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Vor dem Einbau steht die Diagnose. Zunächst muss klar sein, ob es sich um aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich oder um seitlich eindringendes Wasser handelt. Ein einfacher Test: In Bohrlöchern in verschiedenen Höhen wird der Feuchtegehalt gemessen. Nimmt die Feuchtigkeit nach oben hin deutlich ab, spricht das für aufsteigende Nässe. Bleibt sie über die gesamte Wandhöhe konstant, liegt eher eine seitliche Belastung vor. Ohne diese Unterscheidung wird jede Sperre zum Ratespiel.

Vor der Bestellung sind Breite und Ausfall entscheidend. Die Breite richtet sich nach der Fassadenöffnung plus etwas Überstand links und rechts, der Ausfall nach der gewünschten Beschattungstiefe. Bei einem Ausfall von mehr als drei Metern sind zwei Konsolen pro Seite Pflicht, sonst verbiegt die Tuchwelle. Das Tuchmaterial sollte zur Nutzung passen: Acryl ist farbecht und wetterfest, Polyester günstiger, aber empfindlicher. Wer die Markise nur im Sommer nutzt, braucht kein schweres Volant; wer sie ganzjährig draußen lässt, sollte auf wasserabweisende Imprägnierung und verrottungsfeste Nähte achten. Kurbel oder Motor ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage der Erreichbarkeit: Eine hohe Markise über einer Terrasse lässt sich per Kurbel kaum bedienen.

Nach dem Einbringen folgt die Kontrolle. Der Feuchtegehalt wird über mehrere Wochen an denselben Messpunkten beobachtet. Erst wenn die Werte dauerhaft sinken und die Wand austrocknet, war die Sperre wirksam. Bleibt die Feuchtigkeit konstant, sitzt die Sperre falsch oder ist unterbrochen. Dann hilft nur eine Nachinjektion in versetzten Bohrlöchern. Wichtig ist außerdem, dass die Wand nach der Sperre atmen kann. Ein zu früher, dichter Putz oder eine abdichtende Farbe stauen die Restfeuchte ein und lassen Schäden erneut auftreten.

Vor der Montage wird die Wanne oder der Bodenablauf exakt ausgerichtet, denn jede spätere Korrektur verschiebt die Abtrennung. Die Profilschienen werden nicht sofort fest verschraubt, sondern zunächst nur geheftet und mit Keilen in die richtige Position gebracht. Erst wenn die Scheibe probeweise sitzt und ringsum gleichmäßig anliegt, werden die Schrauben endgültig angezogen – über Kreuz und mit Gefühl, nicht mit Gewalt. Ein zu starkes Anziehen presst die Dichtung zusammen und erzeugt genau jene Punktlast, die später zum Riss führt.

Beim Einsetzen der Glasscheibe bleibt der Schutzfilm bis zum Schluss drauf. Kanten und Ecken sind die empfindlichsten Stellen; sie dürfen nie auf Fliesen oder Schraubenköpfen aufliegen. Unterlegscheiben aus Kunststoff oder Gummi verteilen den Druck. Wird eine Scheibe schwergängig in die Schiene gedrückt, ist das ein Warnsignal: Dann stimmt ein Winkel nicht, und es ist günstiger, noch einmal nachzumessen, als die Scheibe mit Kraft hineinzuzwingen.

Gemessen wird immer an der Stelle, an der die Dichtung später anliegt, also direkt an der Wandfläche, nicht an der Fliesenkante. Ein Maßband allein reicht nicht: Eine Wasserwaage zeigt, ob die Wand lotrecht steht, ein Winkelmesser prüft den Winkel zwischen zwei Wänden. Typische Fehler sind das Messen nur oben oder nur unten, das Ignorieren einer Fliesenstärke und das Vertrauen auf die Maße aus dem Grundriss. Die Realität weicht fast immer ab, oft um mehrere Millimeter auf der Höhe der Duschwanne.

Spannungsrisse in Glas oder Acryl entstehen fast nie durch zu festes Anziehen der Schrauben allein. Die eigentliche Ursache liegt weiter vorn: bei einer Abweichung zwischen dem gemessenen und dem tatsächlichen Wandverlauf. Wer eine Duschabtrennung einbaut, muss zuerst den Raum vermessen, nicht das Produkt. Ein einziger zu knapp genommener Schenkel führt dazu, dass die Scheibe beim Einsetzen unter Biegung steht – und diese Biegung arbeitet über Wochen weiter, bis das Material nachgibt.

Nach der Montage wird die Abtrennung nicht sofort mit heißem Wasser belastet. Silikon braucht je nach Produkt mehrere Stunden, oft einen Tag, um auszuhärten. In dieser Zeit dürfen keine Bewegungen auf die Scheibe kommen. Wer diese Ruhephase einhält, vermeidet Spannungen, die sich sonst erst Monate später als feiner Riss zeigen. Eine saubere Messung, eine vorsichtige Montage und Geduld beim Aushärten sind zusammen wirksamer als jedes Nachjustieren hinterher.

Im Wohnzimmer sollte der Teppich mindestens bis unter die vorderen Sofafüße reichen. Besser noch: alle Füße stehen auf dem Teppich, und die Ränder laufen seitlich etwa zwanzig Zentimeter über das Sofa hinaus. Ein Teppich, der nur mittig im Raum liegt und das Sofa komplett freilässt, wirkt wie ein Inselchen und lässt den Raum leer erscheinen. Im Schlafzimmer gilt: Der Teppich beginnt unter dem Bett und ragt seitlich mindestens fünfzig Zentimeter hervor, damit die Füße beim Aufstehen weich landen. Am Fußende darf er bis zu zwei Drittel der Bettbreite abdecken, muss aber nicht. Läufer in Fluren sollten höchstens zehn Zentimeter Abstand zu den Wänden haben und nie die Türschwelle blockieren.
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