Trittschall entsteht, wenn eine Person auf einem Boden geht, läuft oder Gegenstände abstellt. Die Erschütterung überträgt sich über die Decke in die darunterliegende Wohnung. Wie stark das wahrgenommen wird, hängt nicht nur vom Bodenbelag ab, sondern von der gesamten Konstruktion: Rohdecke, Estrich, Dämmung unter dem Estrich, Trittschallschutz unter dem Belag und der Fläche, über die der Schall eingeleitet wird. Wer den Belag wechseln will, muss deshalb zuerst prüfen, was bereits vorhanden ist und was die Ursache für die Störung ist. Ein Teppich auf einem schwimmenden Estrich bringt weniger als ein sauber entkoppelter Bodenaufbau auf einer alten, durchgehenden Decke.
Prüfe zum Schluss die Pflege. Einmal im Frühjahr alle Gelenke ölen, Schrauben nachziehen und Polster bei Sonne trocknen lassen. Wer klappbar, stapelbar und wetterfest kombiniert, gewinnt auf jedem Balkon nutzbare Fläche zurück – und muss nicht jede Saison neu kaufen.
Bei der Sicherheit zählen drei Dinge: ein geprüftes Prüfsiegel, eine Abschaltautomatik nach spätestens drei Stunden und ein Überhitzungsschutz. Ältere Geräte ohne diese Merkmale gehören ausgetauscht, auch wenn sie noch warm werden. Besonders gefährdet sind Menschen mit eingeschränktem Temperaturempfinden, etwa bei Diabetes oder nach Operationen. Für sie ist eine Auflage mit sehr niedriger Stufe und separater Zeitschaltuhr sinnvoller als ein starkes Unterbett.
Wetterfest heißt nicht wasserdicht Viele Käufer verwechseln „wetterfest" mit „unbegrenzt draußen lagerbar". Aluminium und pulverbeschichteter Stahl sind korrosionsbeständig, Holz aus Teak oder Robinie hält Regen aus, ohne sofort zu splittern. Kunststoff ist leicht und günstig, bleicht aber aus und wird mit den Jahren spröde. Achten sollte man auf verschweißte statt genieteter Verbindungen, auf Edelstahlschrauben und auf Entwässerungslöcher in Sitzflächen, sonst steht nach jedem Regenguss Wasser im Gestell.
Für die Praxis gilt: Stühle mit flachem Profil stapeln sich besser als runde Modelle, Tische mit Klappfunktion brauchen mindestens einen Zentimeter Luft zur Wand, sonst verkanten die Scharniere. Polster gehören nicht auf den Balkon, sondern in eine wetterfeste Box mit Ablauföffnung. Wer all das beachtet, gewinnt keinen Palast, aber einen Balkon, der sich morgens in zwei Minuten aufbauen und abends genauso schnell wieder freiräumen lässt.
Die Aufstellung will geplant sein. Miss vor dem Kauf die nutzbare Fläche und ziehe die Bewegungsfläche für Stühle ab. Auf einem Balkon von zwei Metern Tiefe bleibt oft nur ein schmaler Streifen. Klappbare Wandtische und Stühle mit schmalem Profil passen dort besser als runde Tische. Ein häufiger Fehler ist, Möbel direkt an die Glasbrüstung zu stellen. Das sieht gut aus, versperrt aber den Zugang zum Lüften und Reinigen.
Typische Fehler: Platten direkt auf eine kalte Außenwand kleben, ohne die Taupunktlage zu beachten. Kork ist diffusionsoffen, aber nicht unbegrenzt feuchtigkeitsbeständig. In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, etwa Bädern ohne Lüftung, gehört eine Hinterlüftung oder eine dampfbremsende Schicht dazu. Ein weiterer Fehler ist das Verlegen bei zu niedriger Raumtemperatur; unter etwa 15 Grad haftet der Kleber schlecht. Nach dem Anbringen die Fläche mindestens einen Tag nicht belasten.
Ein häufiger Fehler ist das Zusammenlegen des Heizbetts. Knicke im Heizdraht führen zu lokaler Überhitzung und können den Draht brechen. Das Unterbett sollte flach auf der Matratze liegen, nicht über die Bettkante hängen und nicht unter schweren Decken oder Kissen eingeklemmt werden. Auch das Waschen ist heikel: Nur Geräte mit abnehmbarem Schalter und ausdrücklicher Waschfreigabe dürfen in die Maschine. Vorher Stecker abziehen, Schalter abnehmen und das Programm für empfindliche Textilien wählen. Schleudern mit hoher Drehzahl beschädigt die Heizleiter.
Vor dem Kauf steht die Frage nach der Art der Platten. Reine Dämmplatten sind weich, leicht und haben eine geringe Rohdichte. Sie dämmen gut, sind aber mechanisch empfindlich. Dekorplatten mit einer Deckschicht aus Korkfurnier sind härter und lassen sich streichen oder ölen. Für eine Wand, an die man sich anlehnt oder an der Möbel stehen, ist die härtere Variante sinnvoller. Für eine reine Dämmfläche hinter einem Schrank genügt die weiche Ausführung.
Ein Balkon von vier Quadratmetern verträgt keine Esstischgarnitur mit sechs Sesseln. Wer den Platz trotzdem nutzen will, kommt an Möbeln nicht vorbei, die sich zusammenlegen, stapeln oder platzsparend an die Wand schieben lassen. Entscheidend ist aber nicht allein die Mechanik, sondern das Material. Ein Klappstuhl aus unbehandeltem Stahl hält eine Saison, danach rostet er an den Scharnieren fest. Wer in die falsche Ausführung investiert, kauft zweimal.
Vor dem ersten Einschalten sollte die Matratze geprüft werden. Ein Wärmeunterbett darf nur auf Matratzen mit ausreichender Belüftung liegen, sonst staut sich die Wärme und die Elektronik schaltet zu spät ab. Besonders kritisch sind dichte Matratzenauflagen aus Schaumstoff: Sie isolieren nach oben, aber auch nach unten. Wer das Unterbett unter ein dickes Spannbetttuch legt, spürt kaum Wärme und dreht die Temperatur unnötig hoch. Besser ist ein dünnes, glattes Laken direkt über dem Heizelement.