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Was tun, wenn der Kahn schaukelt und die Kinder quengel

Die wichtigste Regel lautet: Zwiebelprinzip. Eine leichte Funktions- oder Merinounterwäsche direkt auf der Haut, darüber ein langärmeliges Shirt oder ein dünner Pullover und ganz außen eine wind- und wasserabweisende Jacke. Diese Kombination lässt sich an Land ausziehen und auf dem Wasser wieder anziehen, ohne dass man ins Schwitzen kommt oder friert. Baumwolle direkt auf der Haut ist ein typischer Fehler: Sie speichert Feuchtigkeit, trocknet langsam und kühlt den Körper genau dann aus, wenn der Fahrtwind einsetzt.

Für Rollstuhlfahrer sind die Bohlenwege im Biosphärenreservat nur bedingt geeignet. Sie sind zwar stabil, aber schmal, und an Begegnungsstellen mit Gegenverkehr wird es eng. Wer allein unterwegs ist, sollte Randzeiten am Morgen oder späten Nachmittag wählen. Ein weiterer Punkt: Nach Regen können Holzplanken glatt werden, besonders an den Übergängen zu Sandwegen. Trittsicherheit oder ein Begleiter sind dann sinnvoll.

Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte außerdem an Insektenschutz denken. Ab Mitte April werden die ersten Mücken in den feuchten Auwäldern aktiv, und lange Hosen schützen nicht nur vor Stechmücken, sondern auch vor Zecken und Brennnesseln am Wegesrand. Helle Kleidung ist hier von Vorteil, weil Zecken darauf besser zu erkennen sind. Für längere Radtouren entlang der Gurkenradweg-Abschnitte empfiehlt sich eine Regenhose, die sich schnell überziehen lässt, ohne dass man absteigen muss.

Wer mit dem Stand-Up-Paddle im Spreewald unterwegs sein will, plant meistens die Route und vergisst dabei den wichtigsten Punkt: die Strömung. Die Spree fließt hier nicht gleichmäßig, sondern wird durch zahlreiche Wehre, Schleusen und Fließrichtungswechsel zu einem Gewässer, das auf dem Hinweg harmlos wirkt und auf dem Rückweg Kraft kostet. Wer einfach lospaddelt und sich treiben lässt, merkt zu spät, dass er gegen die Strömung zurück muss. Deshalb gilt: Immer zuerst gegen die Strömung starten und mit ihr zurückkehren. Das klingt banal, ist aber der häufigste Anfängerfehler.

Bevor es aufs Wasser geht, braucht es eine Erlaubnis. Der Spreewald ist kein frei befahrbares Gewässer. Für die meisten Fließgewässer und Kanäle ist eine Paddelerlaubnis nötig, die an bestimmten Ausgabestellen erhältlich ist. Ohne sie drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall das Ende der Tour an der nächsten Kontrolle. Wer nur auf einem See oder einem ausgewiesenen Abschnitt paddelt, kommt teilweise ohne aus – das sollte man vorher klären. Ein weiterer Punkt: Nicht jeder Kanal ist für SUPs freigegeben. Manche schmalen Fließe sind traditionellen Kahnfahrten vorbehalten. Wer sich nicht sicher ist, fragt vor Ort oder bei der örtlichen Tourismusinformation nach.

Biber im Spreewald hinterlassen Spuren, die sich eindeutig von denen anderer Tiere unterscheiden lassen. Wer weiß, worauf zu achten ist, kann anhand weniger Details erkennen, ob ein Biber aktiv war, wann das geschah und wie weit sein Revier reicht. Die folgenden Merkmale helfen dabei, Fehlinterpretationen zu vermeiden und das Verhalten der Tiere richtig einzuordnen.

Routenwahl: kurz denken, nicht lang Die klassische Spreewald-Runde mit dem Kahn führt über viele Kilometer, für das SUP ist das zu viel. Realistisch sind zehn bis fünfzehn Kilometer pro Tag, bei Gegenwind und Strömung deutlich weniger. Gute Einsteigerrouten verlaufen zwischen Lübben und Lübbenau sowie rund um Burg und Leipe, wo die Fließe breit genug sind und regelmäßig Ausstiegsstellen existieren. Wer eine längere Strecke plant, sollte Schleusen und Wehre einrechnen – dort muss man aufs Board, das Board tragen oder umtragen. Das kostet Zeit und Kraft. Typischer Fehler: eine Route nach Kilometern wählen, ohne die Umtragestellen zu prüfen.

Zum Trocknen die Kräuter bündeln und kopfüber an einem warmen, luftigen Ort aufhängen, der nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Nach drei bis sieben Tagen sollten die Blätter rascheln. Dann abstreifen, in Schraubgläser füllen und kühl sowie dunkel lagern. Ein häufiger Fehler ist, die Kräuter zu früh einzuglasen – dann bildet sich Schwitzwasser und der Vorrat verschimmelt. Wer Platz im Gefrierschrank hat, kann die gewaschenen und trocken getupften Blätter klein hacken, in Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser geben und portionsweise einfrieren. So bleiben Aroma und Farbe über Monate erhalten.

Indoor gardening in winter - sowing and harvesting, microgreens, sprouting herbs - indoor gardeningDie Sicherheitsausrüstung ist im Spreewald keine Formsache. Eine Auftriebsweste ist Pflicht, auch für geübte Paddler, denn die Fließe sind oft tief und die Ufer dicht bewachsen. Eine Leash am Fußgelenk gehört dazu, aber Vorsicht: In Fließgewässern mit Hindernissen kann sie zur Falle werden. Wer sich unsicher ist, verzichtet auf die Leash und trägt stattdessen die Weste konsequent. Ein wasserdichter Beutel für Handy und Papiere ist sinnvoll, ebenso ein Ersatz-Shirt im Rucksack. Das Wichtigste: nie allein auf einem schmalen Fließ paddeln, das von Bäumen überdeckt ist. Dort ist der Rettungsweg lang.
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