Plissees ohne Bohren werden mit Klemmträgern in der Glasleiste oder im Fensterfalz befestigt. Das funktioniert nur, wenn die Breite exakt stimmt: Ein zu breites Plissee lässt sich nicht einklemmen, ein zu schmales fällt heraus oder wirft Falten. Gemessen wird deshalb nicht der Rahmen außen, sondern die lichte Innenweite des Falzes – also der Abstand zwischen den beiden seitlichen Anschlägen, in die der Träger greift. Wer außen am Rahmen misst, bestellt fast immer zu breit.

Für die Breite drei Werte nehmen: oben, in der Mitte und unten. Der kleinste Wert entscheidet. Viele Fenster sind nicht rechtwinklig, besonders in Altbauten; weicht die Mitte um mehrere Millimeter ab, klemmt der Träger dort. Bei der Höhe misst man vom oberen Falzgrund bis zur Unterkante des Fensterflügels, nicht bis zum Rahmen. Ein Plissee steht unten über, wenn die Höhe nach dem Rahmen geht, und schleift beim Öffnen.
Vor der Bestellung den Abstand zwischen Fenstergriff und Plissee prüfen. Ein innenliegendes Plissee kann den Griff blockieren, wenn die Stoffbreite zu weit nach unten reicht. Ebenso kontrollieren, ob der Flügel nach innen öffnet, ohne den Stoff zu berühren. Wer diese drei Maße – kleinste Breite, lichte Höhe, Spalttiefe – notiert und die Klemmart dazu festhält, vermeidet den Umtausch und montiert beim ersten Versuch.
Ein Fischgrätmuster lebt von der Richtung. Jede Diele zeigt schräg nach links oder rechts, und genau daraus entsteht das V. Sobald die Verlegerichtung wechselt, entsteht ein Musterwechsel. Der klassische Fall: Ein Raum wird in zwei Zonen geteilt, oder das Muster läuft von einem Flur in ein Zimmer. Wer diesen Wechsel nicht vorher plant, verliert den Faden mitten in der Fläche. Die Reihen laufen dann nicht mehr sauber zusammen, und die Fuge wird schief.
Die Gesamthöhe sollte zwischen 90 und 110 Zentimetern liegen, gemessen von der Balkonfläche bis zur obersten Leiste. Höher wird das Gestell instabil, tiefer schleift die Wäsche am Boden. Der Abstand zwischen den Leisten beträgt 12 bis 15 Zentimeter, damit Luft durch die nassen Stoffe ziehen kann. Wird der Abstand zu klein gewählt, trocknet die Wäsche nur langsam und riecht schnell muffig. Für Handtücher und Bettwäsche reichen drei Leisten; für Socken und Unterwäsche sind vier schmalere besser. Die Leisten selbst haben einen Querschnitt von etwa 2 mal 4 Zentimetern, damit sie sich unter dem Gewicht der nassen Wäsche nicht durchbiegen.
Bei großen Flächen ist ein Dehnungsfugenprofil am Übergang sinnvoll. Es überbrückt die Fuge zwischen zwei Musterzonen und verhindert, dass sich die Dielen bei Temperaturschwankungen gegenseitig drücken. Das Profil wird mittig unter die Trennreihe gesetzt, nicht daneben. Wichtig ist, dass beide Zonen mit demselben Abstand zum Profil enden. Ein Versatz von wenigen Millimetern fällt im Fischgrätmuster sofort auf, weil die Schrägen das Auge führen.
Für den Falz misst man zusätzlich die lichte Höhe zwischen oberem und unterem Anschlag. Der Träger braucht dort Platz; ist der Falz durch Dichtungen verengt, passt er nicht hinein. Ein häufiger Fehler: Man bestellt nach der Flügelbreite, obwohl der Falz zwei Zentimeter schmaler ist. Das Plissee wird dann nie gerade sitzen.
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel mitten in einer Reihe. Das Muster bricht dann nicht an einer Fuge, sondern innerhalb einer Diele. Das sieht immer falsch aus, weil die Nut und Feder nicht mehr zusammenpassen. Der Wechsel gehört immer auf eine vollständige Fuge, nie auf eine halbe Diele oder eine schmale Restbreite. Wer an einer Wand ankommt und dort nur noch einen Streifen von wenigen Zentimetern hat, sollte die gesamte Reihe neu aufteilen. Sonst wandert der Musterwechsel unkontrolliert nach innen.
Die Genehmigung hängt vom Bundesland und vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gilt: Extensive Dachbegrünung auf einem Gartenhaus ist oft verfahrensfrei, wenn das Gebäude selbst genehmigungsfrei ist und die Höhe sich nicht ändert. Bei Garagen im Grenzbereich zum Nachbargrundstück kann die Begrünung als Einfriedung oder als bauliche Anlage gelten. Wer unsicher ist, fragt beim Bauamt nach. Wichtig: In Bebauungsplänen kann eine Begrünung sogar vorgeschrieben sein. Wer sie weglässt, riskiert ein Bußgeld.
Glasleiste prüfen, bevor gemessen wird Nicht jedes Fenster hat eine Glasleiste, die Klemmträger trägt. Bei Kunststofffenstern sitzt sie innen am Flügel und ist meist einige Millimeter breit; bei Holzfenstern fehlt sie oft. Dann bleibt nur der Falz oder eine Klemmung am Flügel selbst. Vor dem Messen also nachsehen, wo der Träger greifen kann, und die Tiefe dieses Spalts mit einem Lineal kontrollieren. Ist die Nut zu flach, hält der Träger nicht – unabhängig von der Breite.
Typische Fehlkäufe entstehen durch Runden. Hersteller geben Breiten in festen Stufen an, meist in Zentimetern. Wer aufrundet, bekommt ein Plissee, das klemmt; wer abrundet, verliert seitlich Licht und Stabilität. Besser den gemessenen Wert mit der Konfektionstabelle abgleichen und im Zweifel die kleinere Stufe wählen, sofern der Träger dann noch greift. Bei Sonderformen wie Dachschrägen oder Rundbögen hilft nur eine Schablone aus Pappe, die man in den Falz legt.