunde warten und mit dem Finger prüfen, ob die Fuge kalt wirkt.
Nach Abschluss der Arbeiten ist eine Kontrolle unerlässlich. Feuchtigkeitsmessungen an mehreren Stellen und zu verschiedenen Jahreszeiten zeigen, ob die Sanierung greift. Wer nur optisch prüft, übersieht oft zurückbleibende Feuchtigkeit. Bewährt hat sich ein einfaches Protokoll mit Datum, Messwert und Außentemperatur. So lassen sich Veränderungen früh erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten, bevor neue Schäden entstehen. Feuchtigkeit im Altbau ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund für systematisches Vorgehen statt Schnellschüssen.
Bevor überhaupt eine Platte montiert wird, muss das Ständerwerk stimmen. Das Profil darf weder Boden noch Decke starr berühren. Unter die Sohle und über den Kopf gehört eine elastische Trennlage, etwa ein Streifen aus komprimierter Mineralwolle oder ein spezielles Dämmband. Das Profil wird dann mit Dübeln befestigt, aber so, dass es nicht direkt am Rohbau anliegt. Wer hier starr durchschraubt, überträgt jede Schwingung direkt in die Decke – und jede spätere Dichtung der Fuge ist wirkungslos.
Für die Absicherung gilt: Jeder Stromkreis braucht einen eigenen Fehlerstromschutzschalter, spätestens seit der DIN VDE 0100-410 für Laien bedienbare Steckdosen. Prüfen Sie vor dem Anschluss neuer Leitungen, ob der Querschnitt zu Leitungslänge und Absicherung passt. Ein zu dünnes Kabel wird warm, bevor die Sicherung auslöst. Lassen Sie die fertige Installation von einer eingetragenen Fachkraft abnehmen, auch wenn Sie selbst verlegt haben.
Sanierung Schritt für Schritt angehen Bevor irgendeine Beschichtung aufgetragen wird, muss die Feuchtigkeitszufuhr unterbrochen werden. Bei aufsteigender Feuchtigkeit kommen horizontale Sperren infrage, die nachträglich in das Mauerwerk eingebracht werden. Bei eindringendem Wasser sind Dach, Fassade und Drainage zu prüfen. Erst wenn die Wand austrocknen kann, sind weitere Maßnahmen sinnvoll. Ein häufiger Fehler ist das Aufbringen dichter Sperrputze oder Farben auf noch feuchtes Mauerwerk. Das Wasser staut sich dann und sucht sich neue Wege, oft in höhere Stockwerke oder benachbarte Räume.
Bei der Werkzeugwahl entscheidet nicht die Leistung, sondern die Führung. Eine Walzenschleifmaschine mit verstellbarer Drehzahl und absenkbarem Walzendruck eignet sich für große Flächen, eine Tellerschleifmaschine für Ränder und Ecken. Für den Zwischenschliff ist ein Exzenterschleifer mit hartem Teller die bessere Wahl, weil er ebene Flächen nicht wellt. Wer nur mit einem Bandschleifer arbeitet, erzeugt schnell Rillen, die später unter dem Öl als Schatten sichtbar bleiben.
Ein Fenster, das schwer schließt, Zugluft durchlässt oder bei Regen Wasser durchdrückt, ist meist kein Fall für den Austausch. In den meisten Fällen reicht es, die Beschläge nachzujustieren oder die Dichtung zu erneuern. Bevor du jedoch am Rahmen hantierst, prüfe zuerst, wo genau das Problem sitzt: Öffne das Fenster und schaue dir die Dichtung an den vier Seiten an. Drücke mit dem Finger dagegen – sie darf nicht hart oder brüchig sein. Bei geschlossenem Fenster hältst du ein dünnes Blatt Papier zwischen Flügel und Rahmen. Lässt es sich leicht herausziehen, ist die Dichtung dort undicht.
Hinterfüllung und Abkleben entscheiden über die Optik Hintergrund: Silikon braucht eine Trennung zu dreidimensionalen Fugen. Ohne Rundschnur oder Hinterfüllprofil liegt das Silikon an drei Seiten an und reißt bei Bewegung an der dünnsten Stelle. Eine Rundschnur mit passendem Durchmesser in die Fuge drücken, sodass sie etwa ein Drittel der Fugentiefe einnimmt. So kann das Silikon in der Mitte elastisch arbeiten, ohne abzureißen.
Lüften und Heizen sind keine Nebensache, sondern Teil der Sanierung. Stoßlüften mehrmals täglich mit weit geöffneten Fenstern ist wirksamer als dauerhaft gekippte Fenster. Letzteres kühlt die Wandflächen aus und fördert Kondensation. Gleichzeitig sollte die Raumtemperatur nicht zu stark abgesenkt werden, sonst schlägt sich Feuchtigkeit an kalten Außenwänden nieder. Ein Hygrometer hilft, die relative Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten; Werte dauerhaft über sechzig Prozent sind ein Warnsignal.
Vor dem Spritzen beide Seiten der Fuge mit Kreppband abkleben. Das Band dicht an die Fugenkante drücken, sonst läuft Silikon darunter. Die Kartusche mit einer Düse versehen, die schmaler ist als die Fuge, und in einem gleichmäßigen Zug spritzen. Nicht in kurzen Stücken, sondern durchgehend, sonst entstehen Ansätze, die später sichtbar bleiben. Bei Ecken zuerst die eine, dann die andere Fuge ziehen – wer beide gleichzeitig bearbeitet, verwischt die Kante.
