Für beide Arbeiten gilt: Sie benötigen kein Spezialwerkzeug. Ein Entlüftungsschlüssel, ein Lappen und ein Gefäß reichen zum Entlüften. Für den Thermostatwechsel genügen ein passender Schraubenschlüssel und etwas Geschick. Wer unsicher ist, sollte einen Fachbetrieb rufen. Vor allem bei älteren Anlagen mit Einrohrsystem oder bei Fernwärme kann falsches Entlüften zu Problemen führen. Nach dem Entlüften füllen Sie bei Bedarf Wasser nach. Der Druck der Anlage sollte im grünen Bereich liegen, meist zwischen 1,5 und 2 bar. Prüfen Sie den Manometer an der Heizung. Zu niedriger Druck führt dazu, dass die oberen Etagen nicht warm werden. Ein regelmäßiger Blick auf den Druck und die Heizkörper spart Energie und Ärger.

Strukturputz ist die robusteste Lösung, aber auch die schmutzigste Arbeit. Er wird auf eine saubere, tragfähige Wand aufgetragen und mit einer Kelle oder Rolle strukturiert. Entscheidend ist die gleichmäßige Schichtdicke; zu dünn aufgetragen bricht die Struktur, zu dick entstehen Risse beim Trocknen. Bei Mietwohnungen vorher klären, ob der Vermieter Putz erlaubt, denn das Entfernen ist aufwendig. Im Eigenheim lohnt sich Putz in Fluren und Treppenhäusern, weil er Stöße und Kratzer gut wegsteckt.
Gießen Sie seltener, als das Etikett empfiehlt. In dunklen Räumen verdunstet kaum Wasser, die Erde bleibt lange feucht. Prüfen Sie vor jedem Gießen mit dem Finger oder einem Holzstab, ob die oberen drei Zentimeter trocken sind. Ein Untersetzer mit Restwasser ist ein häufiger Fehler: Staunässe lässt Wurzeln faulen, bevor Trockenheit sichtbar wird. Besser einmal durchdringend gießen, abtropfen lassen und dann zwei bis vier Wochen warten.
Glattvlies braucht eine ebene Fläche Glattvlies wirkt modern und eignet sich für Räume, in denen eine glatte, matte Oberfläche gewünscht ist. Der Belag ist dünn und überdeckt keine Risse. Die Wand muss vorher gespachtelt und geschliffen werden. Vlies wird mit einem speziellen Kleber auf der Wand verklebt, nicht auf der Bahn. Beim Zuschnitt immer etwas Übermaß lassen und erst nach dem Andrücken bündig abschneiden. Fehler: zu viel Wasser im Kleister, dann wellt sich das Vlies beim Trocknen. In Feuchträumen nur mit geeigneter Imprägnierung arbeiten.
Bevor irgendetwas abgeschraubt wird, geht man zum Sicherungskasten und legt den betreffenden Stromkreis still. Danach prüft man mit einem zweipoligen Spannungsprüfer an den Schalterklemmen, ob wirklich keine Spannung mehr anliegt. Ein einfacher Phasenprüfer reicht dafür nicht aus, weil er bei unterbrochenem Neutralleiter falsche Ergebnisse liefert. Wer die Zuordnung der Sicherung nicht kennt, schaltet besser den gesamten Wohnungsstrom ab und informiert Mitbewohner. Ein kurzer Blick auf die Sicherung genügt nicht — Strom kann aus einem zweiten Kreis nachkommen.
Edelstahl an der Spüle sieht nur so lange makellos aus, bis die falsche Putzroutine ihn zerkratzt. Die meisten Kratzer entstehen nicht durch groben Schmutz, sondern durch falsche Hilfsmittel: Stahlwolle, Scheuerschwämme mit harter Seite, Scheuermilch mit Schleifpartikeln. Wer diese Dinge meidet, hat schon den halben Weg zu einer streifenfreien Oberfläche hinter sich. Wichtig ist außerdem, die Richtung zu beachten: Edelstahl hat eine sichtbare Struktur, die in einer bestimmten Richtung verläuft – meist horizontal oder leicht schräg. Wer quer dazu reibt, arbeitet Mikrokratzer direkt in die Struktur ein, auch wenn sie anfangs unsichtbar scheinen.
Ein defekter Lichtschalter ist kein Grund, den Vermieter tagelang hinterherzutelefonieren. In den meisten Fällen lässt sich das Bauteil in wenigen Minuten austauschen. Entscheidend sind zwei Dinge: die Stromzufuhr muss vorher unterbrochen werden, und die neue Schaltereinheit muss zum vorhandenen Leitungssystem passen. Wer sich unsicher fühlt, sollte den Vermieter informieren — kleine Reparaturen darf man in der Regel selbst übernehmen, größere elektrische Arbeiten gehören in die Hände einer Fachkraft.
Was beim Abklemmen und Anschließen wirklich zählt Zunächst wird die Abdeckung des alten Schalters abgenommen, meist sitzt sie unter einer Blende oder ist mit einer kleinen Schraube gesichert. Danach löst man die Befestigungsschrauben des Einsatzrahmens. Bevor die Adern abgeklemmt werden, macht man ein Foto der Belegung oder notiert, welcher Draht wohin gehört. Typisch sind zwei bis drei Adern: die Zuleitung, die Lampenleitung und gegebenenfalls der Schutzleiter. Beim Wechselschalter kommen zwei Korrespondierende hinzu. Ein häufiger Fehler ist, die Adern einfach nach Gefühl wieder anzuschließen — danach brennt das Licht dauerhaft oder gar nicht.
Wer Wände dauerhaft schön und robust machen will, steht vor der Wahl zwischen Rauhfaser, Glattvlies und Strukturputz. Jeder Belag hat andere Eigenschaften, Kosten im Aufwand und Eigenheiten bei der Verarbeitung. Entscheidend sind drei Fragen: Wie stark ist die Wand vorgeschädigt? Wie viel Zeit und Geld steht zur Verfügung? Und wie oft wird die Fläche später neu gestrichen? Wer das vorher klärt, spart sich Nacharbeit und Ärger.