Wenn du streichen musst oder willst, arbeite systematisch. Wähle eine Farbe, die sich nahtlos in den Bestand einfügt. Ein fleckiges Ergebnis entsteht, wenn du nur einzelne Wände überstreichst und der Rest vergilbt ist. Besser ist es, ganze Räume einheitlich zu behandeln. Vor dem Streichen reinige die Wände mit einem feuchten Tuch, um Staub und Fett zu entfernen. Kleine Löcher von Dübeln oder Bildern verschließt du mit Spachtelmasse und schleifst die Stelle glatt. Erst danach grundieren und streichen. Tiefe Risse oder Feuchtigkeitsflecken gehören nicht überstrichen, sondern dem Vermieter gemeldet.

Was im Heizungsraum und in Wohnräumen gegen Geräusche hil
Die richtige Größe: nicht raten, sondern mess
Fensterbänke aus Stein oder Kunststoff sind oft so tief, dass sie den Auftrieb brechen. Hier hilft ein einfacher Luftleiter: ein schmales Brett oder ein zugeschnittenes Stück Hartfaserplatte, das schräg von der Fensterbank zur Wand führt und die Luft nach oben und in den Raum lenkt. Alternativ lässt sich die Fensterbank um einige Zentimeter kürzen oder mit Abstandshaltern nach vorn versetzen, sodass ein Spalt entsteht. Wer nicht sägen will, kann eine zweite, schmalere Auflage auf die Fensterbank legen, die den Luftstrom seitlich vorbeiführt. Wichtig ist, dass die Konstruktion nicht in die Heizkörperlamellen greift und sich leicht abnehmen lässt.
Für leiseres Schließen reicht die Dichtung allein nicht. Der Lärm entsteht auch durch den Aufprall des Türblatts und durch fehlende Dämpfung. Ein Türpuffer an der Zarge, der den Aufschlag abfängt, und ein sauber eingestelltes Schloss reduzieren das Schlagen deutlich. Die Dichtung dämpft zusätzlich die Übertragung über den Spalt. Wichtig ist die Abstimmung: Eine harte Dichtung dämmt Schall besser, eine weiche schließt unebene Fugen besser. Bei alten Türen mit verzogenem Blatt ist ein Kompromiss nötig, sonst klemmt die Tür an einer Stelle und bleibt an anderer undicht.
Das erste, was man prüfen sollte, ist der Abstand zwischen Heizkörperoberseite und Fensterbank. Schon wenige Zentimeter reichen, damit die Warmluft seitlich abströmen kann. Sitzt die Bank zu knapp, ist eine Verkürzung oft die wirksamste Maßnahme. Wer die Bank nicht kürzen will, kann sie auf der Unterseite mit einer schmalen Luftleitschiene aus Metall oder Hartkunststoff versehen. Diese Schiene wird so angebracht, dass sie die aufsteigende Warmluft nach vorn in den Raum umlenkt statt sie gegen die Bank prallen zu lassen. Wichtig ist, die Schiene nicht direkt auf den Heizkörper zu setzen – dort ist es heiß, und die Warmluft braucht Platz zum Aufsteigen.
Erst den Luftweg freimachen, dann über Möbel nachdenken Der wichtigste Schritt kostet nichts: Der Heizkörper braucht unten Zuluft und oben Abluft. Steht ein Sofa, Regal oder Bett direkt davor, wird die untere Öffnung verschlossen. Mindestens 15 bis 20 Zentimeter Abstand zur Heizkörperfront und zur Oberkante sind nötig, damit die Konvektion in Gang kommt. Ein geschlossenes Rollo oder ein langer Vorhang, der bis über den Heizkörper hängt, wirkt wie ein Deckel. Vorhänge sollten seitlich geführt werden und die Fensterbank nicht überlappen. Prüfen lässt sich das mit der Hand: Kommt oben am Heizkörper ein kräftiger, warmer Luftstrom heraus, ist der Weg frei. Ist es dort lauwarm und still, staut sich die Wärme.
Typische Fehler wiederholen sich: Heizkörperverkleidungen mit geschlossener Front, dekorative Abdeckungen über der Fensterbank und Möbel, die bündig mit der Heizkörperfront abschließen. Auch ein dichter Teppich unter dem Heizkörper bringt nichts, sondern behindert nur die Luftansaugung. Ein weiterer Fehler ist das dauerhafte Kippen des Fensters: Die warme Luft entweicht nach oben, der Heizkörper arbeitet gegen die offene Fuge. Im Altbau mit einfachen Fenstern ist Stoßlüften sinnvoller, weil es die Feuchtigkeit schnell abführt, ohne die Wände auszukühlen.
Im Altbau steht die Heizung fast immer unter dem Fenster. Das ist kein Zufall: Die aufsteigende Warmluft soll die kalte Glasfläche abschirmen und den Zugang von außen abfangen. Das Problem entsteht erst durch das, was nachträglich dazukommt – dicke Vorhänge, ein geschlossenes Rollo, ein Möbelstück direkt davor oder eine breite Fensterbank, die den Luftstrom nach oben abdeckt. Dann staut sich die Wärme zwischen Heizkörper und Fenster, das Thermostat misst eine zu hohe Temperatur und regelt die Heizung herunter, obwohl der Raum kalt bleibt. Die Folge: höhere Vorlauftemperatur, mehr Verbrauch und ein zugiger Raum.
Nicht jede Maßnahme passt zum Denkmalschutz oder zur Mietwohnung. Wer die Fensterbank nicht verändern darf, arbeitet mit abnehmbaren Luftleitern und rückt Möbel Stück für Stück vom Heizkörper ab. Schon 20 Zentimeter können den Unterschied machen. Entscheidend ist, dass die Wärme oben austreten kann und nicht zwischen Fenster und Heizkörper gefangen bleibt.
Wer den Luftstrom verbessert, kann die Vorlauftemperatur oft senken und das Thermostat wieder arbeiten lassen. Ein Thermostatkopf, der von einem Vorhang oder Möbelstück verdeckt wird, misst falsch und regelt zu früh ab. Deshalb gehört der Kopf immer in den freien Luftstrom. Bei alten Gussheizkörpern lohnt es sich, die Lamellen zu entstauben, denn Staub isoliert und mindert die Wärmeabgabe. Nach dem Umbau zwei bis drei Tage beobachten: Wird der Raum bei gleicher Einstellung schneller warm, war der Luftweg das Problem.