Eine Waschmaschine im Badezimmer zu verstecken klingt einfacher, als es ist. Besonders in Mietwohnungen und Altbauten scheitern viele Versuche an drei Dingen: fehlender Steckdose, fehlendem Abfluss und falscher Belüftung. Wer diese Punkte ignoriert, riskiert Feuchtigkeitsschäden, Stromprobleme und Ärger mit dem Vermieter. Die folgenden drei Lösungen sind praktisch erprobt, aber jede hat ihre Tücken.
Unabhängig von der gewählten Lösung gilt: Die Maschine braucht einen festen Stand, einen eigenen Stromanschluss mit FI-Schutzschalter und einen Abfluss, der höher als der Siphon endet, damit kein Wasser zurückläuft. In Altbauten sind die Leitungen oft dünn und verkalkt, was zu langsamem Abpumpen führt. Wer dann den Ablaufschlauch verlängert, ohne das Gefälle zu beachten, produziert einen Wasserschaden. Prüfe vor dem Einbau, ob der Boden eben ist und ob die Tür oder der Schrank genug Platz für die Schläuche lässt. Miss alles zweimal nach, bevor du bohrst oder kaufst.
Die dritte Lösung ist die Verkleidung mit einer Trennwand oder einem Vorhang. Das ist die einfachste und günstigste Variante, aber sie hat einen entscheidenden Nachteil: Sie schützt nicht vor Feuchtigkeit und nicht vor Lärm. Wer nur einen Vorhang vor die Maschine hängt, muss trotzdem für einen Bodenablauf oder eine Auffangwanne sorgen, falls der Schlauch undicht wird. In Mietwohnungen ist eine feste Trennwand meist genehmigungspflichtig, weil sie in die Bausubstanz eingreift. Ein Vorhang aus feuchtigkeitsresistentem Stoff ist dagegen unproblematisch, solange er nicht die Luftzirkulation blockiert. Ein häufiger Fehler ist, den Vorhang direkt auf die Maschine fallen zu lassen, sodass er beim Schleudern eingesaugt wird.
Die richtige Position in der Ecke bestimmen Die Ecke ist nicht automatisch der beste Platz. Zwei Wände treffen dort im 90-Grad-Winkel aufeinander, was die Montage zwar vereinfacht, aber auch bedeutet, dass die Ablage weit in den Duschbereich hineinragt. Gemessen werden sollte vom Duschkopf bis zur geplanten Unterkante: mindestens 30 Zentimeter Abstand verhindern, dass der Wasserstrahl direkt auf die Ablage trifft und sie langfristig löst. Ebenso wichtig ist der Abstand zur Duschwanne. Zu tief montiert, stoßen Beine und Füße beim Aussteigen an. Eine Höhe zwischen 90 und 110 Zentimetern über dem Wannenboden hat sich in der Praxis bewährt.
Vor dem Kauf steht die Messung. Gemessen wird nicht die Wand, sondern der tatsächlich begehbare Bereich. Ein Flur mit 110 Zentimetern Breite lässt ein Regal mit 25 Zentimetern Tiefe zu, aber nur, wenn die restlichen 85 Zentimeter als Gehweg frei bleiben. Typischer Fehler: Es wird die Wandbreite gemessen und das Regal danach ausgewählt. Dann bleibt im Alltag zu wenig Platz, und das Regal wird dauerhaft eingeklappt. Also: Zuerst den Gehweg festlegen, dann die Regaltiefe wählen. Als Faustregel sollten mindestens 70 Zentimeter Durchgang übrig bleiben, bei häufigem Tragen von Einkäufen oder Wäsche eher 80 Zentimeter.
Nach der Montage sollte die Ablage zunächst nur mit leichten Gegenständen belastet werden. Schwere Flaschen mit Shampoo oder Duschgel gehören nicht sofort auf eine frisch geklebte Halterung. Wer die ersten Tage abwartet und regelmäßig prüft, ob sich die Verbindung gelockert hat, erkennt Probleme frühzeitig. Löst sich ein Pad, lässt es sich meist mit einem Ersatzpad neu befestigen, sofern die Fläche erneut gereinigt wurde.
Eine Eckduschablage ohne Bohren zu montieren klingt zunächst nach der einfachsten Lösung für ein kleines Badezimmer. Tatsächlich entscheidet aber weniger der Montageort als die Tragfähigkeit des Untergrunds darüber, ob die Ablage nach drei Monaten noch hält. Wer Fliesen, Fugen und Silikon vorher prüft, spart sich später Ärger mit herabfallenden Flaschen und abgerissenen Halterungen.
Warum die zweite Lösung oft unterschätzt wird Die zweite Lösung ist der Einbau unter einem Waschbecken oder einer Arbeitsplatte. Hier wird die Maschine meist in eine Nische geschoben, die bereits für einen Unterschrank vorgesehen war. Das Problem: Der Siphon des Waschbeckens sitzt oft genau dort, wo der Ablaufschlauch der Maschine hin muss. Ein typischer Fehler ist, den Schlauch einfach zu quetschen oder mit einem Adapter an den Siphon anzuschließen, ohne die Rückflussgefahr zu beachten. Besser ist ein separater Abflussanschluss oder ein Geruchsverschluss mit Geräteanschluss. In Altbauten fehlt dieser oft, und der Vermieter muss zustimmen, wenn ein neuer Anschluss gesetzt wird. Wer ohne Zustimmung bohrt oder Fliesen entfernt, riskiert, die Kaution zu verlieren.
Vor dem Anbringen müssen die Fliesen gründlich entfettet werden. Spülmittelreste, Kalk und Seifenrückstände sind die häufigsten Ursachen dafür, dass Klebepads nicht halten. Ein fusselfreies Tuch mit etwas Alkohol oder Glasreiniger reicht aus. Anschließend die Position mit Bleistift markieren, die Halterung ansetzen, fest andrücken und mindestens eine Minute lang gleichmäßig Druck ausüben. Wer nur kurz tippt, verteilt den Kleber nicht richtig.