
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Lüften zur falschen Zeit. Am Tag, wenn die Außenluft wärmer ist als die Innenluft, sollte man die Fenster geschlossen halten. Erst in den kühleren Abend- und Nachtstunden lohnt sich das Querlüften. Dabei werden gegenüberliegende Fenster oder Türen weit geöffnet, sodass ein Durchzug entsteht. So kann die gespeicherte Wärme aus den Wänden abgeführt werden. Wer nachts nicht lüften kann oder will, sollte zumindest in den frühen Morgenstunden stoßlüften, bevor die Sonne aufgeht. Wichtig: Durchzug vermeidet Schimmel, aber bei hoher Luftfeuchtigkeit von außen kann Lüften auch Feuchtigkeit hereinbringen – dann lieber kurz und intensiv lüften.
Eine Trockenbauwand schluckt Schall nur so gut, wie ihre schwächste Stelle es zulässt. Meist ist das nicht die Platte, sondern die Anschlussfuge zu Boden, Decke und angrenzenden Wänden. Wer dort pfuscht, baut im Prinzip einen Lautsprecher: Schall trifft auf die Wand, versetzt sie in Schwingung, und die Schwingung wandert über die Fuge in das Mauerwerk. Ergebnis: Der Nachbar hört den Bass deutlicher als im Raum selbst. Entscheidend ist deshalb weniger das Material der Wand als die konsequente Entkopplung an allen Rändern.
Der häufigste Fehler ist die Konzentration aller Dosen in einer Reihe hinter dem Sofa. Besser verteilt man sie auf Putzhöhe, also rund 30 Zentimeter über dem Boden, und setzt zusätzlich eine höhere Dose für Staubsauger und Stehlampe. Denken Sie an die Möbelstellung, bevor der Elektriker kommt: Ein Sofa mit 90 Zentimetern Tiefe verdeckt sonst jede Anschlussmöglichkeit. Lichtschalter gehören an die Türzarge, nicht in die Raummitte, sonst tasten Sie sich im Dunkeln an die Wand.
Ein oft übersehener Punkt ist die innere Wärmequelle. Elektrogeräte wie Computer, Fernseher oder Ladegeräte geben Abwärme ab. Auch Kochen und Backen heizen die Wohnung auf. Wer kann, sollte diese Tätigkeiten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen. LED-Lampen statt Glühlampen reduzieren die Wärmelast ebenfalls. Duschen mit warmem Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur – lauwarm duschen ist angenehmer.
Schraube die Konsolen zunächst handfest an und prüfe mit der Wasserwaage, ob beide auf gleicher Höhe und im gleichen Abstand zur Fassade sitzen. Erst dann ziehst du die Schrauben endgültig an – über Kreuz und mit Gefühl, damit der Dübel nicht durchdreht. Kontrolliere danach den Abstand der Konsolen zueinander: Er muss exakt dem Maß der Aufnahmepunkte am Markisengehäuse entsprechen. Schon wenige Millimeter Versatz führen dazu, dass die Gelenkarme unterschiedlich stark belastet werden.
Ob eine Genehmigung nötig ist, hängt von Bundesland, Größe und Bauweise ab. In vielen Landesbauordnungen sind Terrassenüberdachungen bis zu einer bestimmten Grundfläche und Tiefe verfahrensfrei – typische Grenzen liegen bei rund 30 Quadratmetern überdachter Fläche und 3 Metern Tiefe. Diese Grenzen gelten aber nicht automatisch: In manchen Gemeinden greifen Bebauungspläne mit engeren Vorgaben, etwa im Bereich von Baugrenzen oder in Denkmalzonen. Auch die Nachbarrechtsgesetze der Länder können Abstandsflächen vorschreiben. Vor dem Bau lohnt ein Blick in die eigene Landesbauordnung und ein Anruf beim Bauamt. Wer ohne Genehmigung baut, muss mit einem Baustopp und Rückbau rechnen.
Masse und Ventilatoren richtig einsetzen Bauteile mit hoher Masse wie Beton- oder Ziegelwände speichern Wärme und geben sie zeitverzögert wieder ab. Das kann man nutzen: Wenn nachts kühle Luft durch die Wohnung zieht, kühlen die Wände aus und wirken tagsüber als Puffer. Voraussetzung ist, dass die Fenster tagsüber geschlossen bleiben und die Sonne abgeschirmt wird. Leichte Trennwände oder Holzwände speichern weniger, hier ist der Effekt geringer. Wer neu baut oder saniert, kann auf massive Innenwände achten, aber auch schwere Möbel oder gefüllte Regale können etwas Wärme aufnehmen.
Ventilatoren erzeugen keine Kälte, sondern nur Luftbewegung. Diese kühlt die Haut durch Verdunstung und fühlt sich erfrischend an. Ein Deckenventilator ist effizienter als ein Standventilator, weil er die Luft im ganzen Raum verwirbelt. Wichtig: Ventilatoren nicht auf den Körper richten, wenn man schläft, und nicht bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit oder Hitze über 35 Grad Celsius – dann kann der Körper überhitzen. Ein Ventilator vor dem Fenster, der die kühle Nachtluft ansaugt, verstärkt die Nachtlüftung. Achten Sie darauf, dass der Luftstrom nicht direkt auf empfindliche Personen oder Haustiere gerichtet ist.
Die Entwässerung entscheidet darüber, ob Wasser an der Hauswand bleibt oder kontrolliert abläuft. Das Dach braucht ein Gefälle von mindestens zwei Prozent, damit kein Wasser stehen bleibt. Bei Anbaulösungen an das Wohnhaus ist ein Abstand von einigen Zentimetern zur Fassade nötig, sonst zieht Feuchtigkeit in den Putz. Regenrinnen und Fallrohre müssen den zu erwartenden Starkregen aufnehmen; ein zu kleiner Querschnitt führt bei Gewittern zum Überlaufen. Das Fallrohr endet nicht auf der Terrasse, sondern in einer Versickerungsmulde oder einem Anschluss an die Regenwasserkanalisation. Wer das Wasser einfach unter die Terrasse laufen lässt, riskiert Staunässe und Setzungen.