Nach dem Sammeln waschen Sie alles gründlich unter fließendem Wasser – im Spreewald keine Selbstverständlichkeit, denn zwischen Halmen und Blattunterseiten sitzen oft kleine Insekten oder Sand. Trocknen Sie die Kräuter auf einem Tuch. Für den rohen Verzehr eignen sich Bärlauch, Giersch, Löwenzahn und Brennnessel – letztere vorher kurz überbrühen, sonst brennt sie. Ein weiterer Fehler: alle Kräuter gleich behandeln. Bärlauch verliert beim Kochen viel Aroma, Giersch und Brennnessel sind dagegen hitzestabil. Braten Sie Bärlauch nur kurz an oder geben ihn roh in Salat und Pesto.
Eine stille Schleuse bedeutet nicht, dass kein Wasser kommt. Oberhalb kann ein Wehr oder ein Zufluss liegen, der bei Regen plötzlich ansteigt. Beobachte den Pegel zwanzig Minuten lang, bevor du dich nah ans Wasser setzt. Steigt er, geh weg vom Ufer. Auch die Strömung direkt unterhalb der Schleuse unterschätzen viele: Sie sieht harmlos aus, kann aber ziehen. Bei Gewitter oder starkem Wind suchst du besser Schutz in einiger Entfernung, nicht unter Bäumen am Uferrand.
Warum die Mittagspause über den Erfolg der Tour entscheid
Nach dem Ausfahren wird das untere Tor geschlossen, das Schütz geschlossen und die Kurbeln in ihre Ruhestellung gebracht. Wer die Anlage verlässt, ohne die Schütze zu schließen, hinterlässt eine offene Kammer, die bei der nächsten Nutzung unerwartet Wasser führt. Ebenso wichtig ist, die Leinen erst zu lösen, wenn das Boot vollständig aus der Kammer heraus ist und freie Fahrt hat. Ein letzter Blick auf Tor, Schütz und Kurbel zeigt, ob alles in der Ausgangsstellung steht. Diese Kontrolle kostet wenige Sekunden und verhindert die meisten Schäden, die an handbetriebenen Anlagen entstehen.
Vor dem Einfahren in die Kammer wird das Boot mit zwei Leinen an Land gesichert, eine vorn, eine hinten. Die Leinen werden nicht straff um Poller gelegt, sondern mit etwas Lose geführt, damit das Boot beim Füllen oder Entleeren steigen und sinken kann. Dann prüft man, ob das untere Tor geschlossen und verriegelt ist, bevor das obere Schütz geöffnet wird. Ein häufiger Fehler ist, das obere Tor zu öffnen, solange das untere Schütz noch offen steht. Dann strömt Wasser durch die Kammer und drückt das Boot seitlich gegen die Wand.
Wer den Spreewald ohne Auto erkunden will, stößt schnell auf ein Problem, das viele unterschätzen: die Wege zwischen den Dörfern sind länger, als sie auf der Karte aussehen. Zwischen Lübbenau, Lehde, Burg und den verstreuten Kahnanlegestellen liegen oft mehrere Kilometer auf schmalen Rad- oder Fußwegen. Wer hier einfach drauflos plant, steht mittags irgendwo im Wald und merkt, dass der nächste Bus erst in zwei Stunden fährt. Der häufigste Fehler ist, die Entfernungen wie im Stadtverkehr zu rechnen. Im Spreewald zählt nicht die Kilometerzahl, sondern die Zeit, die man für einen Weg tatsächlich braucht.
Kurbeln mit Gefühl, nicht mit Kraft Das Öffnen des Schützes erfolgt langsam und gleichmäßig. Man kurbelt so lange, bis ein deutlicher Wasserstrahl zu hören ist, und wartet dann, bis sich der Pegel in der Kammer sichtbar angleicht. Wer zu schnell kurbelt, erzeugt einen Schwall, der das Boot unruhig macht und die Leinen straff zieht. Bei manchen Anlagen muss nach jeder halben Umdrehung eine Sperrklinke gelöst werden; wer das vergisst, kurbelt gegen den Widerstand und beschädigt den Mechanismus. Nach dem Angleichen wird das obere Tor geöffnet und das Boot fährt in die Kammer ein, wieder mit beiden Leinen gesichert.
Bei einer handbetriebenen Schleuse gibt es keine Automatik, die Fehler ausgleicht. Jede Bewegung am Tor und am Schütz muss von Hand ausgeführt werden, und jede Bewegung hat eine richtige Reihenfolge. Wer diese Reihenfolge missachtet, riskiert, dass das Boot gegen das Tor stößt, das Wasser unkontrolliert einströmt oder die Kurbel zurückschlägt. Deshalb ist der erste Schritt nicht das Kurbeln, sondern das Lesen der Anlage: Wo sitzen die Schütze, wo die Tore, welche Kurbel bewegt welches Element, und gibt es Sperrvorrichtungen oder Ketten, die vor der Bedienung gelöst werden müssen.
In der Kammer wird das obere Tor hinter dem Boot geschlossen und verriegelt. Erst jetzt wird das untere Schütz geöffnet. Auch hier gilt: langsam kurbeln, den Wasserstand beobachten und die Leinen nachführen. Das Boot sinkt, die Leinen werden locker, und genau dann darf nicht nachgezogen werden, sonst hängt das Boot an der Wand. Sobald der Pegel unterhalb der Kammermitte liegt, kann das untere Tor entriegelt und geöffnet werden. Ein typischer Fehler ist, das Tor zu öffnen, bevor der Druck vollständig ausgeglichen ist; dann lässt sich das Tor kaum bewegen und die Dichtung wird beschädigt.
Was wirklich warm hält und was nur schwer ist Der häufigste Fehler ist Baumwolle unter der Paddeljacke. Sie speichert Schweiß und kühlt beim Stehen sofort aus. Besser sind Fleece oder Wolle direkt auf der Haut, darüber eine wasserdichte, atmungsaktive Schicht. Trockenanzug oder Neoprenanzug sind bei Wassertemperaturen unter acht Grad die richtige Wahl; eine Regenjacke reicht nicht. Hände und Füße verlieren zuerst die Wärme: Neoprenhandschuhe und wasserdichte Schuhe mit Filzsohle sind Pflicht, Ersatzhandschuhe gehören in den Packsack.
