Ein häufiger Fehler ist das Stopfen. Wer zu viel hineinpresst, beschädigt Reißverschlüsse und quetscht den Inhalt. Besser ist es, den Platz pro Box zu begrenzen und lieber eine zweite Box zu nutzen. Auch schwere Dinge wie Bücher oder Werkzeug gehören nicht unter das Bett. Sie erschweren das Herausziehen und können den Bettrahmen belasten. Leichte Gegenstände wie Decken, Kissen oder Verpackungsmaterial sind ideal.
Im Transporter oder Anhänger gehört der Schrank gegen Verrutschen gesichert. Legen Sie ihn flach auf die Rückwand oder auf die Seite, niemals auf die Front mit den Laufschienen. Zwischen Schrank und Fahrzeugwand kommen Decken, zwischen Schrank und anderen Ladungsteilen ebenfalls. Zurrgurte werden über den Korpus geführt, nicht über die Schienen. Ein häufiger Fehler: Der Schrank wird hochkant an die Seitenwand gelehnt und nur leicht angelehnt. Bei der ersten Bremsung kippt er um und reißt die empfindlichen Führungen heraus.
Messen Sie vor dem Tragen die lichte Breite von Türen, Fluren und Treppenhaus. Ein Schiebetürenschrank ist in der Regel tiefer und breiter als ein herkömmlicher Kleiderschrank, weil die Türen vor der Front laufen. Nehmen Sie die Türen deshalb grundsätzlich ab, wenn sie sich ohne Werkzeug aus den Laufschienen heben lassen. Achten Sie darauf, wo die obere und untere Führungsschiene verschraubt ist. Diese Schienen sind empfindlich gegen Verwindung und dürfen nicht als Tragegriffe missbraucht werden.
Dann das Möbelstück messen, und zwar nicht nur die Außenmaße. Entscheidend sind die tatsächliche Tiefe inklusive Griffe und Beschläge, die Höhe mit aufgesetzten Aufbauten sowie die Diagonale der größten Fläche. Ein Schrank mit 60 Zentimetern Tiefe und einem Türgriff von fünf Zentimetern braucht plötzlich 65 Zentimeter. Wer nur den Korpus misst, steht später im Treppenhaus und kommt weder vor noch zurück. Zusätzlich prüfen, ob sich das Stück im Treppenhaus drehen lässt — dafür reicht oft schon die Addition von Möbeltiefe und Treppenbreite.
Rollo und Plissee lassen sich in der Regel klemmfix montieren. Ein Klemmrollo wird mit Federspannung zwischen die Glasleisten oder in die Nische gedrückt. Das hält nur, wenn der Untergrund eben und die Spannweite nicht zu groß ist. Ein Plissee mit Klemmträgern sitzt ähnlich, lässt sich aber stufenlos verschieben. Typischer Fehler: Rollo und Plissee übereinander in dieselbe Nische klemmen. Dann verliert der obere Träger den Halt, und beide Elemente fallen heraus. Besser ist, nur ein Klemm-System zu nutzen und das zweite über Saugnäpfe oder Klebepads an der Scheibe zu befestigen.
Nach dem Transport zuerst den Korpus ausrichten, dann die Schienen montieren und erst zum Schluss die Türen einhängen. Prüfen Sie den Lauf jeder Tür von Hand, bevor der Schrank wieder beladen wird. Schleift eine Tür, ist meist die untere Schiene verbogen oder der Korpus steht nicht im Wasser. Ein nachträgliches Justieren der Rollen ist einfacher, solange der Schrank leer ist. Wer diese Reihenfolge einhält, verhindert die typischen Schäden an Führung und Front.
So bleibt der Korpus in Form Der Korpus selbst wird liegend transportiert, nicht aufrecht. Stellen Sie ihn auf eine stabile Unterlage aus Decken oder Styroporplatten, damit die Kanten nicht ausbrechen. Spanplatten mit dünner Dekorfolie reagieren empfindlich auf punktuellen Druck. Wickeln Sie den gesamten Schrank in Stretchfolie und sichern Sie die Folie mit Kreppband, nicht mit Paketband direkt auf der Oberfläche. Letzteres hinterlässt Kleberückstände, die sich nur schwer entfernen lassen. Beschriften Sie abgenommene Türen und Schienen mit der Einbauposition, sonst wird der Zusammenbau zum Ratespiel.
Bevor irgendjemand anhebt, muss klar sein, ob das Möbelstück überhaupt durch das Treppenhaus passt. Der häufigste Fehler ist das Schätzen nach Augenmaß. Messen lässt sich das nur mit einem Zollstock oder Maßband und zu zweit. Zuerst die kritischen Engstellen im Treppenhaus ermitteln: die lichte Breite zwischen den Handläufen, die lichte Höhe unter Treppenläufen und Deckenbalken, die Durchgangsbreite jeder Wohnungstür und die Breite des Treppenabsatzes an der engsten Stelle. Diese Werte notieren, denn sie entscheiden später über jede weitere Handlung.
In Mietwohnungen sind Bohrlöcher ein Streitpunkt. Wer Fensterdekoration anbringen will, ohne die Fassade oder den Rahmen zu beschädigen, muss auf Systeme setzen, die klemmen, hängen oder kleben. Wichtig ist, dass alle Teile zusammenpassen und der Sonnenschutz nicht als Provisorium wirkt. Bevor kombiniert wird, muss die Fensternische ausgemessen werden: Breite innen, Höhe bis zum Sturz, Tiefe der Laibung und Abstand zum Fenstergriff. Diese vier Maße entscheiden darüber, welche Elemente sich überhaupt ergänzen.
Für den Transport durch das Treppenhaus braucht es mindestens zwei, besser drei Personen. Eine Person führt oben, eine trägt unten, die dritte sichert an Engstellen und öffnet Türen. Handschuhe verhindern, dass die Hände abrutschen, und schützen die Kanten. Das Möbelstück immer hochkant und mit der schweren Seite nach unten tragen, nicht flach über den Kopf. Treppenstufen werden einzeln genommen, nicht in einem Zug über mehrere Stufen gerutscht. Vor jeder Kurve anhalten, Position neu bewerten, erst dann weitergehen.