Zuerst wird gemessen, und zwar an mehreren Stellen. Küchenwände sind selten im rechten Winkel, und eine Arbeitsplatte, die an einer Wand exakt passt, kann an der gegenüberliegenden um mehrere Millimeter klemmen. Messen Sie die Tiefe an der linken, mittleren und rechten Position sowie die Länge an der Vorder- und Hinterkante. Notieren Sie außerdem die Höhe der Unterschränke und die Position aller Traversen, denn diese bestimmen, wo später verschraubt werden darf. Wer hier schludert, bohrt beim Einbau in eine Wasserleitung oder in ein Stromkabel, das knapp unter der Oberkante verläuft.
Lüften und Heizen sind keine Nebensache, sondern Teil der Sanierung. Stoßlüften mehrmals täglich mit weit geöffneten Fenstern ist wirksamer als dauerhaft gekippte Fenster. Letzteres kühlt die Wandflächen aus und fördert Kondensation. Gleichzeitig sollte die Raumtemperatur nicht zu stark abgesenkt werden, sonst schlägt sich Feuchtigkeit an kalten Außenwänden nieder. Ein Hygrometer hilft, die relative Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten; Werte dauerhaft über sechzig Prozent sind ein Warnsignal.
Nach Abschluss der Arbeiten ist eine Kontrolle unerlässlich. Feuchtigkeitsmessungen an mehreren Stellen und zu verschiedenen Jahreszeiten zeigen, ob die Sanierung greift. Wer nur optisch prüft, übersieht oft zurückbleibende Feuchtigkeit. Bewährt hat sich ein einfaches Protokoll mit Datum, Messwert und Außentemperatur. So lassen sich Veränderungen früh erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten, bevor neue Schäden entstehen. Feuchtigkeit im Altbau ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund für systematisches Vorgehen statt Schnellschüssen.
Der häufigste Fehler ist die Konzentration aller Dosen in einer Reihe hinter dem Sofa. Besser verteilt man sie auf Putzhöhe, also rund 30 Zentimeter über dem Boden, und setzt zusätzlich eine höhere Dose für Staubsauger und Stehlampe. Denken Sie an die Möbelstellung, bevor der Elektriker kommt: Ein Sofa mit 90 Zentimetern Tiefe verdeckt sonst jede Anschlussmöglichkeit. Lichtschalter gehören an die Türzarge, nicht in die Raummitte, sonst tasten Sie sich im Dunkeln an die Wand.
Eine Toilette, die ständig weiterläuft, ist mehr als nur ein akustisches Ärgernis. Das Wasser rauscht permanent in die Schüssel, der Spülkasten füllt sich immer wieder nach, und die Wasserrechnung steigt Monat für Monat. In vielen Fällen lässt sich das Problem ohne Handwerker lösen, weil die Ursache fast immer an einer von drei Stellen sitzt: am Einlaufventil, am Ablaufventil oder an der Dichtung dazwischen. Wer die Toilette vor der Reparatur gründlich abschaltet und das Wasser aus dem Spülkasten ablässt, arbeitet trocken und vermeidet Folgefehler.
Beim Einlaufventil geht es ähnlich vor: Wasser abstellen, Kasten leeren, Schwimmerkappe abnehmen und das Ventil reinigen. Kalk ist hier der Hauptfeind. Ein Bad in entkalkender Lösung, meist Essig oder Zitronensäure, löst Ablagerungen oft zuverlässig. Danach alle Dichtungen prüfen und poröse Teile ersetzen. Der Schwimmer wird anschließend so eingestellt, dass der Wasserstand etwa zwei Zentimeter unter der Überlaufkante liegt. Wer ihn zu hoch setzt, riskiert permanentes Nachlaufen; wer ihn zu niedrig stellt, spült mit zu wenig Wasser und muss häufiger nachspülen.
Nach dem Zusammenbau den Zulauf langsam öffnen und den Kasten volle Füllung erreichen lassen. Erst dann den Spülvorgang auslösen und beobachten, ob das Wasser sauber stoppt oder weiterläuft. Ein zweiter Blick gilt dem Boden unter dem Kasten: Feuchte Spuren deuten auf eine undichte Überwurfmutter hin. Wer diese Schritte in Ruhe durchführt, hat das laufende WC meist in einer knappen Stunde im Griff und spart sich den teuren Notdienst.
Bei der Planung sollte immer die gesamte Gebäudehülle betrachtet werden. Eine Sanierung der einen Wand, während die andere feucht bleibt, verschiebt das Problem nur. Wer unsicher ist, sollte einen unabhängigen Bausachverständigen hinzuziehen, der die Feuchtigkeit im Profil misst und die Ergebnisse in einem Gutachten festhält. Das kostet zunächst Geld, verhindert aber teure Fehlentscheidungen. Denn eine falsch ausgeführte Sperre lässt sich kaum rückgängig machen und kann das Mauerwerk dauerhaft schädigen.
Erst prüfen, dann tauschen: So findest du die undichte Stelle Bevor irgendein Bauteil bestellt oder ausgetauscht wird, muss klar sein, wo das Wasser entweicht. Ein einfacher Test: Deckel abnehmen, Wasserzulauf schließen, Spülkasten leeren und trockenwischen. Dann den Zulauf wieder öffnen und beobachten, wo zuerst Wasser austritt. Tropft es oben aus dem Füllventil, ist dessen Dichtung oder Membran hinüber. Läuft Wasser unten in die Schüssel, obwohl nicht gespült wurde, schließt das Ablaufventil nicht mehr sauber. Steigt der Wasserspiegel bis zur Überlaufkante, ist der Schwimmer falsch eingestellt oder das Füllventil verkalkt. Diese Unterscheidung spart Geld und verhindert, dass du das falsche Teil wechselst.