Ein oft übersehener Punkt ist die Zugentlastung. Kabel, die unter dem Schrank hängen, werden beim Putzen oder beim Herausziehen von Geräten leicht abgerissen. Eine kleine Klemme oder ein Kabelbinder an der Schrankrückseite verhindert das. Ebenso wichtig ist der Ort des Netzteils. Es darf nicht direkt neben einer Wärmequelle liegen und braucht etwas Luft. Wer das Netzteil in einen geschlossenen Schrank legt, riskiert Überhitzung und damit einen Ausfall.
Zunächst wird die Position der LED-Streifen festgelegt. Sinnvoll ist die Unterkante der Hängeschränke, knapp hinter der Front, damit das Licht auf die Arbeitsfläche fällt und nicht blendet. Ein Abstand von zwei bis drei Zentimetern zur Wand verhindert, dass sich Licht und Schatten unruhig überlagern. Vor dem Kauf der Streifen wird die benötigte Länge gemessen. Streifen lassen sich an markierten Stellen kürzen, aber nur dort, wo Lötpads vorhanden sind. Wer an einer anderen Stelle schneidet, zerstört den Stromkreis.
Dichtungen tauschen: kein Hexenwerk, aber sorgfältig Ist die Dichtung spröde oder plattgedrückt, hilft Justieren nicht mehr. Ziehe die alte Dichtung aus der Nut – sie ist meist nur eingeklemmt. Reinige die Nut mit einem Pinsel, damit kein Sand die neue Dichtung beschädigt. Neue Dichtung auf Länge zuschneiden, dabei etwa einen Zentimeter Zugabe an den Ecken lassen, damit sie sich nicht zusammenzieht. Drücke sie gleichmäßig in die Nut, ohne sie zu dehnen. Ein typischer Fehler ist, die Dichtung zu stramm einzuziehen – dann steht der Flügel unter Spannung und schließt nicht mehr sauber.
Rahmenlose Gewebe werden mit Klebeband oder Klett direkt auf den Fensterflügel geklebt. Sie sind günstig und unauffällig, lassen sich aber nur einmal exakt positionieren. Ein Ablösen hinterlässt Kleberreste, die mit Alkohol entfernt werden müssen. Rollos für Fenster arbeiten mit einer Führungsschiene und einem Federmechanismus. Sie eignen sich für Fenster, die regelmäßig geöffnet werden, verlangen jedoch eine exakt lotrechte Montage. Schon eine Abweichung von wenigen Grad führt dazu, dass das Gewebe seitlich aus der Führung läuft.
Wer diese Arbeiten einmal selbst durchführt, spart nicht nur Geld, sondern lernt sein Fenster kennen. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen und nach jeder Veränderung zu prüfen. Ein falsch eingestellter Flügel kann auf Dauer den Rahmen beschädigen, deshalb gilt: lieber kleine Schritte als ein großer Dreh. Wenn der Rahmen verzogen ist oder Wasser von oben kommt, hilft Justieren nicht mehr – dann muss ein Fachbetrieb ran.
Abstände und Bewegungsflächen festlegen Zwischen Insel und angrenzender Zeile sollte der Gang mindestens 90 Zentimeter breit sein, besser 100 bis 120 Zentimeter, wenn Schubladen und Backofentüren gleichzeitig offen stehen. Vor einer Spüle oder einem Kochfeld an der Wand sind 120 Zentimeter die realistische Untergrenze. Zur Wand ohne Arbeitsfunktion genügen 80 Zentimeter, doch jede Durchgangsachse – etwa zwischen Insel und Kühlschrank – braucht mindestens 90 Zentimeter lichte Breite. Typischer Fehler: Die Insel wird so groß gewählt, dass die Raumproportionen kippen und nur noch enge Schläuche bleiben. Als Faustregel gilt, dass eine Insel erst ab etwa 120 mal 60 Zentimeter sinnvoll nutzbar wird; Kochfelder benötigen 30 Zentimeter Abstand zu brennbaren Flächen und zur Rückseite.
Kabelwege richtig planen Für die unsichtbare Verlegung gibt es drei bewährte Wege. Erstens: Kabel hinter der Schrankrückwand führen, wenn diese nicht bündig mit der Wand abschließt. Zweitens: Kabel in einem Kabelkanal unter dem Schrank verstecken, der farblich zur Unterseite passt. Drittens: Kabel durch die Schrankseite in den Innenraum leiten und dort an einer Steckdose anschließen. Der dritte Weg ist der sauberste, erfordert aber ein Bohrloch. Dieses wird mit einem Holzbohrer mit passendem Durchmesser gesetzt, damit das Kabel nicht gequetscht wird.
Die Entwässerung entscheidet darüber, ob Wasser an der Hauswand bleibt oder kontrolliert abläuft. Das Dach braucht ein Gefälle von mindestens zwei Prozent, damit kein Wasser stehen bleibt. Bei Anbaulösungen an das Wohnhaus ist ein Abstand von einigen Zentimetern zur Fassade nötig, sonst zieht Feuchtigkeit in den Putz. Regenrinnen und Fallrohre müssen den zu erwartenden Starkregen aufnehmen; ein zu kleiner Querschnitt führt bei Gewittern zum Überlaufen. Das Fallrohr endet nicht auf der Terrasse, sondern in einer Versickerungsmulde oder einem Anschluss an die Regenwasserkanalisation. Wer das Wasser einfach unter die Terrasse laufen lässt, riskiert Staunässe und Setzungen.
Beim Verlegen ist auf den Querschnitt der Kabel zu achten. LED-Streifen mit hoher Leistung ziehen mehr Strom, dünne Kabel erwärmen sich dann. Ein zu dünnes Kabel führt zu Spannungsabfall, die Streifen leuchten am Ende schwächer. Wer mehrere Meter überbrückt, sollte den Querschnitt eine Stufe größer wählen. Verbindungen werden gelötet oder mit Klemmen ausgeführt, nicht einfach verdrillt. Lose Verbindungen sind die häufigste Ursache für Flackern.