
Eine bodengleiche Dusche wirkt im Prospekt einfach, in der Realität entscheidet die Fußbodenkonstruktion über Machbarkeit und Preis. Bevor irgendein Material gewählt wird, muss geklärt werden, wie tief der Estrich ist, ob eine Holzbalkendecke vorliegt und wohin das Wasser abfließen kann. Die entscheidende Größe ist die Aufbauhöhe: Der Ablauf benötigt ein Gefälle von etwa 1 bis 2 Prozent, dazu kommt die Bauhöhe des Ablaufsystems selbst. Bei einem Standardablauf mit Siphon sind schnell mehrere Zentimeter nötig, die in den Boden eingelassen werden müssen. Ist das nicht möglich, bleibt nur ein flacher Ablauf oder eine erhöhte Variante – beides verändert die Kalkulation grundlegend.
Kleben ohne Rückstände: Klebeband und Fixierung Wer auf Nummer sicher gehen will, fixiert die ersten und letzten Reihen mit doppelseitigem Klebeband. Dieses lässt sich rückstandsfrei abziehen, wenn es für empfindliche Untergründe geeignet ist. Ein häufiger Fehler: billiges Teppichband verwenden, das auf Parkett oder Fliesen Spuren hinterlässt. Besser ist ein spezielles Bodenfixierband, das sich nach Monaten noch sauber lösen lässt. Alternativ können Klettbänder unterlegt werden, die ein Verrutschen verhindern, ohne den Untergrund zu beschädigen.
Erst die Wand prüfen, dann die Beschläge Vor dem ersten Loch muss klar sein, was in der Wand steckt. In Küchenwänden sitzen oft Leitungen für Wasser und Strom, manchmal auch Lüftungskanäle. Ein Leitungssucher schafft hier Sicherheit. Tragfähige Dübel und passende Schrauben richten sich nach dem Wandmaterial: In Beton und Vollstein halten Spreizdübel, in Gipskarton braucht es geeignete Hohlraumdübel oder eine Montageschiene, die mehrere Punkte verbindet. Ein einzelner Dübel pro Aufhänger trägt einen beladenen Schrank nicht zuverlässig.
Ein Hängeschrank lässt sich auch ohne zweite Person anbringen, wenn die Reihenfolge stimmt. Der häufigste Fehler passiert ganz am Anfang: Es wird gebohrt, bevor die endgültige Position feststeht. Wer zuerst die Schrankrückwand an die Wand hält und dann den Bohrer ansetzt, verliert die Kontrolle über Höhe, Abstand zur Arbeitsplatte und lotrechte Ausrichtung. Besser ist es, die Montagehöhe vorher mit einer Wasserwaage an der Wand anzureißen und die Bohrlöcher anhand der Aufhängebeschläge des Schranks zu übertragen.
Für ein bündiges Versenken gibt es zwei Wege. Erstens: vorbohren mit einem Bohrer, der etwas dünner ist als der Schraubenschaft. Das gilt besonders bei Hartholz und bei Schrauben nahe der Kante. Zweitens: die Kupplung des Akkuschraubers passend einstellen. Eine niedrige Kupplungsstufe stoppt den Vortrieb, sobald der Kopf die Oberfläche erreicht. Wer die Kupplung auf Anschlag dreht, überdreht die Schraube und drückt das Holz ein. Ein Senkkopf mit Fräser schafft zudem eine saubere Aufnahme, wenn der Kopf nicht ganz plan aufliegen soll.
Lehmputz eignet sich für trockene Innenräume mit gleichmäßiger Luftfeuchtigkeit: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flure, Altbausanierung mit Fachwerk. Er nimmt Feuchtigkeit schnell auf und gibt sie langsam wieder ab, wirkt dadurch ausgleichend und fühlt sich warm an. Verarbeitet wird er meist als Unterputz in zwei Lagen, wobei die erste Lage angeraut wird, damit die zweite haftet. Typischer Fehler: zu dünn in einem Zug auftragen. Lehm braucht Schichtdicken, sonst reißt er beim Trocknen. Ebenso falsch ist es, Lehmputz in Nassräumen ohne dichte Abdichtung einzusetzen – direkte Spritzwasserbelastung zerstört ihn.
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, Kalkputz sei grundsätzlich wasserdicht. Das ist er nicht. In Duschnähe braucht auch er eine funktionierende Abdichtung hinter dem Putz. Umgekehrt gilt Lehmputz nicht automatisch als ungeeignet fürs Bad – in Räumen mit guter Lüftung und ohne direkte Wasserbelastung funktioniert er, wenn der Untergrund trocken bleibt.
Nach dem Einhängen folgt das Ausrichten. Die Wasserwaage zeigt, ob der Schrank waagerecht sitzt; die Verstellung an den Beschlägen gleicht kleine Abweichungen aus. Zusätzlich prüfen, ob die Türen parallel laufen und ob der Abstand zur Arbeitsplatte über die gesamte Breite gleich bleibt. Erst wenn der Schrank ausgerichtet ist, werden die Schrauben endgültig festgezogen. Ein häufiger Fehler ist, zuerst festzuschrauben und danach auszurichten – dann lässt sich kaum noch etwas korrigieren.
Beim Bohren selbst entscheidet die Reihenfolge über die Passgenauigkeit. Zuerst mit einem dünnen Bohrer vorbohren, dann auf den endgültigen Durchmesser erweitern. Bohrt man direkt mit dem großen Durchmesser, wandert der Bohrer leicht seitlich ab. Den Bohrer möglichst waagerecht führen, sonst sitzen die Dübel schräg und der Schrank hängt schief. Nach dem Einsetzen der Dübel den Schrank allein anheben: mit einem Fuß auf einem stabilen Hocker oder einer Unterlage abstützen, mit einer Hand die erste Schraube ansetzen. Wer den Schrank während des Anhebens gegen die Wand drückt, kann die Schraube nicht greifen.