Vor dem Einbau solltest du prüfen, ob das Fenster überhaupt noch richtig schließt. Oft liegt Zugluft nicht an einer fehlenden Dichtung, sondern an einem verstellten Beschlag. Drehe an den Exzenterzapfen am Flügel, bis sie fester greifen. Erst wenn der Flügel gleichmäßig anliegt, dichten Bänder und Bürsten zuverlässig. Ein weiterer Fehler ist, die Dichtung auf staubigen oder fettigen Untergrund zu kleben. Sie löst sich nach wenigen Wochen. Bei lackierten Rahmen kann Klebeband den Lack beim Abziehen beschädigen; teste es an einer unauffälligen Stelle.
Vor dem ersten Pinselstrich steht die Vorbereitung. Möbel werden aus dem Raum geräumt oder in die Mitte gestellt und mit Folie abgedeckt. Steckdosen und Lichtschalter entfernt man oder klebt sie mit Kreppband ab. Der Boden wird mit Malervlies oder dicker Folie geschützt, denn Farbspritzer auf Parkett oder Fliesen lassen sich nur schwer entfernen. Wichtig ist auch, kleine Löcher und Risse mit Spachtelmasse zu füllen und nach dem Trocknen glatt zu schleifen. Nur so wird die Fläche gleichmäßig.
Die häufigsten Fehler passieren bei der Dokumentation. Ein Übergabeprotokoll ohne Unterschrift beider Parteien ist im Streitfall wenig wert. Ebenso problematisch: Der Vermieter lässt reparieren, ohne die Arbeiten abzunehmen. Nehmen Sie nach Abschluss jede reparierte Stelle in Augenschein und lassen Sie sich die Funktion vorführen. Wird eine Reparatur nicht vor dem Einzug erledigt, kann der Mieter den Mangel nachmelden und die Miete mindern. Das ist teurer als die sofortige Instandsetzung. Klären Sie außerdem, wer die Kosten trägt: Kleinreparaturen bis zu einer bestimmten Grenze kann der Vermieter per Klausel auf den Mieter abwälzen, aber nur wenn das im Vertrag wirksam vereinbart ist.
Typische Fehler sind Bauschaum in der Fuge ohne vorherige Dichtung, das Verkleben von Folien mit doppelseitigem Teppichband und das Abkleben über feuchten Untergrund. Auch das nachträgliche Aufschrauben einer Holzplatte ohne Dichtband bringt nichts, weil die Fuge daneben bleibt. Vor dem Verschließen sollte man mit einer Kerze oder einem Rauchstift prüfen, wo Luft strömt. Erst wenn dort nichts mehr zieht, wird die Abdeckung endgültig montiert.
Für ein sauberes Bild an Decken und Kanten lohnt sich das Abkleben mit Kreppband. Beim Rollen arbeitet man in Bahnen von oben nach unten und überlappt leicht, damit keine Streifen entstehen. Ecken und Kanten streicht man mit einem kleinen Pinsel vor dem Rollen. Ein häufiger Fehler ist zu schnelles Arbeiten: Dann tropft die Farbe, oder die alte Farbe löst sich an. Auch das Streichen bei direkter Sonneneinstrahlung ist problematisch, weil die Farbe zu schnell trocknet und Ränder hinterlässt.
Warum der Rollladen selbst oft das größere Problem ist Der Kasten ist nur die halbe Sache. Die Führungsschienen des Rollladens sind im Altbau häufig nicht hinterlüftet und nicht abgedichtet. Zwischen Schiene und Mauerwerk strömt Luft ungehindert in den Kasten und von dort in den Raum. Wer nur den Kasten verschließt, aber die Schienen offen lässt, hat nichts gewonnen. Die Fugen zwischen Schiene und Wand werden mit einem dauerelastischen Dichtstoff verschlossen, der auch Bewegungen mitmacht. Acryl ist hier falsch, weil es spröde wird und reißt.
Im Altbau sitzt der Rollladenkasten fast nie in einer gedämmten Ebene. Er ist ein Hohlraum über dem Fenster, der nach innen oft nur mit einer dünnen Holzplatte oder einem Gipskartonstreifen abgedeckt ist. Genau hier zieht es, und genau hier bildet sich Kondenswasser. Wer den Kasten einfach mit Bauschaum ausschäumt, verschlimmert das Problem, weil der Schaum die kalte Außenwand mit der warmen Innenluft verbindet. Die richtige Abdichtung beginnt deshalb nicht am Kasten selbst, sondern an der Frage, wo die Luftdichtungsebene des Hauses verläuft.
Zu den unverzichtbaren Arbeiten zählen alle Funktionseinbußen an Heizung, Warmwasser und Elektrik. Läuft die Heizung nicht, muss sie entlüftet, gespült oder repariert werden. Prüfen Sie jeden Heizkörper einzeln. Bei der Elektrik sind defekte Schalter, Steckdosen und Sicherungen sofort zu tauschen. Auch die Rauchmelderpflicht ist vor dem Einzug zu erfüllen, sofern sie dem Vermieter obliegt. Typischer Fehler: Man verlässt sich auf die Aussage des Vormieters, dass alles funktioniere, und stellt erst beim Einzug fest, dass der Herd keinen Strom hat.
Ein Badezimmer ist der feuchteste Raum in jeder Wohnung. Duschen, Baden, Händewaschen – jedes Mal gelangt Wasserdampf in die Luft. Bleibt diese Feuchtigkeit dort, schlägt sie sich an kalten Flächen nieder: an Fliesen, Silikonfugen, Fensterlaibungen und in Raumecken. Genau dort beginnt Schimmel zu wachsen. Die Lösung ist kein teures Gerät, sondern richtiges Lüften. Entscheidend sind vier Dinge: wann gelüftet wird, wie lange, wie oft und was dabei mit der Badezimmertür passiert.
Zusätzlich hilft es, nach dem Duschen die Duschwände und den Boden abzuziehen. Ein Abzieher entfernt das Wasser, bevor es verdunstet. Hängen Sie Handtücher ausgebreitet auf, damit sie trocknen können. Prüfen Sie regelmäßig die Silikonfugen und Ecken: Ist dort Feuchtigkeit oder ein dunkler Rand sichtbar, reagieren Sie sofort. Ein trockenes Badezimmer braucht keine Chemie. Wer konsequent nach dem Duschen fünf Minuten stößt, die Tür geschlossen hält und das Fenster nicht dauerhaft kippt, verhindert Schimmel zuverlässig.
