PVC in Bahnen wird meist vollflächig verklebt. Das hält besser und ist leiser, aber der Rückbau ist aufwendig: Der Kleber muss abgeschliffen oder mit Lösemittel entfernt werden. Wer nur wenige Jahre bleibt, sollte das vermeiden. Linoleum wird ebenfalls geklebt, oft auf einem Spachteluntergrund. Beide Varianten brauchen einen sauberen, trockenen Estrich. Feuchtigkeit im Untergrund führt zu Blasen und Schimmel, deshalb vorher mit einem Feuchtemessgerät prüfen.
Klickvinyl ist die einfachste Lösung, wenn der alte Boden bleibt. Die Elemente werden schwimmend verlegt, ohne Kleber, auf einer Trittschalldämmung. Vorteil: Rückbau in wenigen Stunden, die Dielen lassen sich stapeln und mitnehmen. Nachteil: Auf unebenem Untergrund knarrt es oder die Klickverbindung bricht. Vor dem Verlegen mit einer langen Wasserwaage prüfen, ob der Boden auf zwei Metern mehr als drei Millimeter abweicht. Wenn ja, zuerst ausgleichen.

Wer in einer Mietwohnung den Boden erneuern will, steht vor drei Fragen: Was kostet es mich, wie laut wird es für die Nachbarn, und was muss beim Auszug wieder raus? Klickvinyl, PVC in Bahnen oder Fliesen und Linoleum unterscheiden sich in genau diesen Punkten erheblich. Die Wahl hängt weniger vom Geschmack ab als von der Bauweise des Untergrunds, der Mietsituation und davon, ob man die Fläche in ein paar Jahren zurückgeben muss.
Ist der Aufbau abgeschlossen, bleibt mehr Platz im Schlafzimmer. Der Schrank lässt sich wieder vollständig öffnen, ohne dass eine Drehtür in den Raum ragt. Wichtig ist, dass die Schienen regelmäßig von Staub befreit werden; sonst laufen die Rollen rau und die Tür springt aus der Spur. Wer diese Punkte beachtet, spart sich den Umbau durch einen Fachbetrieb.
Schiene, Rollen und Türblatt: Worauf es beim Einbau ankommt Die Laufschiene wird zuerst montiert. Sie muss exakt waagerecht sitzen, sonst rollt die Tür von selbst auf. Mit einer Wasserwaage wird die Schiene in der Höhe ausgerichtet, danach alle Schrauben festgezogen. Die untere Führungsschiene kommt am Boden dazu; sie hält die Tür in der Spur und verhindert Schwingen. Bei Teppichboden liegt die Führung auf dem Boden auf, bei Fliesen wird sie mit einem dünnen Abstandshalter verschraubt. Vor dem Bohren wird geprüft, wo Stromleitungen verlaufen.
Vor dem Aufbau steht die Entfeuchtung. Bei Werten über 70 Prozent hilft nur ein elektrischer Luftentfeuchter, der dauerhaft läuft und das Kondensat in einen Abfluss oder Behälter abgibt. Eine Schale mit Salz oder Katzenstreu bindet höchstens ein paar Liter und ist bei einem feuchten Keller wirkungslos. Prüfen Sie außerdem die Wände: Salzausblühungen an der Innenseite deuten auf aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden hin. In diesem Fall gehört eine horizontale Sperre in die Wand, nicht ein Regal davor. Wer diesen Schritt überspringt, lagert auf Dauer nur Schimmel ein.
Das Entlüften selbst geht schnell: Setzen Sie den Schlüssel auf die Vierkantmutter des Ventils und drehen Sie sie eine halbe Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn. Es zischt, wenn Luft entweicht. Sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, drehen Sie das Ventil sofort wieder zu. Vorsicht: Bei älteren Anlagen kann das Wasser heiß sein. Verbrennen Sie sich nicht. Ein häufiger Fehler ist, das Ventil zu weit aufzudrehen. Dann spritzt Wasser unkontrolliert heraus. Ein weiterer Fehler: nicht lange genug entlüften. Es muss wirklich Wasser kommen, nicht nur ein Rinnsal. Nach dem Schließen prüfen Sie, ob der Heizkörper gleichmäßig warm wird. Falls nicht, wiederholen Sie den Vorgang nach einigen Stunden. Bei Fußbodenheizungen oder zentralen Anlagen mit automatischem Entlüfter ist manuelles Entlüften meist nicht nötig.
Die Türblätter erhalten obere Rollenbeschläge. Diese werden an der Oberkante verschraubt, die Laufrollen in die Schiene eingehängt und die Tür senkrecht ausgerichtet. Erst dann wird die Höhe an den Rollen justiert, bis die Tür unten frei läuft und oben satt in der Schiene sitzt. Ein typischer Fehler: Die Tür wird zu tief eingestellt, streift den Boden und lässt sich nur mit Kraft bewegen. Besser bleibt ein Fingerbreit Luft, damit sich die Tür bei Temperaturschwankungen nicht verklemmt.
Zum Schluss die Alltagswege prüfen. Auf dem Papier wirkt eine Küche ohne Oberschränke großzügig, im Betrieb fehlen Ablageflächen für heiße Bleche, Schneidebretter oder die Kaffeetasse. Deshalb mindestens 60 cm freie Arbeitsfläche neben dem Kochfeld und neben der Spüle einplanen, dazu eine kleine Abstellfläche in Greifhöhe. Wer diese Flächen mit Geräten zubaut, verliert sie sofort. Eine Küche ohne Hängeschränke funktioniert nur, wenn jede Fläche eine Aufgabe hat und nichts doppelt belegt wird.
Kontrollieren Sie den Schutz regelmäßig. Abgenutzte Folien oder verschobene Matten verlieren ihre Wirkung. Tauschen Sie beschädigte Stellen sofort aus, bevor die Katze darunter kratzt. Bei lackierten Holzfensterbänken können Sie kleine Kratzer mit passendem Wachs ausbessern – aber erst nach dem Entfernen des Schutzes. Wer diese Punkte beachtet, hält die Fensterbank dauerhaft frei von Kratzspuren, ohne die Katze einzuschränken.