Die zweite Lösung ist die Wandstange über dem Fenster. Sie ist einfacher zu montieren, setzt aber voraus, dass die Wand über dem Sturz breit genug ist. Bei tiefen Laibungen empfiehlt sich ein Abstandshalter, damit der Vorhang nicht am Fensterflügel schleift. Die Stangenlänge sollte mindestens 20 bis 30 Zentimeter über die Fensterbreite hinausgehen, damit der Vorhang seitlich Licht abdeckt. Ein häufiger Fehler ist eine zu kurz gewählte Stange: Dann bleibt der Vorhang im geöffneten Zustand vor der Glasscheibe hängen und verdunkelt den Raum unnötig.
Schließlich sollte man auf die Oberflächen achten. Glatte, helle Wände reflektieren das Licht besser als strukturierte oder dunkle Flächen. Raufaser oder dunkle Tapeten schlucken einen Großteil des Lichts. Wer seine Wände nicht streichen möchte, kann mit indirekt beleuchteten Wandpaneelen oder Vorhängen arbeiten. Ein heller, transparenter Vorhang vor einem Fenster, das von außen indirekt beleuchtet wird, verstärkt den Effekt zusätzlich. So wird das Wohnzimmer nicht nur optisch größer, sondern gewinnt auch an Tiefe und Behaglichkeit.
Zuerst die Tür und den Rahmen mit einem feuchten Tuch von Staub und Fett befreien, sonst hält der Kleber nicht. Der Filzstreifen wird auf der Rahmeninnenseite oder auf dem Türblatt selbst befestigt, je nach Bauart. Wichtig ist, dass der Streifen beim Schließen leicht zusammengedrückt wird, aber die Tür nicht blockiert. Ein zu dicker Filz verhindert das Einrasten des Schlosses und belastet die Scharniere. Bei der Breite gilt: Der Streifen sollte den gesamten Spalt abdecken, nicht nur einen Teil davon. Auf Gehrung geschnittene Ecken an den oberen Enden sehen sauber aus und verhindern das Ausfransen.
Die Fugen zwischen Platte und Fensterrahmen sowie zwischen Platte und Wand werden mit einem dauerelastischen Acryl oder einem geeigneten Dichtstoff geschlossen. Starres Spachtelmaterial reißt bei Bewegung. Anschließend kann die Fläche gestrichen oder geölt werden. Wer die Laibung später verputzen will, muss die Holzplatte mit einem Haftgrund für mineralische Untergründe vorbereiten. Ohne diesen Schritt platzt der Putz ab.
Alte Fensterlaibungen sind selten gerade. Wer sie mit dünnen Holzplatten verkleiden will, sollte zuerst den Ist-Zustand prüfen, nicht die Platte. Putz bröselt, Ecken sind schief, und oft sitzt der Fensterrahmen nicht mittig in der Wand. Messen Sie die Laibungstiefe an mindestens vier Punkten pro Seite: oben, unten und zweimal in der Mitte. Weichen die Werte um mehr als fünf Millimeter ab, brauchen Sie eine Unterkonstruktion, keine direkt geklebte Platte.
Dünne Holzplatten unter sechs Millimeter Stärke reagieren stark auf Feuchtigkeit. In einer Altbauwohnung mit einfach verglasten Fenstern oder undichten Anschlüssen entsteht dort Kondensat. Das Holz quillt an den Rändern, wellt sich und löst sich vom Untergrund. Verwenden Sie deshalb Platten mit einer Mindeststärke von acht Millimetern oder verleimen Sie zwei dünne Lagen kreuzweise. Die Oberfläche muss vor dem Einbau allseitig versiegelt werden – auch die Schnittkanten. Ein Fehler ist, nur die Sichtseite zu lackieren oder zu ölen.
Rechnen Sie mit Nacharbeit. Holz arbeitet, und in Altbauten bewegt sich der Rahmen bei Temperaturschwankungen. Prüfen Sie nach der ersten Heizperiode alle Fugen und Befestigungen. Nachziehen ist normal, Nachkleben nicht. Wer diese Punkte beachtet, bekommt eine saubere, langlebige Verkleidung – auch mit dünnen Platten.
Deckenschiene, Wandstange oder Nischenlösung – was passt Die erste Lösung ist die Deckenschiene. Sie eignet sich, wenn über dem Fenster ausreichend tragfähiger Putz oder eine Betondecke vorhanden ist. Vorteil: Der Vorhang kann raumhoch geführt werden und kaschiert unehene Sturzlinien. Nachteil: Im Altbau verläuft oft direkt unter der Decke ein Stuckprofil oder ein Unterzug, der die Montage erschwert. Hier muss vor dem Bohren geprüft werden, wo tragfähiges Mauerwerk liegt.

Für die Befestigung eignen sich Montagekleber plus mechanische Sicherung. Kleber allein trägt dünne Platten nicht dauerhaft, besonders nicht an der oberen Laibung. Setzen Sie zusätzlich kleine Senkkopfschrauben oder Stifte, deren Köpfe später verspachtelt werden. Arbeiten Sie von unten nach oben und kontrollieren Sie mit einer Wasserwaage, nicht mit dem Augenmaß. Ein häufiger Fehler ist, die Platte auf Spannung einzupassen: Sie hält zunächst, reißt aber nach Monaten an der schmalsten Stelle.
Ein häufiger Fehler ist die Verwendung eines einzelnen Deckenstrahlers. Dieser erzeugt einen hellen Fleck und lässt die Ecken dunkel. Besser ist es, mehrere Lichtquellen indirekt zu platzieren. Dafür eignen sich LED-Streifen, die hinter Möbeln oder entlang von Fußleisten angebracht werden. Auch Wandfluter oder Lichtvouten kommen infrage. Wichtig ist, dass die Lichtquelle selbst nicht sichtbar ist. Nur so entsteht der gewünschte Schwebezustand, der die Raumgrenzen auflöst.